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Solaranlage auf dem Nugget

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26 Apr 2026 10:40 - 26 Apr 2026 12:09 #21 von Combatmuffin
Combatmuffin antwortete auf Solaranlage auf dem Nugget
Zweiter Schritt: Solarkabel verlegen

Im zweiten Teilschritt des Solarprojektes im Nugget habe ich die Photovoltaikkabel verlegt. Die Schwierigkeit dabei war, die Kabel in der B-Säule unterzubringen. Ich zeige hier noch mal die einzelnen Schritte mit entsprechenden Bildern.

Ausgangspunkt für die Verlegung der Solarkabel ist der Controller SC330 von Dometic. Den habe ich unter dem Beifahrersitz auf der rechten Seite verbaut. Das weiße Klettband mit Industriekleber sieht man im Hintergrund. Die Kabel habe ich auf dem Bild beschriftet und bis auf einen Minus-Anschluss (brauche ich für meinen Aufbau laut Anschlussplan von Dometic nicht) sind auch alle belegt. Die Solarkabel mit 6mm Durchmesser habe ich mit PV-beschriftet.


Im nächsten Bild sieht man noch mal den Beifahrersitz von oben und den Weg der PV-Kabel sowie des Kabels zur Starterbatterie. Alle drei Kabel verlassen den Sitz Richtung Fahrersitz unter der Fußbodenleiste zwischen Parkett und Tepppch.


Links hinten am Fahrersitz ist dann der Ausgang der Kabel. Sie müssen in der B-Säule nach oben geführt werden.


Dazu hebelt man die untere Gurtabdeckung vom Boden nach oben ab, vorher die obere Kante etwas nach vorne lösen. Ich habe dazu Karosseriewerkzeug zum Entfernen der Verkleidung benutzt, also hier einen Plastikheber.


Von der Seite betrachtet sieht man dann, wo die Kabel vom Sitz unter die Verkleidung müssen. Unter dem Metallrohr durchschieben und vorsichtig hinten vorbei. Anschlusskabel von Gurtstraffer beachten!


Als nächstes kommt der Türgummi der Fahrertür ab. Von der Lücke aus, kann man dann mit einer Taschenlampe innen die Clips erkennen. Dort mit dem Spezialwerkzeug ansetzen, nicht einfach dann ziehen.


Die zweite Abdeckung der B-Säule geht bis zur oberen Gurtabdeckung. Sie überlappt die obere Abdeckung und muss von der Tür her gelöst werden. Ich bin dann von oben nach unten vorgegangen. Die Clips habe ich mit einem langen Werkzeug, das wie ein Stemmeisen aussieht, gelöst. In dem folgenden Bild sieht man Clips, die fest an der Abdeckung dran sieht. Sie sorgen für die richtige Führung und sind einfach aufzuhebeln gewesen.



Hier sieht man jetzt die offene Abdeckung der B-Säule. Der obere linke Klipp aus Metall ging auch einfach zu lösen. Weiter unten befinden sich zwei weiße Plastikklips, die auf einem Sockel aufgesteckt sind. Der linke ist mir beim Abhebeln kaputt gegangen. Am besten gleich vorher bei Ford bestellen. Ich hab ihn dann mit Sekundenkleb wieder soweit am Sockel befestigen können, damit die Verkleidung wieder hält.


Auf dem nächsten Bild sieht man, wie ich das Kabel verlegt habe. Vorne ist bereits das Stromkabel für die LED-Lampen im Dach. Direkt daneben habe ich meine beiden PV-Kabel gelegt. Ich habe mich dabei an der Vorgehensweise von Ford bzw Westfalia orientiert. So wie das Stromkabel für die LED habe ich auch meine Solarkabel mit Textilband umwickelt und mit einem Schaumstoffklebeband festgeklebt, in der Hoffnung, dass dann nix mehr klappert. Zusätztlich sieht man noch eine Halterung mit Spezialkabelbinder. Diese habe ich verwendet, um die schweren Solarkabel zusätzlich zum Klebeband zu fixieren. Die Befestigung von mir sieht man auch auf dem übernächsten Bild.



Hier noch mal der defekte Clip, den ich mit Sekundenkleber geflickt habe. Die Plastikscheibe ist gebrochen durch das Aufhebeln. Am besten im Vorfeld von Ford welche bestellen.


