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Schwere Schäden im Kraftstoffsystem (Ausk der Werkstatt)
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was jetzt kommt, ist kein Scherz....vor ca. zwei Jahren gab es bei uns im Ort an den Dieselzapfsäulen ein Gemisch aus einem geringen Anteil Diesel und einen erheblich größeren Anteil bestes Superbenzin (ca. 1:4). Die Folge, bei meinem relativ jungem Sprinter die komplette Spritanlage versaut - inkl Metallspäne im Filter - Schaden ca. 7.000 Euronen zuzüglich Merkelsteuer.
Meinen Ford Connect hat es auch die Hochdruckpumpe zerlegt (hatte am Sonntagabend beide Fahrzeuge vollgetankt). Mit dem Sprinter bin ich am gleichen Abend 300KM weit gefahren und habe mich über die fehlende Motorleistung sowie das Nageln gewundert. Am nächsten Morgen weiter in die Pfalz, da wollte der Sprinter nach einer Stunde nicht mehr anspringen. Ein Anruf bei meinem Schrauber im Heimatort erfuhr ich dann das "Spritelend" - es hat wohl einige erwischt. Vom ADAC, bei dem ich mal Premiummitglied war, musste ich mir durch die Blume anhören: selbst Schuld, wenn man zu blöd zum tanken ist!
Will ich gar nicht weiter ausführen...war auf jeden Fall lehrreich mit dem ADAC!
Wurde alles durch die Versicherung der Tanke bezahlt.
Hast du dein Nugget als Neuwagen bekommen oder hat er Vorbesitzer (MietfahrzeuG?); eine Falschbetankung soll gar nicht so selten vorkommen - es reichen ein paar Lieter Benzin - das war's dann früher oder später. Ich würde einen Sachverständigen den vermeindlichen Schaden begutachten lassen.
Gruß Martin
2014er Crafter
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die Versicherung der Tanke hat überigens nicht rumgezickt, da ich die Tankbelege vorlegen konnte, die ich grundsätzlich aufhebe und die Kamera's wurden auch ausgewertet. Ich drücke dir die Daumen das alles nicht so heftig wird.
Gruß Martin
2014er Crafter
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auch wenn Du gewissenhaft eine Falschbetankung vermeidest und ausschließt, d.h. Wahl der richtigen Säule triffst, kann es ja dennoch sein wie Martin schreibt, daß aus der Diesel Säule eine Super Mischung kommt. Wenn du seither nicht getankt hast laß den FFH auf jeden Fall mal 2 Liter aus deinem Tank in ein sauberes Gefäß sichern bevor der loslegt. Und die Tanke würde ich ggf. auch mal kontaktieren ob es einen Vorfall gab.
Technisch ist es so, daß die Fehlermeldung "Wasser im Kraftstoff" direkt von einem Fühler aus dem Filtergehäuse an die Motorsteuerung gemeldet wird. Der Fühler misst die Leitfähigkeit des Mediums und schlägt bei etwa 90ml Wasserstand an.
Wenn jedoch Späne im Tank sind und diese deine Einspritzanlage zerstören sollen frage ich mich für was ich einen Filter brauche. Daß die Filter so durchgängig sind, daß Späne im Einspritzsystem landen halt ich für einen Witz, umgekehrt können durch den Rücklauf Späne der zerstörten Einspritzanlage im Tank landen.
Mal knapp 100ml Wasser im Filter zu haben bei 4-5000 Litern Diesel die da durchgeflossen sind erscheint mir doch plausibel. Plausibel erscheint mir auch die Arbeitsanweisung von Ford bei Arbeiten am Kraftstoffsystem auf "äußerste Sauberkeit" zu achten. Wenn ich mich richtig erinnere ist dort auch beschrieben daß erstmal die Leitungskupplungen zum Filtergehäuse zu reinigen sind, das Filtergehäuse mit 2 bzw 3 Schrauben komplett ausgebaut wird um dann erst den Filtereinsatz zu wechseln. Es sind eventuelle "Fremdkörper" aus den Leitungen zu saugen. Das Kraftstoffsystem muß nach Einbau eines neuen Filters manuell mit einer Unterdruckpumpe entlüftet werden. Tut man das nicht, läuft man Gefahr, daß die Hochdruckpumpe sich zerlegt bzw. zerspant.
Nun gehe ich als alter Skeptiker davon aus, daß beim Filterwechsel geschlampt wurde und dann der GAU zustande kam, dafür spricht m.E. auch das Nageln und der Exitus 20km nach dem Filterwechsel. Daher würd ich den Werkstatt Kollegen mal sehr tief in die Augen schauen
vg
Max
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- RudiRadlos
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Gute Idee!maxspde schrieb: laß den FFH auf jeden Fall mal 2 Liter aus deinem Tank in ein sauberes Gefäß sichern bevor der loslegt.
Hallo,
mich würde interessieren, wie weit Du seit dem letzten Tanken gefahren bist, bis die schlimmen Symptome auftauchten. Wenn das erst nach mehreren Hundert Kilometern war, scheint mir die Spritzusammensetzung nicht ursächlich für den Schaden.
Und wie weit bist Du zwischen den diversen Fehlermeldungen (wie viele waren es denn?) gefahren?
Ich frage übrigens nicht mit dem Hintergedanken eines Vorwurfs, sondern nur um mir ein besseres Bild vom Verlauf zu machen.
