Idee Umrüsten auf Lithium-Ionen-Batterie

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23 Sep 2018 10:26 #41 von _Kai_
Die LiFePo4 nimmt keinen Schaden, wenn sie nicht voll geladen wird. Die Einstellung am Solarladeregler hätte bewirkt, dass die Batterie mittels Solar nicht ganz voll wird. Jedoch wird ohne Volladung auch die 14.6V nicht erreicht, sodass ein Balancer (hast du sowas überhaupt?) keinen Zellausgleich machen kann. Ohne einen solchen Ausgleich driftet der Ladezustand der Zellen mit der Zeit voneinander weg. Diesen Effekt möchte man vermeiden, um eine möglichst lange Lebensdauer der Batterie zu erhalten.

Der Temperatursensor ist beim Solarladeregler eigentlich unnütz, denn die Lithiumzellen haben keinen wesentlichen Temperaturdrift der Spannung. Einzig eine Überhitzung könnte damit vom Solarladeregler erfasst werden. Jedoch ist der Ladestrom seitens Solar eher gering, sodass dies kaum zu einer Überhizung führen wird. Schaden wird der Sensor nicht, bei Einstellung Lithium sollte der Büttner den Sensor passend auswerten.

Im übrigen mögen LiFePo4 es auch nicht ständig voll zu sein (im Gegensatz zu Blei), sodass einige Nutzer für längere Standzeiten die Spannung lieber absenken. Dies kann zB durch die Umstellung des Solarladereglers auf zB Flüssigsäure geschehen.

Sonnige Grüße
Kai

PS: jetzt fehlt dir ja nur ein Solar- und Batteriecomputer, zB BlueBattery B)

Ex 2014er HD 155PS, Solar, Schrankbretter, BlueBattery
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26 Mai 2019 20:56 #42 von grizu
Ich habe auch gerade auf LiFePo4 umgerüstet und möchte meine Erfahrung teilen. Ich hatte mich für einen 189Ah Akku von Robur entschieden. 120 Ah hätten es auch getan, aber den gab es hier gerade nicht und bei CS Batteries auch gerade nicht lieferbar.

Ich habe die Batterien einfach 1:1 ausgetauscht. Naja, einfach war das Rausschlörren der alten Bleikiste nicht gerade. Und das die neue Batterie M10er Stehbolzen hatte war für mich jetzt auch eher unpraktisch aber ein mit Kabelschuhen vorkonfektioniertes Kabel mit 35mm^2 Querschnitt hilft da schon.

Gleichzeitig hab ich noch einen billigen Batteriecomputer für ca. 30 Euro aus China (via Amazonas) angeschlossen, um zu sehen, was für Ströme denn eigentlich so fließen.

Bei Einschalten der Zündung fließen ca. 40A richtung Startbatterie (sicherlich je nach Ladestand letzterer). Beim Start sind es kurzzeitig auch mal mehr als 100A, wenn der Startakku nicht so voll ist. Wobei ich bei so kurzen und hohen Strömen nicht diesem Teil bedinungslos vertrauen würde. Für meinen LiFePo4 Akku ist das kein Problem. Die 100A Sicherung in der Leitung zwischen den Batterien hat zum Glück auch gehalten.

Während der Fahrt pumpt die Lichtmachine in den ca. 80% vollen Akku erfreuliche etwa 40A rein.

Bislang - nach zwei Tagen - bin ich sehr zufrieden. Ich werde weiter berichten.

Alex

HD 2010, 140PS, Luftfederung, 18", Katze an Board, 180Ah LiFePo4
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26 Mai 2019 21:43 #43 von Nick
Der hat soviel Leistung wie eine 300 Ah in Gel!

Da kannst jetzt mit dem Strom zwei Nuggets versorgen...

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27 Mai 2019 06:52 #44 von qwei

nick schrieb: Der hat soviel Leistung wie eine 300 Ah .


1 Ah bleibt 1Ah egal woher die kommen.

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27 Mai 2019 08:00 - 27 Mai 2019 08:07 #45 von galli
Richtg, die nominale Ah Kapazität steckt auch 1:1 im Akku drin..... aber bei der Gel musst du die Hälfte dauerhaft auch dort drinlassen.....

.... die stehen also faktisch nicht (zur nutzbaren Entnahme) zur Verfügung, sonst droht Tiefentladung und schädigt den Akku sofort und erheblich...

.... Einer Lifepo ist das egal, es steht hier nahezu die ganze Kapazität zur nutzbaren Entnahme bereit.

