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Ersatz für die Exide ES1600 Batterie
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03 Jun 2026 08:47 #21
von BodenseeNugget
Unser Nugget: Ford Nugget HD, MK7, Modell 2013, EZ. 04/2014, 140PS, Euro5, Farbe: Panther Schwarz met.
🔨Meine Umbauten am BodenseeNugget🔧 Auch für die neuen Modelle interessant 😉
BodenseeNugget antwortete auf Ersatz für die Exide ES1600 Batterie
Hallo Elisa,
wäre doch eine Option, die Firma Eco-Worthy geistert schon seit Jahren bei Amazon herum. Wären die so schlecht, wären sie vermutlich auch schon wieder verschwunden 🤷🏼. Und Strom kann man gar nie genug haben 😂👍🏼. Dann kann man sich unter Umständen auch die LiPo-Heizung sparen, da die Kapazität so groß ist, dass die Zeiten, in denen die LiPo unter 0 Grad ist, locker überbrückt werden können. So ist es zumindest bei mir mit 313 Ah.
Als ich mich für den Wechsel auf eine LiPo entschieden habe, haben solche Kapazitäten noch ein Vermögen gekostet, daher hatte ich mich dann für den Selbstbau einer LiPo entschieden. Einen Bericht darüber gibt es in meinen Umbauten. Mein Ziel war damals: größtmögliche Kapazität ins Loch zu bringen, Abmessungen und Polanordnung selbst bestimmbar, beste Qualität der Einzelkomponenten gezielt wählbar – und das für unter 600 € (Materialkosten).
Das einzige Problem, das ich bisher hatte, war selbst verschuldet und passierte mir im Februar dieses Jahres. Ich hatte zu viele kleine Ströme an, welche nicht vom SOC erfasst worden sind. SOC ist die Prozentanzeige der LiPo, abgekürzt für State of Charge (Ladezustand), und wird vom BMS errechnet. Es misst dabei, was rein- und rausgeht. Allerdings hat dies nach unten eine Grenze: Ströme von 0,0... irgendwas sieht es nicht mehr, sie gehen aber trotzdem raus aus der LiPo. Wenn man dann sehr lange nicht mehr gefahren ist und der Nugget warm war (und somit die LiPo über 0 Grad), dann wird dieser Verlust teils über Monate nicht ausgeglichen. So wie bei mir: Der SOC zeigte immer noch 95 % voll an, war aber tatsächlich bei vielleicht 35 %. Dann für 5–6 Tage Wintercamping gemacht und Strom verbraucht, als gäbe es kein Morgen mehr – ich hatte ja „95 %“. Irgendwann ist mir aber die niedrige Spannung aufgefallen, und die lügt nie. Ich habe dann die Spannung zum SOC selbst mal ausgerechnet – das muss man bei LiPo mit drei Stellen hinter dem Komma machen – und gesehen, dass sie bereits bei ca. 15 % war. Dies ist aber der absolute Worst Case, und es braucht mehrere Faktoren, damit es so kommt: lange Zeit unter 0 Grad, Fahrzeug wird lange nicht oder nur auf sehr kurzen Strecken bewegt, dauerhaft kleine Verbraucher usw.
Damit mir das nicht noch einmal passiert, habe ich mir eine Tabelle zum Ablesen gemacht. Diese spiegelt genau die Berechnung wider, die ich damals zur Not von Hand gemacht hatte. Mit Hilfe von KI habe ich zusätzlich dann noch den exponentiellen Verlauf der Spannung mitgegengerechnet.
Was bei einer LiPo für uns Camper im Vergleich zu einem Gel-Akku ziemlich genial ist: Er hält die Spannung fast die ganze Zeit bei 12,8–13,3 V. Da aber der Spannungsunterschied zwischen fast voll und fast leer so gering ist, muss die Umrechnung auf den SOC auch so genau sein.
Diese Tabelle stelle ich übrigens auch in meinen Umbauten jedem als PDF zur Verfügung.
Ich hoffe, du kommst bei dem ganzen Technik-Gedöns noch mit... 🙈😂.
Ist aber alles recht interessant, wenn man ein bisschen die Grundlagen kennenlernt. Und du kommst ja aus Köln, der Heimatstadt der Sendung mit der Maus 😁.
Viele Grüße
Michael
wäre doch eine Option, die Firma Eco-Worthy geistert schon seit Jahren bei Amazon herum. Wären die so schlecht, wären sie vermutlich auch schon wieder verschwunden 🤷🏼. Und Strom kann man gar nie genug haben 😂👍🏼. Dann kann man sich unter Umständen auch die LiPo-Heizung sparen, da die Kapazität so groß ist, dass die Zeiten, in denen die LiPo unter 0 Grad ist, locker überbrückt werden können. So ist es zumindest bei mir mit 313 Ah.