Hier sieht man, wo der Clip einfach aufgesteckt wird:


Die obere Abdeckung der B-Säule wird von oben nach unten geschoben, nachdem man die Schraube (7er-Nuss) unten gelöst hat. Man sieht die Schraube nicht auf dem Bild, aber sobald man das Mittelteil der B-Säule entfernt hat, ist das eigentlich klar ersichtlich. Der obere Teil war kein so ein Problem, wie der Mittelteil, einfach oben gesteckt und mit der einen Schraube unten befestigt. Die Clips sind einfacher und robuster, als die im Mittelteil. (Der Fleck oben auf dem Dachhimmel war schon bei Auslieferung. Vermutlich ist da auch das Loch der LED-Durchführung. Den Dachhimmel hab ich nicht entfernen müssen, da ich die Kabel mit der Kabelschlange durchgezogen habe.)


Im letzten Schritt oben im Aufstelldach auf der linken Seite die Matratze anheben (also das Fußteil). Dort befindet sich ein Auslass für die LED-Beleuchtung. Dadurch kann man dann mit einer Kabelschlange (eine Einziehhilfe für Installationsschächte) die Solarkabel die letzten 20cm hochziehen. Bohren war nicht nötig, das Loch und der darin befindliche Gummi waren groß genug für meine Solarkabel mit 6mm. Die Ummantelung hab ich nach dem Durchziehen dann noch ergänzt.


Der Rückbau ging einfach. Obere Abdeckung oben einstecken und unten festschrauben. Festdrücken. Dann Mittelabdeckung festdrücken. Darauf achten, dass die Clips auch in dir Löcher rutschen. Idealerweise zu zweit, einer leuchtet mit der Taschenlampe hinter die Abdeckung. Die untere Gurtabdeckung wird einfach von oben nach unten aufgeschoben und rastet dann hörbar ein.

Wichtig: Die Verkleidung kann nicht vollständig entfernt werden, ohne die Gurte abzuschrauben. Das habe ich auch bewusst vermieden. Am besten zu zweit arbeiten, einer hält die Verkleidung und ggf. Taschenlampe, der andere fummelt.) Im dritten und letzten Schritt sollen die Module aufs Dach. Dazu mehr dann, wenn ichs geschafft habe.

Nugget Active L1 AWD, 170PS, AD, Schlechtwegepaket 2, Technologiepaket 6, 2026. Sein Name: Fordperfect. (Anspielung an die Figur "Ford Prefect" aus dem Hitchhikers Guide)

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26 Apr 2026 11:35 #22 von TBLD
TBLD antwortete auf Solaranlage auf dem Nugget
Danke für die Dokumentation, so habe ich es auch gemacht - leider auch inklusive der gebrochenen Clips... Was ich jetzt nicht so deutlich gesehen habe, ich aber etwas frickelig fand, ist, dem Kabel für die LED Leuchte oben in der B Säule zu folgen und hinter dem Airbag vorbei zu führen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Funktion des Airbag erheblich eingeschränkt ist, wenn das Kabel vorne vorbei geht.
Viel Spaß beim Basteln!
Thorsten

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26 Apr 2026 12:34 #23 von Combatmuffin
Combatmuffin antwortete auf Solaranlage auf dem Nugget
Hmmm.... du hast recht, Thorsten. Den Dachhimmel hab ich nicht weggemacht. Also den Stoffteil über der Gurtabdeckung, der in den Dachhimmel übergeht. Dahinter ist der Kopfairbag (den Seitenairbag hab ich in der B-Säule gesehen). Ich bin beim Verlegen grundsätzlich immer dem LED-Kabel gefolgt, und hab die Solarkabel auch dort ganz auf der rechten Seite mit Hilfe der Kabelschlange reingeschoben bzw. gezogen. Abgemacht und reingeschaut hab ich den Dachhimmel aber nicht. Das werd ich wohl nächstes Wochenende angehen, wenn ich mit den Solarmodulen anfange. Dann kann ich auch gleich die kaputten bzw. geflickten Plastikclips austauschen. Bei dir sind ja auch welche kaputt gegangen. Hast du sie nachbestellt und zufällig eine Teilenummer von Ford? Wie hast du den Dachhimmel abbekommen? Ich vermute ja eine Schraube unter dem Airbag-Schild...

