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Ford Nugget Forum

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Erfahrung mit Wintercamping, Wintertauglichkeit

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01 Dez 2019 05:54 #21 von rollschmidts
Hallo , danke für Deine Information.Frage mal : welche Dicke hast bei dem Armaflex verwendet ?
Hg

Nugget plus , EZ 2020,HD,185PS,Automatik,AHK,Nachisoliert wo es nur ging.Markise: Fiama, Luftfederung hinten,Höherlegungsfedern vorne ,Offroadestossdämpfer vorn und hinten .Umgerüstet Lifepo175 AH , Victron Ladebooster , Standby-LaderPro

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01 Dez 2019 11:58 #22 von Sirius999
Hallo PeLe,
ich sehe es ähnlich wie du geschrieben hast.
Aber es gibt das auch in dieser Hinsicht sehr interessante praxisnahe Beispiel von Nigthowl, die bei wirklich tiefem Dauerfrost in Nordskandinavien unterwegs ist und beweist, dass es doch geht. Jedenfalls für eine begrenzte Zeit. Es wäre interessant, bei so einer Tour mal hinter die Verkleidungen zu schauen um zu prüfen, ob, und wenn ja wo, sich da dicke Eisschichten aufgebauen. Es könnte sogar so sein, dass Feuchte im Ansaugtrakt zur Standheizung ausfriert.
Ein interessantes Thema.
LG Sirius

R.I.P. BigNugget, 185 PS, Automatik :-)
„Das deutsche Schicksal: vor einem Schalter zu stehen. Das deutsche Ideal: hinter einem Schalter zu sitzen“ (Kurt Tucholsky)

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01 Dez 2019 14:50 - 01 Dez 2019 15:03 #23 von Nightowl
Danke für den Hinweis auf meinen Trip, Sirius!
Ja, ich war auch die letzten 5 Tage bei dauerhaft unter -10 Grad (nachts meist zw. -12 und -18 Grad) in Südlappland unterwegs. Es ist nichts eingefroren und auch der (kalte) Motor liess sich nach ein paar Sek. Vorglühen sehr gut starten. Die Heizung hab ich durchlaufen lassen. Hab auch gerade mal den Dieselverbrauch pro Tag ausgerechnet. Auf die letzten 3 Tage gerechnet lag dieser bei ca. 6 Liter pro 24 Stunden für die Standheizung, was bei den hiesigen Dieselpreisen ca. 9 € ausmacht. Nicht ganz günstig, aber immer noch besser als Gasflaschen zu schleppen. Strom verbrauche ich pro Tag übrigens ca. 40-50Ah, was sich durch 1,5 - 2h Fahrt wieder aufladen lässt (mit Ladebooster). Hing hier in Nordskandinavien so gut wie nie am Landstrom.
Probleme mit Kondenswasser hab ich übrigens gerade, wo es nicht schneit, überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich habe nur eine Luftfeuchtigkeit von 10-15% und daher Probleme mit meinen Nasenschleimhäuten :(

Mehr Infos zu meinen Wintererfahrungen der letzten 8 Wochen gibts hier in den FAQ's zum autarken Wintercamping . Ich würde dem Nugget eine sehr gute Winterfestigkeit bescheinigen :-) Bei Kastenwagen muss man nach meiner Erfahrung immer genau schauen, wo die Wasserleitungen verlaufen und wie gut sie durch die Heizung vom Frost ferngehalten werden. Hab es selbst in Island schon mit einem Hobby Vantana erlebt, dass bei ein paar Stunden -16 Grad sämtliche Leitungen eingefroren waren.

LG,
Katja

Alleinreisend im Nugget HD, 170 PS, Magnetic-Grau, EZ 05/2018
Letzte Änderung: 01 Dez 2019 15:03 von Nightowl. Grund: Link korrigiert
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01 Dez 2019 22:28 #24 von Sirius999
Hallo Katja,
ich finde deine Erfahrungen in dieser Richtung wirklich sehr nützlich. Mich beschäftigt der Gedanke an eine Reise nach Lappland im Spätherbst/Frühwinter wegen der Nordlichter schon lange.