Als ich mich für den Wechsel auf eine LiPo entschieden habe, haben solche Kapazitäten noch ein Vermögen gekostet, daher hatte ich mich dann für den Selbstbau einer LiPo entschieden. Einen Bericht darüber gibt es in meinen Umbauten. Mein Ziel war damals: größtmögliche Kapazität ins Loch zu bringen, Abmessungen und Polanordnung selbst bestimmbar, beste Qualität der Einzelkomponenten gezielt wählbar – und das für unter 600 € (Materialkosten).
Das einzige Problem, das ich bisher hatte, war selbst verschuldet und passierte mir im Februar dieses Jahres. Ich hatte zu viele kleine Ströme an, welche nicht vom SOC erfasst worden sind. SOC ist die Prozentanzeige der LiPo, abgekürzt für State of Charge (Ladezustand), und wird vom BMS errechnet. Es misst dabei, was rein- und rausgeht. Allerdings hat dies nach unten eine Grenze: Ströme von 0,0... irgendwas sieht es nicht mehr, sie gehen aber trotzdem raus aus der LiPo. Wenn man dann sehr lange nicht mehr gefahren ist und der Nugget warm war (und somit die LiPo über 0 Grad), dann wird dieser Verlust teils über Monate nicht ausgeglichen. So wie bei mir: Der SOC zeigte immer noch 95 % voll an, war aber tatsächlich bei vielleicht 35 %. Dann für 5–6 Tage Wintercamping gemacht und Strom verbraucht, als gäbe es kein Morgen mehr – ich hatte ja „95 %“. Irgendwann ist mir aber die niedrige Spannung aufgefallen, und die lügt nie. Ich habe dann die Spannung zum SOC selbst mal ausgerechnet – das muss man bei LiPo mit drei Stellen hinter dem Komma machen – und gesehen, dass sie bereits bei ca. 15 % war. Dies ist aber der absolute Worst Case, und es braucht mehrere Faktoren, damit es so kommt: lange Zeit unter 0 Grad, Fahrzeug wird lange nicht oder nur auf sehr kurzen Strecken bewegt, dauerhaft kleine Verbraucher usw.
Damit mir das nicht noch einmal passiert, habe ich mir eine Tabelle zum Ablesen gemacht. Diese spiegelt genau die Berechnung wider, die ich damals zur Not von Hand gemacht hatte. Mit Hilfe von KI habe ich zusätzlich dann noch den exponentiellen Verlauf der Spannung mitgegengerechnet.
Was bei einer LiPo für uns Camper im Vergleich zu einem Gel-Akku ziemlich genial ist: Er hält die Spannung fast die ganze Zeit bei 12,8–13,3 V. Da aber der Spannungsunterschied zwischen fast voll und fast leer so gering ist, muss die Umrechnung auf den SOC auch so genau sein.
Diese Tabelle stelle ich übrigens auch in meinen Umbauten jedem als PDF zur Verfügung.
Ich hoffe, du kommst bei dem ganzen Technik-Gedöns noch mit... 🙈😂.
Ist aber alles recht interessant, wenn man ein bisschen die Grundlagen kennenlernt. Und du kommst ja aus Köln, der Heimatstadt der Sendung mit der Maus 😁.
Viele Grüße
Michael
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10 Jun 2026 21:12 #22
von Elisa
Grüße aus dem wunderschönen Köln
Ford Nugget BJ 02/2013
Elisa antwortete auf Ersatz für die Exide ES1600 Batterie
Danke Michael! 
Ja, ich find´s auch mega spannend.
Nur der Zeitdruck nervt ein wenig. Soll alles fertig werden vorm Urlaub
@Radim: Feel free to share how the installation went.
Ja, ich find´s auch mega spannend.
Nur der Zeitdruck nervt ein wenig. Soll alles fertig werden vorm Urlaub
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Grüße aus dem wunderschönen Köln
Ford Nugget BJ 02/2013
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11 Jun 2026 23:03 #23
von Elisa
Grüße aus dem wunderschönen Köln
Ford Nugget BJ 02/2013
Elisa antwortete auf Ersatz für die Exide ES1600 Batterie
Moin!
Mein Nachbar meinte jetzt zu mir:
"Dein Auto läd die Batterie vorne auf 12,8V. Eine Litium ist bei 14,6V voll.