LG Claus

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26 Apr 2026 15:43 - 26 Apr 2026 15:45 #24 von Combatmuffin
Combatmuffin antwortete auf Solaranlage auf dem Nugget
Hi Thorsten,

die Airbags sind mir nicht aus dem Kopf gegangen (deshalb auch Kopfairbag :-)) und ich hab den Dachhimmel ein Stück weit abgenommen. Ging mit zwei Klemmbolzen, wenn man das Bett vom AD hochklappt. Siehe Bild.


Kurzer Blick hinter die Verkleidung zeigt den aufgerollten Airbag. Meine Kabel sind nicht in Sichtweite, also wohl vor dem Airbag, wie du befürchtet hast.


Kabel noch mal gezogen, bis sie in Sichtweite waren, dann von unten kommend am Rahmen der B-Säule sicherheitshalber fixiert. Zuerst mit den Kabelbindern, dann mit Klebeband für die Dampfsperre (hält garantiert) und abschließend noch mit Schaumstoffklebeband, dass nix klappert. Auf den Fotos sieht man es nicht so gut, aber wenn man von der Seite reinschaut, dann sieht man, dass die beiden Solarkabel links am Airbag vorbei zu den Kabeln oben gehen. Damit dürften sie dem Airbag nicht mehr im Weg sein.




Danke noch mal für deinen Tipp, LG Claus

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04 Jun 2026 16:22 - 04 Jun 2026 16:33 #25 von Combatmuffin
Combatmuffin antwortete auf Solaranlage auf dem Nugget
Module auf dem Dach installieren:

Für den dritten und letzten Schritt hab ich mir etwas Zeit gelassen und ganz fertig bin ich auch noch nicht. Natürlich habe ich mir vor der Installation der Module Gedanken gemacht und auch Anregungen hier im Forum mitgenommen. Freilich hab ich mich auch umgeschaut, wie andere Camper ihre Solaranlage aufs Dach machen. Besonders angetan hat es mir Lösung von Califaktur für den T5 / T6. Die Module werden mit passenden Fittingen in den Dachschienen des VW-Busses ohne Kleben angebracht ( Hier das Video dazu ). Aber auch das Video vom Nugget-Store hat mich getriggert ( Hier der Link ).

Ich hab mich dann auch für die von Olli vorgestellten Produkte entschieden, Büttner Flat Module mit dem Dometic SC330 Laderegler. Er bietet im Vergleich zu vielen anderen Controllern von sich aus die Möglichkeit, die Starterbatterie mitzuladen, wie Olliver in dem oben verlinkten Video das auch beschreibt. Allerdings hab ich mich dann doch für 2 kleinere Flatmodule entschieden und nicht für das von Olliver vorgestellte große Flat Q (das ist nicht nur größer, sondern auch quadratischer). Gründe für die zwei Module waren:
1) Redundanz bei Verschattung oder bei Defekt eines Moduls und ...
2) Gewölbte Dachfläche des AD: Wenn man mal eine lange Wasserwage aufs Dach legt, dann sieht man, dass es doch mehrere Zentimeter gewölbt ist. Und zwar nach vorne und nach den Seiten. Ein großes quadratisches Modul ist durch die beiden Wölbungen schwieriger anzubringen, als zwei einzelne.

Folgende Fragen mussten nun noch im Vorfeld geklärt werden:
1. Module verkleben oder verschrauben
2. Module quer oder längs
3. Anschlussdose innen oder außen

Zur ersten Frage: Auf dem Aufstelldach sollte meiner Meinung nach die Solaranlage allein schon wegen dem Gewicht und der Aufbauhöhe (deshalb fährt man ja AD) verklebt werden. Eine interessante Alternative hat TLDB aufgezeigt ( Link ). Er hat die Module auf Schienen geklebt und diese in die Dachträger geschraubt. Also ähnlich wie die oben erwähnte und verlinkte Lösung von Califaktur. Ausschlaggebend für meine Vorgehensweise waren jedoch das Video ( Video ) von Friendship und der Tipp von xpilot hier im Forum.
Im Video werden genau meine Module auf einem T6 verbaut. Und zwar einmal auf Schienen und einmal verklebt. Ab Minute 6 zeigt Friendship in seinem Video zunächst die Montage eines Moduls mit Aluprofilen, so wie es auch TLDB gemacht hat. Das zweite Modul wird jedoch verklebt. Interessant dabei: Sein T6 ist foliert! Und da bin ich wieder beim Tipp von xpilot, der mir zu Lackschutzfolie geraten hat. Ich möchte jetzt hier keine Diskussion darüber aufmachen, ob man unter Solarmodule eine Lackschutzfolie machen kann, dazu gibt es schon genug Meinungen. Friendship hat in seinem Video die Folie soweit eingeschnitten, dass die Sikaflex-Verklebung ausreichend Kontakt zum Dach ohne die Lackschutzfolie hat. Der Rest ist jedoch durch die Lackschutzfolie geschützt. Muss man sich anschauen. Für mich ist diese Vorgehensweise der ideale Kompromiss. Sollte das Modul doch einmal ausfallen, kann man es durch die definierten Verklebungsflächen (übrigens hat sich Friendship hier ziemlich penibel an die Vorgaben von Büttner gehalten, auch wenn das Video etwas lässig wirkt). Mit entsprechendem Werkzeug wieder entfernen. Und der Rest der Dachfläche ist durch die Lackschutzfolie geschützt.