Gruß galli

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27 Mai 2019 08:05 #46 von Camping-Flitzer
Camping-Flitzer antwortete auf Umrüsten auf Lithium-Ionen-Batterie
Auf der Seite des Akkus habe ich gelesen, dass man diesen unter Null Grad nicht laden darf.
Unter Null Grad fährt man ja sein Auto evtl. auch oder die Solaranlage liefert Strom, dann lädt dies automatisch die Batterie. Dann müsste man dies ja unterbinden und den Akku über Landstrom bei passenden Temperaturen laden. Wie löst man das?

Schöne Grüße
Elke
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27 Mai 2019 08:43 #47 von grizu
Das mit den 0 Grad stimmt und ist u.U. ein Problem. Dieser Akku hat eine Schutzschaltung eingebaut und lädt einfach nicht unter 0 Grad Akkutemperatur. Die meisten anderen LiFePo4 akkus schweigen sich darüber übrigens aus. Nur das deutlich teure LiFeYPo4 ist da besser mit bis zu -20 Grad.

Ich glaube aber, dass das bei mir nicht so häufig vorkommt. Der Akku ist ja bei den Wassertanks eingabaut, die auch frostfrei sein sollten, wenn sie voll sind. Wenn es kalt ist und ich Campen will, wird eh mit der Standheizung vorgeheizt.
Im Kurzstreckenbetrieb im Winter wird der Akku ggf. halt einfach nicht geladen.

Solar habe ich nicht. Hatte ich kürz überlegt. Als ich vor kurzen unseren Nugget gekauft hatte, war noch die orginale Gel von 2010 drin und es war klar, das die hinüber war. Ich hatte die Wahl zwischen neuer Gel mit Solar (notwendig, da wir Laternenparker sind) oder Lithium mit einer Kapazität so dass die nie leer wird.
Ich habe mich für letzteres entschieden. Preislich wäre das etwa aufs gleich rausgekommen. Bei der Solarlösung hätte ich mein Dach aufgebort und sonst was kaputt beim selbsteinbau kaputt gemacht. Bei der Lithiumlösung gibt es hoffentlich keinen Kabelbrand und beim Akkutausch habe ich mir auch keinen Bandscheibenvorfall zugezogen ;-)

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28 Mai 2019 23:38 #48 von nuggetfriend
nuggetfriend antwortete auf Umrüsten auf Lithium-Ionen-Batterie
Hallo zusammen!

Ich habe diesen Thread hier vor einem guten halben Jahr losgetreten und wollte über meine Erfahrungen nach dem Umbau berichten. Das hat leider etwas gedauert, weil wir in den letzten Monaten wenig Zeit für unsere mobiles Zuhause hatten und stattdessen das feste Zuhause umziehen und vor dem Einzug auch umfangreich renovieren mussten. Da stand der Nugget im Wesentlichen ein halbes Jahr nur rum. Um die Batterie habe ich mich in dieser Zeit nicht gekümmert. Der Wagen stand und steht bei uns auf dem Grundstück. Beim alten Zuhause gab es Schattenabdeckung durch das Gebäude. Im Zeitraum Sept. 2018 bis Februar 2019 (Umzug) habe ich ein Mal für einen Tagen ein Stromkabel angeschlossen, weil die Spannung der Ausbaubatterie etwas runterging (um die 11 Volt). Am neuen Standort ist die Abdeckung durch das Haus nicht mehr so stark, seit Februar habe ich nicht mehr zusätzlich geladen und bin auch kaum gefahren. Der Kühlschrank ist immer eingeschaltet.
Vom 11. bis 19.05.19 haben wir es dann doch geschafft, mit dem Nugget auf eine kleine Urlaubsfahrt (Start Nürnberg, Emden / Nordsee, Ruhrgebiet, Edersee, Volkalch / Main und zurück nach Nürnberg) zu gehen. Wir sind jeden Tag mehr oder weniger viel gefahren und haben über Nacht komplett autark gestanden. Das lief bzgl. der Batterie also alles prima.
Letztes Wochenende war ich nochmals allein unterwegs, diesmal aber für unsere Verhältnisse untypisch: Ich bin am Freitag von Nürnberg nach Hattingen gefahren (ca. 6 Stunde Fahrzeit, die Batterie war anschließend vermutlich komplett voll). Anschließend habe ich dort bis heute Morgen 4 ½ Tage autark gestanden und den Wagen keinen Meter bewegt. Vor Ort habe lief der Kühlschrank, sehr häufig das Radio, abends der Fernseher und Beleuchtung, sowie über Nacht div. Ladegeräte. Das ging 4 Tage bestens, also bis Montagabend. Heute Morgen (Dienstagmorgen) war die Batterie aber dann wohl am Ende, die Spannung war (ca. 08:30) auf 10.x abgesackt, und über die Ausbaubatterie ging dann nichts mehr.
Ich habe daraufhin alle Verbraucher ausgeschaltet, und das Solar-Panel hat– bei bedecktem Himmel – bis 11:30 Uhr dafür gesorgt, dass wieder 12.0 Volt zur Verfügung standen, so dass ich die Sat-Anlage für die Rückreise wieder einfahren konnte und Kühlschrank und Radio wieder über die Ausbaubatterie betreiben konnte.
Fazit (aus meiner eher unfachmännischen Sicht): Bereits im Vorfeld wurde in diesem Thread diskutiert, ob eine 50W Solar-Anlage reichen würde. Die Erfahrung ist: Ja und Nein. Nein, wenn die Standzeit regelmäßig mehr als drei Tage beträgt und gleichzeitig im Camping-Betrieb Strom für Licht, Kühlschrank, Radio, etc. gezogen wird. Ja, wenn der Camper nicht genutzt und nicht bewegt wird (kein Wartungsaufwand) oder der Camper bei Nutzung nicht länger als drei Tage steht.
Also auf unsere ganz spezifische Situation bezogen hat sich der Umbau bisher gelohnt: Ich kümmere mich nicht um den Ladezustand der Batterie, wenn der Nugget nicht genutzt wird. Wenn wir auf Urlaubstour sind, stehen wir nie länger als drei Tage an derselben Stelle. Das funktioniert komplett autark im Zusammenspiel mit dem 50 W Solar Panel und der LifePO4. Das (mir lästige) tägliche Ausrollen des Kabels und das wieder Einsammeln und Säubern am nächsten Morgen entfällt komplett. Und wenn wir tatsächlich mal vier Tage oder länger stehen, dann geht das mit Kabel auch in Ordnung – wird aber nur alle Jubeljahre mal der Fall sein.
Bisher habe ich alles richtig gemacht. Bleibt zu hoffen, dass Batterie Solar-Anlage noch ein paar Jahre halten.