Während der Fahrt wird er versuchen hinten zu laden und bekommt von dort dann die 14,6 V zurück. Mit der Spannung grillst du dann die Batterie vorne und ggf. auch Bauteile, für die das zu viel ist.
Darum muss dann ein DC/DC dazwischen verbaut werden.
Ich hatte das auch erst nicht gemacht und mich gewundert, warum ich mit voller Batterie los fahre und nur mit 60% ankomme.
Die Batterie vorne hält das auch bisschen aus, aber nach 1 Jahr war die dann Schrott."
Vielleicht ist das nicht auf den Nugget übertragbar. Es gibt ja mittlerweile eigentliche etliche Einträge von Menschen, die ausschließlich Gel hinten durch LiFePo4 ersetzt haben und damit gut fahren und das auch über einen längeren Zeitraum.
Aber ich fand die Erklärung von meinem Nachbarn auch logisch. Das hieße, dass ich zusätzlich zum Ladegerät noch einen Gleichspannungswandler zwischen Aufbau und Starterbatterie bauen müsste? Hat das jemand schon mal gemacht? Wie sind da die Erfahrungen? Bzw. wie lange sind die jenigen, die das nicht gemacht haben gut mit der LiFePo4 gefahren?
Für eure Erfahrungen wäre ich euch wie immer sehr dankbar!
Liebe Grüße,
Elisa
Mein Nachbar meinte jetzt zu mir:
"Dein Auto läd die Batterie vorne auf 12,8V. Eine Litium ist bei 14,6V voll.
Während der Fahrt wird er versuchen hinten zu laden und bekommt von dort dann die 14,6 V zurück. Mit der Spannung grillst du dann die Batterie vorne und ggf. auch Bauteile, für die das zu viel ist.
Darum muss dann ein DC/DC dazwischen verbaut werden.
Ich hatte das auch erst nicht gemacht und mich gewundert, warum ich mit voller Batterie los fahre und nur mit 60% ankomme.
Die Batterie vorne hält das auch bisschen aus, aber nach 1 Jahr war die dann Schrott."
Vielleicht ist das nicht auf den Nugget übertragbar. Es gibt ja mittlerweile eigentliche etliche Einträge von Menschen, die ausschließlich Gel hinten durch LiFePo4 ersetzt haben und damit gut fahren und das auch über einen längeren Zeitraum.
Aber ich fand die Erklärung von meinem Nachbarn auch logisch. Das hieße, dass ich zusätzlich zum Ladegerät noch einen Gleichspannungswandler zwischen Aufbau und Starterbatterie bauen müsste? Hat das jemand schon mal gemacht? Wie sind da die Erfahrungen? Bzw. wie lange sind die jenigen, die das nicht gemacht haben gut mit der LiFePo4 gefahren?
Für eure Erfahrungen wäre ich euch wie immer sehr dankbar!
Liebe Grüße,
Elisa
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12 Jun 2026 11:18 #24
von BodenseeNugget
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BodenseeNugget antwortete auf Ersatz für die Exide ES1600 Batterie
Hallo Elisa,
so, so... was der Nachbar alles zu glauben scheint 😄.
Dann mal zu den Fakten: Ein Bleiakku wird mit 14,4–14,6 V bis zu 80 % geladen, danach geht es in den sogenannten „Float“ über – das ist die Erhaltungsladung mit 13,5–13,8 V. Das heißt, beim Laden sind 14,4 V in allen Leitungen ganz normal. Daher sind alle Verbraucher auch für diese 14,4 V ausgelegt, ansonsten wären ja im Standardbetrieb ständig Geräte defekt.
Tatsächlich gibt es aber zum Teil schlecht verarbeitete Zubehörteile, die maximal 12 V vertragen. Ein Beispiel dafür ist der Maxxfan oder nachträglich eingebaute LED-Lichter, die eigentlich für zu Hause gedacht sind. Diese werden in der Regel mit einem Netzteil betrieben, das exakt 12 V ausgibt. Wobei selbst das oftmals kein Problem ist, da die LEDs meistens etwas mehr vertragen können – es reduziert lediglich die Haltbarkeit ein wenig. Aber selbst wenn die LEDs eigentlich 10.000 Stunden halten und sich dies um 20–30 % reduziert, sind das bei unserer Nutzung immer noch zig Jahre. Oftmals länger, als das Auto überhaupt noch fahren wird. Somit ist auch das kein Problem.
Aber zurück zum Thema: In solchen Fällen kann oder muss man einen DC/DC-Wandler vor den Verbraucher schalten, der die Spannung dann exakt auf 12 V herunterregelt.