Die zweite Frage: Ollvier vom Nugget-Store zeigt in seinem Video die Montage des Moduls mit der Anschlussdose nach vorne. TLDB hat die Module jedoch quer drauf gemacht und den Durchgang nicht über die typische Kabeldurchführung (liegt im Büttnerset dabei) realisiert ( hier im Forum ). TLDB hat die Verkabelung durch den Dachträger geführt. Vorteile liegen auf der Hand: Niedriger Aufbau, kein Loch mitten im Dach, Loch ist außerhalb des Innenraumes und kann an einer geeigneten Stelle eingeführt werden. Außerdem bietet die Dachreling verschiedene Möglichkeiten mit geeigneten Schraubenadaptern z. B. eine Verteilerdose zu installieren.

Da wären wir auch schon bei der dritten Frage: Meine Installation soll möglichst keine Verteilerdose und so wenig Kabel wie möglich im Außenbereich haben. Also vom Modul aus direkt in das Dachinnere. Verteilerdose soll möglichst klein im Dachinneren sein. Das ist schwierig, da die Platzverhältnisse beschränkt sind und sehr schwer abzuschätzen ist, wieviel Platz der Faltmechanismus des AD benötigt. Die Kabel sollten auf keinem Fall den Faltmechanismus einschränken oder durch das Aufklappen einem Verschleiß unterliegen. Aus diesen Gründen hab ich mich anders als TLDB für eine Kabelverbindung außerhalb des Faltenbalgs entschieden. Und zwar möglichst weit vorne vom Aufstelldach, wo wenig Stoff zum Einfalten stören könnte. Der erste Gedanke war ganz vorne (Foto), wo auch die Zusammenführung des Faltenbalges ist.


Dort wäre auch am meisten Platz für eine Verteilerdose. Denn die Dose sollte geschützt unter dem Dach sein, also am besten direkt nach der Dachdurchführung. Vorne ist jedoch das AD sehr dünn und ich wollte kein Loch dort bohren, zumal unter dem Dach nur Verkleben für die Anschlussdose in Frage gekommen wäre. Anders sieht es an der vorderen Seite des ADs aus. Dort befindet sich Die Metallplatte des Scharniers, ideal um eine Anschlussdose zu befestigen.


Auf dem Foto sieht man auch ganz gut den Verlauf der Dachschiene auf dem Aufstelldach. Vorne, wo das Scharnier ist, ist das Dach etwas dünner, gerade mal 8,2mm. Das ist ideal für eine Durchführung mit verschraubbaren PG-Stopfen, wie sie im Elektrobereich üblich sind. Aber auch nicht zu dünn.

In den kommenden Tagen lade ich hier meine Projektbeschreibung mit ein paar Fotos hoch.

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Letzte Änderung: 04 Jun 2026 16:33 von Combatmuffin. Grund: Formatierungsfehler
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04 Jun 2026 17:28 #26 von Combatmuffin
Combatmuffin antwortete auf Solaranlage auf dem Nugget
Nun sollen die Module auf das Dach. Dazu müssen sie aus der Verpackung und auf dem AD platziert werden, damit ich ihre Position genau anzeichnen kann. Am besten gleich mit Klebeband markieren. Ich habe die Module mit dem Originalkarton abgedeckt, dass sie beim Rumhantieren nicht verkratzt werden, aber vor allem, damit ich nicht doch beim Anschließen der Kabel eine gewischt bekomme.