Andererseits ist es vielleicht nicht unproblematisch, hier (im völlig öffentlichen Teil des Forums) alle bekannten Details auszubreiten bevor qualifizierte Gutachter ihre Stellungnahmen abgegeben haben. Man könnte Dir eventuell einen Strick daraus drehen (Versicherungen leben nicht vom Bezahlen, sondern von der geschickten Verweigerung).
Viele Grüße und alles Gute!
Rüdiger
erst Pfadfinder, dann Camper, seit August 2010: unterwegs im 140 PS Nugget mit AD in Colorado-Rot
Seit Dezember 2019: unterwegs mit Westfalia Columbus mit AD, genannt 'Eisbär'
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- Fordesel
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hier eine kurze Beschreibung meiner "Dieselbenzinmischungserfahrung"
Am späten Nachmittag den Sprinter vollgetankt sowie 20L in einen Kanister. Losgefahren bis irgendwo bei Köln rauf auf dem Rastplatz (ungewohnten Leistungsmangel bei Steigungen bemerkt, aber keine weiteren Gedanken gemacht) und hinein in mein Bett...irgendwann Nachts die Standheizung eingeschaltet, da es im Auto recht kühl wurde. Da viel mir auf, das die Standheizung, jedesmal wenn die Dosierpumpe förderte, ein schwingendes Geräusch machte. Am nächsten morgen wollte der Sprinter nicht anspringen. Nach längerem Orgeln sprang er dann doch an unt weiter ging's. Je Bergiger es wurde, um so mehr fiel die fehlende Motorleistung auf. Nicht wirklich veränderte Motorgeräusche bis auf das leichte Rasseln bzw. Nageln bei abgeforderter Leistung. An meinem Arbeitsort (Windpark auf einem Berg - Außentemperatur ca. 0 Grad) habe ich die 20L aus dem Reservekanister aufgefüllt, da mein Tank fast leer war. Ach ja, der Spritverbrauch war deutlich höher als gewohnt. Beim einfüllen aus dem Kanister in den Tank ist mir aufgefallen, das der "Diesel" irgendwie scharf stinkt. Nach der Mittagspause wollte der Sprinter gar nicht mehr anspringen, da der Motor kalt war. Anruf bei meinem Schrauber, der mir berichtete, das es an der Tanke im Heimatort ein Problem gab. Übrigens, es gab in der Nähe, wo ich mich befand, weit und breit keine Tankstelle. Also den Sprinter georgelt, bis dieser ansprang und bis zur nächsten Autobahn auf einen Parkplatz gefahren - damit micht der ADAC findet. Über die Abläufe mit dem ADAC will ich nicht weiter berichten,sonst bekomme ich wieder einen dicken Hals. Wie ihr jetzt sicherlich richtig vermutet, klappte es mit dem ADAC nicht wirklich....gar nicht.....überhaupt nicht......Katastrophe....Fazit, hilf dir selbst!!!
Egal, in der Heimatwerkstatt bei MB wurde der Sprinter begutachtet und auch feinste Metallabrieb im Spritsystem gefunden. Konnte man im Filtergehäuse glänzen sehen - richtig Späne sind das nicht, wird aber so genannt.
Der beste Hinweis auf mit Benzin vermischten Diesel ist der Geruch bzw. Gestank. Unter Einhaltung aller möglichen Vorsichtsmaßnahmen ist auch das anzünden einer sehr kleinen Probe möglich. Diesel mal eben mit dem Streichholz anzünden ist nicht; ist Benzin mit drin, brennt er sofort.
Viele Grüße von Martin
2014er Crafter
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Was kann/könnte man denn bei einem Filterwechsel überhaupt falsch machen? Ich werde mich jetzt um einen Gutachter kümmern und mit der Werkstatt sprechen. Toll! Wollte eigentlich diese Woche reisend den Restsommer genießen.
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- madmax
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du kannst beim Filterwechsel Dreck reinbringen und du kannst das Entlüften des Kraftstoffsystems unterlassen.
Das nicht Entlüften des Kraftstoffsystems geht häufig mal gut, manchmal halt auch nicht. Die Hochdruckpumpe kühlt und vor allem schmiert sich mit Diesel und zerspant sich ggf. selbst.
Die Wahrscheinlichkeit, daß die vermeintlichen Späne in deinem Neuen Filter von deiner eigenen Pumpe stammen ist m.E. ein vielfaches höher als die Version deiner Werkstätte, daß sie aus einer Tankstelle stammen.
PS: Hier im Forum wurde an manchen Stellen schon mal geschrieben die Autos sind selbstentlüftend bzw selbstansaugend. Das werde ich niemals ausprobieren wollen
vg
Max
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Fordesel schrieb: ... feinste Metallabrieb im Spritsystem gefunden ...
Mal 'ne Frage an die Profis:
Wenn ich das richtig verstanden habe, wurden nach dem unverschuldeten Falschbetanken und einem folgenden Filterwechsel kurz danach beim nächsten Problem von der Werkstatt Metallabrieb / - Späne im Krafststoffsystem eines 2 1/2 Jahre alten Fahrzeuges mit gerade mal 45 Tkm gefunden.
Wo sollen die denn so plötzlich enstanden sein / herkommen ?
fragt sich
Klaus
alias martin 28
martin 28 // Red-HD mit 74kW - Bj 2002 - Solar 60W - Mardersicher MS12V - Froli Travel - Victron-Batteriemonitor - 199.000 km - 8,6 l/100 km
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