Und zum Thema Blei versus LiPo: Auch eine LiPo-Batterie sollte man zumindest nicht ständig zu 100 % aufladen (das entspräche 14,4 V Ruhespannung des Akkus). Dies tut ihr nicht unbedingt gut; 80–90 % sind da ein besserer Wert. Dann liegt die LiPo bei ca. 13,3 V. Aber hier ist es genau wie mit den LEDs: LiPos haben eine so hohe Zyklenzahl, dass sie trotz des Ausreizens der Limits ewig halten. Das ist im Grunde wie beim Smartphone: Wenn man lange etwas von seinem Akku haben will, sollte man ihn weder komplett auf 0 % leerlaufen lassen noch auf 100 % vollladen. Im Bereich von 20–80 % ist die Lebenserwartung am höchsten.
Das alles ist der Grund, warum es bei allen problemlos funktioniert. Es hat sich mit den LiPos diesbezüglich im Vergleich zur Serienauslieferung so gut wie nichts geändert. Der einzige Unterschied ist, dass die Balkenanzeige im Westfalia-Display nicht mehr aussagekräftig ist, da die LiPo – zu unserem Vorteil – nur sehr geringe Spannungsschwankungen aufweist. Diesen großen Spannungsunterschied der Bleibatterie hatte aber das System zum berechnen der Balken benutzt, deshalb klappt dies nicht mehr. Dafür hat man aber dann die App der LiPo, oder wenn man es noch genauer wissen will, meine Tabelle.
Viele Grüße Michael
so, so... was der Nachbar alles zu glauben scheint 😄.
Dann mal zu den Fakten: Ein Bleiakku wird mit 14,4–14,6 V bis zu 80 % geladen, danach geht es in den sogenannten „Float“ über – das ist die Erhaltungsladung mit 13,5–13,8 V. Das heißt, beim Laden sind 14,4 V in allen Leitungen ganz normal. Daher sind alle Verbraucher auch für diese 14,4 V ausgelegt, ansonsten wären ja im Standardbetrieb ständig Geräte defekt.
Tatsächlich gibt es aber zum Teil schlecht verarbeitete Zubehörteile, die maximal 12 V vertragen. Ein Beispiel dafür ist der Maxxfan oder nachträglich eingebaute LED-Lichter, die eigentlich für zu Hause gedacht sind. Diese werden in der Regel mit einem Netzteil betrieben, das exakt 12 V ausgibt. Wobei selbst das oftmals kein Problem ist, da die LEDs meistens etwas mehr vertragen können – es reduziert lediglich die Haltbarkeit ein wenig. Aber selbst wenn die LEDs eigentlich 10.000 Stunden halten und sich dies um 20–30 % reduziert, sind das bei unserer Nutzung immer noch zig Jahre. Oftmals länger, als das Auto überhaupt noch fahren wird. Somit ist auch das kein Problem.
Aber zurück zum Thema: In solchen Fällen kann oder muss man einen DC/DC-Wandler vor den Verbraucher schalten, der die Spannung dann exakt auf 12 V herunterregelt.
Und zum Thema Blei versus LiPo: Auch eine LiPo-Batterie sollte man zumindest nicht ständig zu 100 % aufladen (das entspräche 14,4 V Ruhespannung des Akkus). Dies tut ihr nicht unbedingt gut; 80–90 % sind da ein besserer Wert. Dann liegt die LiPo bei ca. 13,3 V. Aber hier ist es genau wie mit den LEDs: LiPos haben eine so hohe Zyklenzahl, dass sie trotz des Ausreizens der Limits ewig halten. Das ist im Grunde wie beim Smartphone: Wenn man lange etwas von seinem Akku haben will, sollte man ihn weder komplett auf 0 % leerlaufen lassen noch auf 100 % vollladen. Im Bereich von 20–80 % ist die Lebenserwartung am höchsten.
Das alles ist der Grund, warum es bei allen problemlos funktioniert. Es hat sich mit den LiPos diesbezüglich im Vergleich zur Serienauslieferung so gut wie nichts geändert. Der einzige Unterschied ist, dass die Balkenanzeige im Westfalia-Display nicht mehr aussagekräftig ist, da die LiPo – zu unserem Vorteil – nur sehr geringe Spannungsschwankungen aufweist. Diesen großen Spannungsunterschied der Bleibatterie hatte aber das System zum berechnen der Balken benutzt, deshalb klappt dies nicht mehr. Dafür hat man aber dann die App der LiPo, oder wenn man es noch genauer wissen will, meine Tabelle.
Viele Grüße Michael
Unser Nugget: Ford Nugget HD, MK7, Modell 2013, EZ. 04/2014, 140PS, Euro5, Farbe: Panther Schwarz met.
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