Als das erste Modul dann auf dem AD lag ist hab ich doch noch mal die Position geändert und beide Module weiter hinten positioniert, denn auf den ersten 30 Zentimetern ist das AD stärker gewölbt als auf dem Rest der Dachfläche.


Die Kabel der Solarmodule sollen in der Rinne des Dachträgers nach vorne geführt werden. Dazu hab ich mir erst aus einem Aluprofil mit 25mm und 4mm Stärke Fittinge gebastelt, die in der Schiene das Solarkabel festhalten sollten. Dabei hab ich aber noch eine bessere Idee gehabt, und zwar mit Gummi in der selben Stärke und mit 30mm Breite


Damit müsste es möglich sein, die Solarkabel unter dem Gummi zu führen. Der erste Test sieht vielversprechend aus.


Als nächstes hab ich Lackschutzfolie zurechtgeschnitten, so wie auf dem Karton vorgezeichnet. Die Schlangenlinien auf dem Karton soll später die Sikaflex-Verklebung mit Sika 554 darstellen. Die Flächen sind mit Lackschutzfolie geschützt. Das macht es wesentlich einfacher, die Module später mit einem Schneidedraht abzumachen, ohne die ganze Dachfläche zu verkratzen. Die Verklebung bleibt dann an den definierten Flächen. Die ganze Dachfläche zu folieren und dort dann die Module auf die Folie aufkleben hab ich aus Sicherheitsgründen nicht gemacht. Auf dem zweiten Foto sieht man, wo das Modul später aufgeklebt sein soll und wenn man genau hinschaut, sieht man auf dem dritten Foto auch die Schutzfolie und die freien Flächen, wo die Sikaflexverbindung hin soll.




Die Sikaflexwurst soll ca. 8mm dick sein. hab dazu die Tülle mit einer Einkerbung versehen. Vor der Verklebung Rückseite der Module sowie die Klebefläche auf dem Dach mit dem Aktivator von Sika entsprechend der Anleitung behandelt. Wurst gezogen und drauf mit dem Modul.



Da das Dach doch eine gewisse Wölbung hat, hab ich wie in der Anleitung beschrieben, die verklebten Module an allen Ecken beschwert (die Anleitung erwähnte Tüten mit Sandfüllung, hab mich aber der Verfügbarkeit halber für Grillkohlesäcke entschieden). Das ganze noch mal abgedeckt und 48 Stunden stehen lassen.



Dann kommt die Sikafuge 522 um die Module herum. Also nicht mit einem Kleber, sondern mit einem Dichtmaterial. Ähnlich wie Silikon. Schützt die Verklebung und sieht - wenn es richtig gemacht ist - richtig gut aus. Dazu hab ich Modul und Dachflächen abgeklebt. Fuge gezogen. Eingesprüht mit Wasser-Spüli-Mischung und mit einem Silikonrakel abgezogen. Das Zeug ist sehr schnell angezogen, nach 20 Minuten hatte ich bereits Probleme, die Klebebänder abzubekommen. Die Klebereste muss ich dann noch wegmachen, wenn die Fuge durchgetrocknet ist.




Weitere Bilder und die Verkabelung kommen in den nächsten Tagen.

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16 Jun 2026 17:47 #27 von Combatmuffin
Combatmuffin antwortete auf Solaranlage auf dem Nugget
Verkabelung auf und unter dem Dach:
Wie oben bereits beschrieben, soll sich auf dem Dach keine Verteilerdose und so wenig Kabel wie möglich befinden. Kabellängen möglichst kurz, andererseits aber auch nicht zu eng oder gar geknickt. Der Aufbau sollte möglichst flach und unauffällig sein. Ich hab das dann so umgesetzt:


Vom PV-Modul geht das Kabel direkt ohne Knick Richtung Dachträger. Das Kabel ist mit einem Geflechtschlauch ummantelt und wird an der Dachreling von einer Kabelschelle gehalten. Dafür habe ich ein kleines Gewinde (M4) in die Dachreling geschnitten und die Kabelschelle mit einer Schraube (beides Edelstahl) fixiert. Dann geht das Kabel weiter in die Dachreling, wo es von einem passenden Gummiprofil gehalten wird. Das Gummiprofil (4mm dick und 30mm breit) ist extra für den KFZ-Bedarf und dürfte ein Autoleben lang halten. Zur Sicherheit habe ich es jedoch am Anfang und am Ende mit etwas Sikaflex verstärkt. Die Dachdurchführung ist im vorderen Bereich des AD und sieht folgendermaßen aus:


