Idee Umrüsten auf Lithium-Ionen-Batterie

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03 Jan 2020 21:33 #51 von grizu
Hallo Uwe,

Erfahrungen sind bis jetzt gut, d.h. nicht negativ - das wäre mit jedem anderen billigen vergleichbaren Akku vermutlich genauso gewesen. Ist halt irgendwie eine glaubens- und vertrauenssache. Wenn du mal einen Abend Zeit hast, les dich mal durchs entsprechende Unterforum i Wohnmobilforum.

Nach meiner Einschätzung war damals der Robur der vertrauenserweckende unter den "billigen" LiFePo4 aus China (da kommen ja alle - wirlklich alle! - her). Die Alternative des Selbstbaus mit Winston LiFeYPo4 war mir zu teuer und umständlich.

Wie lange die 180Ah halten liegt natürlich am Verbrauch. Kompressorkühlbox 4A, wenn sie läuft. Das tut sie je nach Temperatureinstellung und Außentemperatur mehr oder weniger oft. Im Sommer hab ich sie oft einfach durchlaufen lassen, wenn ich mach ein oder zwei Wochen wieder auf Tour war. Kurz: Im Sommer hast du kein Stromproblem, wenn du ab und zu fährst.

Im Winter ist die Standheizung + Kühlbox + das usselige Orginallicht (sollte vielleicht mal auf LED umrüsten) schon ne andere Nummer. Da verbrate ich schon locker mal 20-30 Ah pro Nacht oder vielleicht 40Ah am Tag. Mit dem Gel Akku hört man hier im Forum, das wohl 2,5 Tage maximal gehen. Mit 180Ah Lithium würde ich mal 4 oder 4,5 bei gleichem Verbrauch behaupten.

Was hast du denn mit dem Wechselrichter vor? Ich hab mal einen (schlechten) 700W Wasserkocher probiert. Das geht eigentlich ganz gut. Der zieht dir halt 60A aus dem Akku, aber wenn ich eh gerade auf unterwegs bin, wird das ja recht schnell nachgeladen.

Mein Akku passt übrigens auf der etwas breiteren Seite liegend wunderbar in den orginalplatz, und baut dann flacher auf, so dass bei mir der Wechselrichter noch drauf Platz hat.

Gruß
Alex

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04 Jan 2020 03:13 #52 von nugget_dir_ein
nugget_dir_ein antwortete auf Umrüsten auf Lithium-Ionen-Batterie
Moin Grizu,

danke erstmal für die Info.

Der Konverter ist für Kaffee oder Notebookladung, wenn wir unterwegs sind. Zu Hause fehlt mir dummerweise die Steckdose, da wäre dann auch mal der Staubsauger oder ein E-Werkzeug in Aktion.

Dass die LFP lieber teilvoll ist, kommt mir somit gerade gut zupass.

Mit 4,5 Tagen müßte ich hinkommen. Ich hab noch ein mobiles 130 WP-Panel, was das Ende sicher noch ein bisschen rauszögern kann.und länger als 5 Tage hab ich noch nirgends gestanden. Dann darf beim Fahren der B2B Booster seine Arbeit aufnehmen.

Als Konverter habe ich den EctiveCSI1501500 W im Auge. Der hat eine interne Vorrangschaltung und ist bei Landstrom gleichzeitig Ladegerät für LFP.

Grüße Uwe

Erst: 2009er HD, 140 PS, tangorot metallic, dann: 2013er HD, 125 PS, avalon grau metallic,
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04 Jan 2020 17:30 #53 von grizu
Beim Wechselrichter war auch auch ein Sparbrötchen und habe mich für den 1500W reinen Sinus von Solartronics oder so entschieden (ca. 155 Euro bei Ebay über Preisvorschlag). Netzvorrang ist zwar nett, aber das macht nur Sinn, wenn man ihn fachmännisch einbaut und mit den vorhandenen 230V Steckdosen verbindet. Dafür brauche ich ihn zu selten und es wäre auch eine Bastelei, die ich nicht machen wollte.

