Felix79 schrieb: Die Temp. des Moduls hat schon eine gewissen Einfluss auf den Wirkungsgrad - wie viel eine Hinterlüftung bringt kann ich nicht sagen, denn das Modul wird sicherlich auch recht warm in der vollen Sonne trotz der Hinterlüftung.
Ohne Messgerät und Messreihen (mit und ohne Hinterlüftung, Temperatur in beiden Fällen messen, etc) wird das weiterhin im Bereich der "Vermutungen" bleiben und eher eine Glaubensfrage. Selbstverständlich liefert ein kühleres Modul mehr Leistung, nur die Frage ist eben wieviel Temperaturunterschied es tatsächlich ausmacht und vor allem kannst du genau zu diesem Zeitpunkt auch die Energie gebrauchen. Im Sommer ist bei mir meist bereits um die Mittagszeit die Batterie wieder voll, da kümmert es nicht ob da etwas mehr Leistung rauszuholen ist und die Batterie eventuell eine halbe Stunde früher voll wäre.
Felix79 schrieb: Eine 3x tägliche Neuausrichtung bringt enorm viel an "mehr" Leistung. Ich finde das etwas nervig und es erfordert eine komplexeren Aufbau. Rahmen mit Aufstellern in alle 4 Richtungen. Gegebenenfalls noch Winkelkorrektur. Aufstelldach/Flachdach etc. Eventuell benötigt man auch noch längeres Kabel wenn ich die Zelle weg vom Auto stellen will, was dann auch wieder nachteilig ist.
... das machst du sicherlich nur die ersten Tage, es sollte doch Urlaub und keine Arbeit sein. Ich hatte das mal auf einem Segelboot, da war aber auch notwendig jeden Sonnenstrahl einzufangen, damit man nicht auf den Diesel zurückgreifen musste, um mehrere Wochen auszukommen.
Felix79 schrieb: Eine teilweise /ungünstige kleinere Abschattung kann auch schon zu größern Einbrüchen führen. Je nachdem welche Zelle Abgeschattet wird. Die sind ja in Reihen parallel verbunden, oder?!
Schatten ist immer ungünstig und die Sonne wandert, Bäume bewegen sich... Zellengenau wirst du den Schatten nicht zielen können.
Felix79 schrieb: Ich finde die Energiefrage unter dem Aspekt, dass die 4 Batterien min. 600€ kosten nicht ganz unerheblich. Auch altert die Batterie umso schneller desto länger sie bei niedriger Ladung befindet. Etwas Pflege in erträglichem Maß scheint also sinnvoll. 1x im Monat zu Hause Laden - ist das erträglich? Ich hab Panik, dass ich morgens mal mit Kabel losfahre und die Warnung vom Wagen einfach ignoriere.
Mit einem festen Solarmodul kannst du dir das sparen (Panik und Ladekabel), sofern Sonne auf das Panel kommt (also keine Überdachung).
Felix79 schrieb: Beides parallel an die Batterie anschließen müsste doch eigentlich gehen?! Der Solarregler hängt ja auch parallel dran. Wenn ich das richtig verstanden habe simuliert der Booster einen Verbraucher der Energie benötigt und damit geht die Lima dann zumindest auf die 30A für den Booster hoch....
Nein, das geht nicht "parallel" zum bestehende Trennrelais, denn der Booster ist eine Ladungspumpe, die von der Fahrzeugseite die Ladung zur Wohnraumbatterie pumpt. Wenn du parallel das Trennrelais schaltest, schliesst du den Eingang und Ausgang der Pumpe kurz und die Pumpe ist wirkungslos! Die Booster schalten daher das Trennrelais selbständig, falls also zB der Strom > 30A wird, schaltet sich der Booster ab und bevorzugt das Trennrelais.
Der Booster im Nugget spart dir den Start/Stopp Schalter betätigen zu müssen, damit die Wohnraumbatterien 100% geladen werden. Daher bevorzuge ich die Start/Stopp Taste: spart mir den Booster, kann schon weniger an kritischer Infrastruktur kaputt gehen. Mit eingebauten Booster geht dir wahrscheinlich auch die Start/Stop Funktion des Motors teilweise verloren, denn der Fahrzeugelektronik wird eine "leere" Batterie vorgespielt, damit die Leistung bereit gestellt wird. Somit wird auch die Elektronik entscheiden, den Motor besser nicht abzuschalten.
Felix79 schrieb: Ich warte noch auf eine genaue Erklärung des Lademenagments von Ford.
Ja, da warten viele drauf...
Felix79 schrieb: Der Booster würde die Batterie auf jeden Fall zu 100% laden.
Nein, nur wenn der Motor lange genug läuft. Der Zeitunterschied zwischen Booster und ausgeschaltetem Start/Stop dürfte sich kaum bemerkbar machen. Die Ladekurve, die ich bisher beim Ford beobachten kann, lässt sich nicht "verschnellern". Die Aufbaubatterie wird zwischen 14.4 V bis 15V (je nach Temperatur) korrekt geladen. Die einzige Schwachstelle derzeit ist Start/Stop manuelle abzuschalten und das etwas dürftige Trennrelais (das wird bei mir beim Laden heiss). Ein besseres Trennrelais wäre eine Überlegung wert, kostet nicht die Welt, aber solange das bisherige mir 60A liefert, sehe ich keinen Handlungsbedarf.
Felix79 schrieb: Ich werde es erst mal ohne Booster versuchen. Im schlimmsten Fall geht der Kühlschrank aus.
Nein, der Kühlschrank ist nicht das schlimmste dabei! Da gehen dir nur ein paar Lebensmittel bei drauf und vielleicht fehlt dir ein kühles Bier... das
Blödere ist, dass die Batterie < 50% läuft und dadurch die Lebensdauer beträchtlich sinkt. Als "schlimm" empfinde ich das aber auch nicht, solange alle wohl auf sind... oder (überlebens-)wichtige Medikamente im Kühlschrank lagern müssen...
Felix79 schrieb: Ärgerlich finde ich aber ein wenig, dass ich mir und viele hier, so viele Gedanken über die Energieversorung eines fertigen Womos machen müssen. Die letzten 3 Busse hab ich selbst ausgebaut und da war das wesentlich einfacher.
Wie heisst es immer so schön: "Nicht ärgern, nur wundern!". Die Gedanken musst du dir gar nicht machen, einfach nur das Start/Stop ausschalten und gut ist... und wenn du es genauer wissen willst hilft dir nur das Gerät, das du nicht haben willst

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Felix79 schrieb: Uneingeschränkt Ökostrom aus der Steckdose wie zu Hause, so stell ich mir das vor.
Einige Oxymoron: uneingeschränkt Ökostrom (unsere Ökologie ist ein geschlossenes System)
und noch ein unausgesprochenes: wie Zuhause (Camping)
Felix79 schrieb: Ich hoffe mal dass der Start/Stopp Trick gut funktioniert und dann bei allen Nuggets gleich geregelt ist.
Das wird es.
Felix79 schrieb: Ich werde Berichten wie sich das bei mir ausgeht. Sommer Ostsee, Herbst Sardinien.
Das ist doch das schönste Vorhaben... genieße die Zeit und mach dir keine Kopf
Sonnige Grüße
Kai