Man sieht auch hier ganz gut die Sikaflex-Verstärkung am Ende und den Gewebeschlauch. Diesen habe ich am Knickschutz zusätzlich mit wetterbeständigem Isotape umwickelt, mal sehen, wie lang das hält. Den Knickschutz finde ich persönlich etwas „dominant“ auf dem Dach und das Kabel hätte bestimmt einen noch engeren Radius vertragen. Ich wollte jedoch auf sicher gehen, auch wenn es optisch doch etwas auffällt. Die Dachdurchführung habe ich lange gesucht, es ist eine WISKA Verschraubung, UV und wetterbeständig, mit Gegenmutter, Dichtung, M12x1,5 lang Polyamid (PA) Gewindelänge 15,0mm. Fündig geworden bin ich beim Steckerexpress (stex24.com). Wichtig war die Länge des Gewindes. Das GFK misst zusammen mit dem Dachträger 8,5mm und ist damit zu stark für die normalen Gewinde (ca. 8-10mm). Außerdem wollte ich einen Knickschutz haben.

Die Dachdurchführung habe in drei Etappen gebohrt, letzter Bohrer 12mm. Unten abgeklebt wegen ausfransen und anschließend mit Sikaflex eingeschmiert. Auf dem nächsten Bild sieht man die Kabeldurchführung von unten mit dem schwarzen Sikaflex. Das Solarkabel habe ich unter dem AD nicht mehr mit Gewebeschlauch versehen.


Das Solarkabel läuft dann auf einem Aluprofil mit entsprechenden Bohrungen weiter zu einer Verteilerdose. Von der anderen Seite kommt das zweite Solarkabel und mittig aus der Verteilerdose geht ein Solarkabel in den Innenraum zu der Kabeltasche von Westfalia.

Im Innenraum sieht das dann so aus:


Das Solarkabel kommt von außen über ein 8mm Loch im Aluprofil des Faltenbalgs. Das Kabel hat hier noch mal etwas Isolierband und einen Gewebeschlauch spendiert bekommen. Die Tasche, in der das Kabel verschwindet ist so schon von Westfalia da gewesen, dort läuft das Kabel für die USB-Beleuchtung im AD. Und vermutlich auch die Kabel, wenn man den Nugget mit Werks-Solaranlage bestellt. In dem Kabelsack hab ich das Solarkabel von den Modulen an zwei dicke 6mm starken Solarkabeln gelötet, die ich bereits von unten über die B-Säule hochgelegt hatte. Man sieht hier auch gut, die bereits vorhandene Durchführung vom Dach zur B-Säule.

Die einzelnen Schritte werde ich in den nächsten Wochen noch näher ausführen. Gerne könnt ihr auch fragen, wenn ihr ein Bauteil genauer sehen wollt oder einen Link braucht.

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29 Jun 2026 16:26 #28 von Combatmuffin
Combatmuffin antwortete auf Solaranlage auf dem Nugget
Ich zeig euch hier noch ein paar Details über die Dachdurchführung und die Verteilerdose unter dem Dach. Dafür hab ich am meisten Hirnschmalz investieren müssen, denn die Verteilerdose sollte einerseits klein genug sein, um den Faltenmechanismus nicht zu stören, andererseits soll darin ja die Paralellverkabelung der beiden Module passieren. Folgende Dosen habe ich der Reihe nach ausprobiert und mich am Ende nach einigen Tests für die kleinste entschieden.


Die Bohrung habe ich von oben durch die Aluschiene des Dachträgers vorgenommen. Zuerst mit einem kleinen Bohrer (4mm), dann 8, dann 12. Unten abgeklebt, damit das GFK nicht ausfranst.


Die oben beschriebene Wiska-Verschraubung passt mit den 15mm Gewindelänge perfekt. Das Loch hatte an der Stelle eine Tiefe von 8,2mm. Also noch genug Gewinde für Unterlagscheibe und Mutter.