Jetzt könnte man fast so tollkühn sein, als Ort für das nächste Nordlichtertreffen ganz zünftig Abisko/Lappland vorzuschlagen, im November 2020 :-)
LG Sirius

R.I.P. BigNugget, 185 PS, Automatik :-)
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02 Dez 2019 00:56 #25 von Nightowl
Hallo Sirius,

schön, dass ich dich offenbar weiter "angefixt" habe :)
Ja, so ein Treffen wäre schon was... Bei mir klappt es leider erst 2021 wieder, in den Winter Norwegens zurückzukehren. Aber ich glaube, ich muss da unbedingt wieder hin - obwohl ich noch gar nicht wieder zu Hause bin ;)

LG aus Schweden,
Katja

Alleinreisend im Nugget HD, 170 PS, Magnetic-Grau, EZ 05/2018
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18 Dez 2022 00:05 #26 von Mikado
Da ich nicht so viele Informationen hier im Forum über Erfahrungen mit der Wintertauglichkeit gefunden habe, schreibe ich mal meine auf. Es könnte ja sein, dass dies einige interessiert.

Ich hatte mich bewusst für das HD-Modell entschieden, weil ich eine ganzjährige Nutzung des Fahrzeuges als Alltags- und Arbeitsauto benötige. Da fällt das AD raus, da ohne extra Aufwand nicht wintertauglich und dies dann auch nur auf privaten Grundstücken. Auf meinen Arbeitstouren übernachte ich aber meist auf ruhigen Parkplätzen oder Wohngebieten und da ist das mit dem AD nicht so sinnvoll ;)

Die meisten Informationen darüber, wie das mit dem Nugget bei sehr kalten Bedingungen so geht, hatte ich aus dem Blog von Katja Seidel von ihren Nordkaptouren. In der letzten Woche hatte ich dann auch zwei Nächte/Tage mit -10 Grad und weniger gehabt und so war gespannt, wie sich der Nugget dann so macht. Absolut problemlos muss ich sagen, abgesehen vom rumpeligen Startverhalten des Motors, was ich von modernen Diesel so gar nicht kenne und wohl nicht unbekannt sein soll (sagt die Werkstatt). Abhilfe kennen sie aber keine :ohmy:

Einige Dinge hatte ich frühzeitig dafür schon vorbereitet: Das Fahrerhaus kann durch einen Vorhang abgetrennt werden, einmal zur grundsätzlich einfachen Verdunkelung und dann auch als Kälteschutz. Das funktioniert wirklich ganz hervorragend. Im Sitzbereich und Küchenbereich gibt es dazu einen dicken Teppich, sowie bei Bedarf noch dicke Socken oder auch Lammfell Hausschuhe. Bei der Schiebetür habe ich mit Kompriband den Schlitz zwischen Verkleidung und Einstiegsleiste abgedichtet, sodass keine Zugluft entstehen kann. Wasser habe ich in einfach nachfüllbaren Flaschen dabei, weil mir das Befüllen und entleeren der Tanks im Winter zu umständlich ist. Den vorderen Warmluftausströmer habe ich gegen die höhere 90° Ausführung getauscht und mit einem Reduzierring versehen, damit etwas mehr Warmluft nach hinten kommt. Die Zwangsbelüftungen des großen Dachfensters habe ich rundrum mit Kompriband abgedichtet, weil mich die Zugluft von oben schon im Herbst störte. Zudem ist es damit viel leiser im Bett bei Außengeräuschen. Bei der zweiten kleinen Dachluke hinten habe ich nur die vorderen Öffnungen verschlossen, damit noch ein gewisser Luftaustausch möglich ist. Wenn ich koche öffne ich eh etwas das Dachfenster und das Seitenfenster, um mehr Luftaustausch zu haben. Bei Schlafen habe ich immer eines der Vorderfenster einen schmalen Spalt offen, damit ein geringer Luftdurchzug in Verbindung mit der Dachluke möglich ist. Statt Butan nutze ich das kältetaugliche Propan. Die Batterien werden beim Fahren bis 100% aufgeladen.