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23 Mai 2020 17:36 #54 von dropsinger
dropsinger antwortete auf Umrüsten auf Lithium-Ionen-Batterie
Wie sind denn die Langzeiterfahrungen der LiFePo4 Nutzer?
Musstet ihr im Nachgang noch etwas an der Ladeinfrastruktur ändern?
Wie verhält sich der Akku bei niedrigeren Temperaturen wenn durch die Temperaturkompensierung die Spannung angehoben wird?
Würdet Ihr wieder einen LiFePo4 verbauen?
Würde mich über Euer Feedback freuen.
Danke

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23 Mai 2020 21:07 #55 von grizu
Langzeiterfahrung ist es nach einem Jahr nicht wirklich. Frosterfahrung hatte ich im letzten Winter auch keine. Ansonsten immer Strom ohne Ende obwohl ich kein Solar habe. Bin zufrieden.

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23 Mai 2020 22:29 #56 von elbil
Hi dropsinger,

nachdem meine zwei 95 Ah Bordbatterien nach ca. 4 Jahren etwas schwächelten, habe ich mich schweren Herzens entschlossen beide Akkus durch eine LiFePO4 100Ah Batterie zu ersetzen.
Die alten Bleibatterien haben ihr Altenteil im Gartenhaus gefunden und treiben noch solarunterstützt diverse Pumpen und Ventilatoren im Gewächshaus an.
Das geschah im Januar 2020. Ich habe mich für die Liontron entschieden, nicht weil der Service dort so gut ist (das Gegenteil ist leider der Fall), sondern weil dieser Akku leicht zu öffnen ist und das Batteriemanagementsystem (BMS) über Bluetooth angesprochen werden kann. Das Öffnen ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, denn dadurch kann man später evtl. defekte Zellen, sowie ein kaputtes BMS austauschen.
Das verwendete BMS ist offensichtlich ein Standard Bauteil, das man aus Fernost in unterschiedlichen Varianten preiswert beziehen kann und sich auch bei anderen Batteriemarken findet. Diese Bluetooth BMS haben fast alle das gleiche Protokoll und lassen sich dadurch nicht nur mit der eigenen, firmenspezifischen SW/App (in diesem Fall die von LIONTRON) per Smartphone auslesen, sondern auch mit der herstellerunabhängigen App „XiaomiangBMS“. Diese ist viel leistungsfähiger und damit hat man eine sehr gute Kontrolle über Ströme und Spannungen des Akkus. Ein großer Nachteil dieser Bluetooth BMS ist aber, dass sie nicht passwortgeschützt sind. Somit kann jeder, der eine entsprechende App besitzt, Daten der Batterie des Nachbarn z. B. auf dem Stellplatz/Parkplatz auslesen, je nach SW sogar ändern und schlimmstenfalls ausschalten!
Dieses Risikos sollte man sich bewusst sein!
Ich habe einfach die beiden Bordbatterien durch die LiFePO4 ohne weitere Änderungen an der Ladeelektrik ersetzt. D. h. Es wurde kein Booster eingebaut. Da die LiFePO4 ganz gut hohe Ströme in beide Richtungen verträgt, kann man meiner Ansicht nach auch einfach das Trennrelais behalten.
Beim Starten gibt sie kurzzeitig ordentlich Saft zu (bis über 80A). Danach, wenn die Lichtmaschine arbeitet wird andersherum sofort mit hohem Strom (bis über 60A) wieder der Verlust ausgeglichen.
Bisher hat die 100A Sicherung gehalten, toi,toi,toi!
Ich fahre z. Zt. aus den bekannten Gründen viel Kurzstrecke, habe immer den Kühlschrank laufen. Auch wenn die Sonne mal weniger scheint, ist der Akku immer ganz gut geladen.
Um die Spannung, die die Lichtmaschine in Kombination mit dem Westfalia Laderegler dem Akku zur Verfügung stellt, muss man sich keine Gedanken machen. Alles regelt das eingebaute BMS, auch den Temperatureinfluss.
Im Januar hatte ich den einen oder anderen Tag mit Minustemperaturen. Manchmal hat das BMS dann die Ladung nicht gleich durchgeführt. Das muss bedacht werden und kann in kälteren Regionen zum Problem führen. Für mich war das in diesem Halbwinter unproblematisch, kann sich aber in Zukunft ändern, wer weiß?
Bin also bisher sehr zufrieden mit dem Batteriewechsel, auch wenn er ein großes Loch in den Geldbeutel reißt, was hoffentlich durch die längere und intensivere Nutzungsdauer wettgemacht wird.

Viele Grüße
Mario

Custom 310L1 HD 155 PS, EZ 2/2016, polar-silber, 100W Solar, kein Start/Stopp
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