Viele Grüße
Udo
- nuggetfriend -


Nugget HD 2011, Silber, 140 PS
AHK, Markise, Rückfahrkamera, LM, Navi, Heckträger, LiFePO4
Solar, Countryman GPS, 24" FlatScreen, Luftfederung, Unterboden und Hohlraum
seit 03/2012 stolze Nugget-Camper, 2er Team
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07 Dez 2019 14:48 #49 von grizu
Ich habe übrigens gerade mal (unfreiwillig) getestet, wie sich so ein leerer LiFePO4-Akku mit dem Trennrelais und so verhält. Im Gegensatz zu Blei oder Gel hat der ja fast keinen Innenwiderstand und nimmt sich an Strom was er kann. Ich hatte befürchtet, dass es direkt beim drehen des Zündschlüssels zu großen Ausgleichsstrom von der Starterbaterie kommt und/oder b) zusammen mit der LiMa eine der zwei 100A (oder 80?) Sicherungen zwischen Aufbabatterie hinten und Starterbaterie vorne gegrillt wird.

Aber, alles es gut. Motor startet und LiMa liefert anfangs 60A die dann nach kurzer Zeit auf ca. 50A fallen. Ich nehme an die Kabel nach hinten haben genug Widerstand, um den Strom zu begrenzen.

Was jetzt übrigens doof gewesen wäre, wäre eine durchgefrorene Batterie in dem Moment, die sich dann weigert den Strom aufzunehmen (meine hat so eine Funktion).

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02 Jan 2020 20:15 #50 von nugget_dir_ein
nugget_dir_ein antwortete auf Umrüsten auf Lithium-Ionen-Batterie
Moin grizu,

neben deinem Malheur, mit dem Entladen, wie sind denn so deine Erfahrungen mit der Robur LiFePo4 nach ca einem halben Jahr?

Wie kommst du mit den 180 AH über die Runden
Wie viel Tage hält der Akku den ohne nachladen...

Da ich länger unbeschwert ohne Stromanschluss stehen und zudem auch noch einen Wechselrichter anschließen möchte, habe ich nach 200 AH Batterien geschaut.

Aber die Robur spricht spricht mein hanseatisches Krämerherz an :P und ist zusätzlich auch von den Abmaßen schön klein. :laugh:

Grüße Uwe

Erst: 2009er HD, 140 PS, tangorot metallic, dann: 2013er HD, 125 PS, avalon grau metallic,
Jetzt: 2009er Big Nugget XL, Winterpaket, Anhängerkupplung, große Dachluken, Rückfahrkamera, Ladebooster...

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