Auf den Touren mit Kälte bleibt die Heizung bei mir durchgängig an. Wenn ich arbeitsbedingt nicht im Fahrzeug bin bei 13 Grad, damit nicht alles zu sehr auskühlt und bei Anwesenheit reicht mir die Einstellung auf 18 Grad, weil es real im Sitzbereich wärmer ist. Nachts 16 bis 17 Grad, weil es oben im Bett doch deutlich kühler als unten ist. Gerade auch im Bereich der Nase bleibt es immer fühlbar kühler und daher nutze ich sogar dünne Socken beim Schlafen, wenn es so kalt ist. Die 4 kW-Heizung (ab den Nuggets mit Dometic Display) ist satt dimensioniert und lief nachts relativ gleichmäßig und kaum störend auf niedriger Drehzahl, um die immerhin rund 30 Grad Temperaturdifferenz zu halten. Auch ein ausgekühltes Auto heizt diese Heizung in recht kurzer Zeit zumindest so auf, dass es sich gut angewärmt anfühlt, auch wenn die ganzen Oberflächen noch deutlich länger brauchen, um nicht mehr kalt zu sein.

Der Strombedarf lag abgeschätzt bei etwa 20 Ah pro Tag für das Heizen (entspricht ca. 0,2 Volt Spannungsabfall). Der Kühlschrank bleibt für meine Dinge kühl genug und ist ausgeschaltet. So könnte ich auch bei diesen Temperaturen 3-4 Tage stehen, bevor die Batterien mal wieder geladen werden sollten, was bei mir praktisch aber nicht vorkommt.

Fazit: Der HD ist ein toller Camper auch bei sehr kalten Temperaturen. Ich bin sicher, auch bei -20 Grad und mehr geht das noch ziemlich gut (so die Erfahrung von Katja Seidel). Aber die sind hierzulande doch eher selten anzutreffen.

Erstmals richtig ausprobieren konnte ich auch die Differenzialsperre (Torsenprinzip) in Verbindung mit meinen Ganzjahresreifen auf Schnee und Eis. Absolut beeindruckend fand ich die Beschleunigung, wenn das eine Rad auf eher rutschiger und das andere auf griffiger Fahrbahn ist. Nur beim Bremsen sieht das trotz ABS doch anders aus ... der Weg wird lang

2022 HD+ mit 415Nm Handschaltung. Nachgerechnete ø 8,3 Liter/100km (99% Langstrecke, 95% mit HVO)
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18 Dez 2022 03:32 #27 von Slin
Moin,

im Fahrzeug habe ich auch keine Probleme, aber draußen Ist Camping dann bei mir das Problem: Arsch kalt... Sitzen, auf selbst gepolsterten Campingstühlen draußen, macht null Spaß.
'Rumdrücken' auf'm Weihnachtsmarkt, Glühwein 1-3 machts auch nicht wärmer bei - 3° Außentemperatur..

Es gab mal eine Regel mit meinem T3 Kumpel: Nie unter 20° los, nie bei Regen los,... Das werde ich beibehalten... "Dank" (...?!?) Klimawandel kommt es bei uns in Germanien ja häufiger vor..
😉🏜️🏝️

Nugget HD, Bj. 2017, Ez.06.18, 04.2020 gekauft, 170Ps, 6Gg., Indic-blau, , Schiebetür links (!!!) und rechts, Lenker links. Zölzer mit Laufbohle und aufstellbarer Reeling, Paulchen, 310 ltr. Heckstaukasten VT 310, auf Atera Evo 3, 3m Markise, 2x80Wp Solar, Powerbank 1456Wh 2Kw 455Wh, Jackery 100Wp,
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18 Dez 2022 07:39 #28 von tourneo
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1996 er Tourneo Eigenausbau 68 Pferde, 2006er HD, Postkastengelb , 125 Pferde, 2013er HD Atlantikblau, 140 Pferde, Besatzung 2+2 ,
Hohlraum- Unterbodenversiegelung, Sitzheizung, Front- und Heckkamera, Solarflexmodul, Votronic Booster VCC 1212-30
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18 Dez 2022 08:03 #29 von krischen64
Ich sehe keinen Sternenhimmel :(

Ehemals Nugget HD EZ 3/2018
Seit 8/2025 Eigenausbau Big Nugget Allrad Sperre 845 Wp + Tasche 400 Wp 2x 304 Ah Eigenbau 3 kw Wr 2x Iduktion Hubbett Dusche etc

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18 Dez 2022 09:24 #30 von Dolomiti
Minus 11 Grad, im AD.
Funktioniert.





LG, Maddin

Ford Nugget AD 2,2L bis 01/2023 Neu Pössl RoadCamp 540R Citroën 2,2L

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