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Haltbarkeit Bremsen
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29 Mai 2025 05:01 - 23 Feb 2026 18:15 #21
von Mikado
2022 HD+ mit 415Nm Handschaltung. Nachgerechnete ø 8,3 Liter/100km (99% Langstrecke, 95% mit HVO)
Mikado antwortete auf Haltbarkeit Bremsen
Ich gebe mal zum Bremsentauschen meine Erfahrungen und MEINUNG dazu aus ca. 1 Mio. km, dass meiste mit Bussen der 1 t Klasse wieder.
Meine Meinung zu den hohen Kosten:
Bremsen und Ölwechsel (früher gerne noch Auspuff) sind die Dinge mit den allerhöchsten Margen für die Werkstätten, sozusagen das, womit sie ihre Grundkosten decken. Zudem braucht es fast jeder, es wird auch bezahlt, denn zumindest die Bremsen sind sicherheitsrelevant und daran wollen die meisten nicht sparen. Vorher aber Angebote einholen lohnt sich immer.
Allgemeine Erfahrungen Bremsen bei Transportern:
Bei unseren im Vergleich doch schon schweren Fahrzeugen trägt eine vorausschauende Fahrweise sehr viel mehr zur längeren Haltbarkeit der Bremsen bei, als es bei den leichteren Pkw der Fall ist. Bei viel Langstrecke waren für uns mind. 100 Tkm (vorne) immer drin, hinten meist nur um die 70 Tkm (Erfahrung bei VW-Bussen)
Erfahrung beim Nugget:
Da ich Bremsen schon immer selbst gemacht habe (gelernt und für Selbststrauber meist nicht schwierig), schaue ich mir zuerst den Zustand der Bremsscheibe an, messe die Scheibendicke und entscheide danach, ob nur die Beläge oder auch die Scheiben mit austausche.
Ergebnis des ersten Belagwechsels nach rund 90 Tkm (Autobahn, Landstrassen und auch viel Berge)
Der Verschleiss an den Bremsscheiben lag vorn wie hinten bei weniger als 1 Millimeter, der Zustand der Scheiben war sonst top. Es sind bei den Scheiben bis zu 3 mm Verschleiss zulässig, also noch weit entfernt. Somit habe ich nur die Bremsbeläge vorn und hinten ausgewechselt. Die Verschleissanzeige hatte noch nicht angeschlagen. Der Restbelag vorne war ca. 5mm, hinten eher 6mm, wobei der äussere Belag stärker abgenutzt war, als der innere. Neu liegt die reine Belagstärke bei ca. 11mm von insgesamt rund 17 mm Dicke des gesamten Bremsbelages mit Trägerplatte. Die Verschleissanzeige wird bei ca. 4mm Restbelag aktiviert, womit man immer noch einiges fahren kann: Wenn man grob 1mm Belagverschleiss pro 10 Tkm ansetzt (bei mir war es deutlich weniger), kann man sehr entspannt noch 10 bis 20 Tkm weiterfahren.
Mich haben Markenbremsbeläge von Ferrodo ( Eco-Friction , Erstausrüstung u.a. bei Audi/Mercedes ) für vorne und hinten zusammen über Daparto 67 Euro gekostet. Ferrodo ist eine Marke von Ferderal Mogul, welche zu Tenneco gehört und wie Bosch oder Continental einer der ganz grossen OEM für die Fahrzeugindustrie ist.