Für die Aufnahme der Verteilerdose wollte ich auf keinen Fall ins GFK bohren. Stattdessen soll die Dose mit einem selbst gebauten Adapter auf die vorhandenen Schrauben des Klappscharniers montiert werden. Hier zwei Bilder von der Stelle, wo der Adapter hin soll und ein erster Prototyp (Aluprofil 40mm, 4mm stark)



Auf den nächsten Bildern sieht man die Montage des Adapters mit dem Verteilergehäuse. Darin werden die beiden Kabel der Solaranlage (+ / -) mit dem Kabel runter zum Solarregler angeschlossen. Das Kabel nach unten geht durch das Aluprofil des Faltenbalgs, den ich mit etwas Sikaflex Dichtmasse behandelt habe. In der Box sind Standard Wago-Klemmen 221. War kein Spaß, eng und fummelig, aber dafür langfristig keine Beeinträchtigung des Faltmechanismus.



So sieht das dann aus der Nähe aus



Und so aus der Ferne.


Und so von oben.

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17 Jul 2026 17:39 - 17 Jul 2026 18:20 #29 von xspeed
xspeed antwortete auf Solaranlage auf dem Nugget
Hallo,

ich möchte eine weitere Alternative für Solar auf dem Klappdach vorstellen!

Leider war ich etwas zurückhaltend bei der Bestellung und habe auf Solar verzichtet!

Nach vielen Überlegungen habe ich mich für eine Variante ohne Verklebung auf dem Klappdach entschieden. Hintergrund! Ich habe eine Klappdächer anderer Hersteller gesehen, die durch die Verklebung gerissen sind und dadurch teilweise undicht wurden. Garantieanspruch ade!!

Meine flexiblen Solarpanel wurde verschraubt und lediglich im Frontbereich wurde das Tuch an der Tasche leicht geöffnet.

Ich möchte nicht ins Detail gehen.
Kurze Beschreibung: 2 Büttner flexible Panels 980 x 980 mm. Jeweils 3 abgekantete Aluplatten ca. 80 x 1350 x 3mm, Außen mattschwarz foliert, Unterseite mit einem Band vom Trockenbau beklebt um Kratzer zu vermeiden. Solarplatten auf die Aluplatten geklebt und an der C-Schiene vom Dach verschraubt. Solarkabel durch die vordere Tasche gezogen und an der linken B-Säule nach unten verlegt. Überkreuzt mit den beiden Aufbaubatterien verbunden. Solarregler an die linken Außenseite der Fahrersitzkonsole angeklebt.
FERTIG!





























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Letzte Änderung: 17 Jul 2026 18:20 von norge. Grund: Klick auf 'Anhang' und 'Einfügen' - Grüsse norge ;-)
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28 Jul 2026 15:16 - 28 Jul 2026 15:45 #30 von Wippi
Wippi antwortete auf Solaranlage auf dem Nugget

Ich würde mir auch gerne ein "Votronic Standby Lader, 12V" einbauen.
Laut Anleitung muss die Verkabelung wie nachfolgend beschrieben erfolgen. ...

... Für genaue Bilder bzw. eine Anleitung und eure Meinung würde ich mich sehr freuen.

Ps.: Bei mir ist die werksseitige PV-Anlage verbaut.

Hallo zusammen,

kurzes Update zum Thema Standby-Lader: Das Thema hat sich bei mir inzwischen erledigt.

Am Wochenende habe ich den Battery Guard aus meinem alten Auto in den Nugget eingebaut, um zu beobachten, was die Starterbatterie macht. Der Battery Guard zeichnet unter anderem alle zwei Minuten die Batteriespannung auf.

Und siehe da: Die werkseitige PV-Anlage lädt die Starterbatterie bereits mit. Ich selbst habe keinen Standby-Lader nachrüsten lassen.

Entweder war bei meinem Neuwagen bereits ab Werk ein Standby-Lader verbaut oder Westfalia hat die werkseitige PV-Anlage entsprechend so ausgelegt, dass auch die Starterbatterie mitgeladen wird.

Vielleicht ist diese Information ja auch für andere interessant.

VG Wippi

Ford Nugget L2 Active, V710, 2,0 ltr, 125 kW, AWD, AD, Bj. Basisfahrzeug 07/25, Bj. Westfalia-Ausbau 09/25, EZ 03/26, Schiebetür re/li, gr. Kleiderschrank, Westfalia-PV, abnehmbare AHK, Räder 19", zGG 3300 kg, Stützlast 80 kg
Letzte Änderung: 28 Jul 2026 15:45 von norge. Grund: Vollzitat gekürzt - Grüsse norge

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