Mein Tip für Leute, die in die Werkstatt müssen:
Beim Transit V362 ist die Bremskonstruktion mit am Radlager verschraubter und verpresster Bremsscheibe anders, als z.B. bei VW. Die Bremsscheiben sind daher nur zeitaufwändig und oft mit Radlagern zu erneuern. Daher die hier schon berichteten sehr hohen Kosten. Nach meiner regelmässigen Erfahrungen (nicht nur beim Nugget) braucht man beim ersten Wechsel die Scheiben nicht wechseln (s.o., ausser die Scheiben haben andere Schäden, wie tiefe Rillen oder richtig rostige Bremsflächen, die nicht mehr komplett freigebremst werden können). Ein einfaches Nachmessen der Scheibendicke reicht aus, um es mit Sicherheit sagen zu können. Das kann man von der Werkstatt durchaus verlangen, auch wenn die hier natürlich wieder lamentieren können. Selbst kann man am fühlbaren Grat grob abschätzen, wie die Lage ist. Ein halber Millimeter Grat ist schon sehr deutlich zu fühlen, ist aber noch harmlos. Dagegen wären 1,5 mm Grat (also verschlissen) sind schon sehr tief und massiv zu sehen und fühlen. 4 Bremsscheiben kosten im Aftermarkt ca. 200 bis 250 Euro. Radlager nochmal das Gleiche.
Meine Meinung zu den hohen Kosten:
Bremsen und Ölwechsel (früher gerne noch Auspuff) sind die Dinge mit den allerhöchsten Margen für die Werkstätten, sozusagen das, womit sie ihre Grundkosten decken. Zudem braucht es fast jeder, es wird auch bezahlt, denn zumindest die Bremsen sind sicherheitsrelevant und daran wollen die meisten nicht sparen. Vorher aber Angebote einholen lohnt sich immer.
Allgemeine Erfahrungen Bremsen bei Transportern:
Bei unseren im Vergleich doch schon schweren Fahrzeugen trägt eine vorausschauende Fahrweise sehr viel mehr zur längeren Haltbarkeit der Bremsen bei, als es bei den leichteren Pkw der Fall ist. Bei viel Langstrecke waren für uns mind. 100 Tkm (vorne) immer drin, hinten meist nur um die 70 Tkm (Erfahrung bei VW-Bussen)
Erfahrung beim Nugget:
Da ich Bremsen schon immer selbst gemacht habe (gelernt und für Selbststrauber meist nicht schwierig), schaue ich mir zuerst den Zustand der Bremsscheibe an, messe die Scheibendicke und entscheide danach, ob nur die Beläge oder auch die Scheiben mit austausche.
Ergebnis des ersten Belagwechsels nach rund 90 Tkm (Autobahn, Landstrassen und auch viel Berge)
Der Verschleiss an den Bremsscheiben lag vorn wie hinten bei weniger als 1 Millimeter, der Zustand der Scheiben war sonst top. Es sind bei den Scheiben bis zu 3 mm Verschleiss zulässig, also noch weit entfernt. Somit habe ich nur die Bremsbeläge vorn und hinten ausgewechselt. Die Verschleissanzeige hatte noch nicht angeschlagen. Der Restbelag vorne war ca. 5mm, hinten eher 6mm, wobei der äussere Belag stärker abgenutzt war, als der innere. Neu liegt die reine Belagstärke bei ca. 11mm von insgesamt rund 17 mm Dicke des gesamten Bremsbelages mit Trägerplatte. Die Verschleissanzeige wird bei ca. 4mm Restbelag aktiviert, womit man immer noch einiges fahren kann: Wenn man grob 1mm Belagverschleiss pro 10 Tkm ansetzt (bei mir war es deutlich weniger), kann man sehr entspannt noch 10 bis 20 Tkm weiterfahren.
Mich haben Markenbremsbeläge von Ferrodo ( Eco-Friction , Erstausrüstung u.a. bei Audi/Mercedes ) für vorne und hinten zusammen über Daparto 67 Euro gekostet. Ferrodo ist eine Marke von Ferderal Mogul, welche zu Tenneco gehört und wie Bosch oder Continental einer der ganz grossen OEM für die Fahrzeugindustrie ist.
Mein Tip für Leute, die in die Werkstatt müssen:
Beim Transit V362 ist die Bremskonstruktion mit am Radlager verschraubter und verpresster Bremsscheibe anders, als z.B. bei VW. Die Bremsscheiben sind daher nur zeitaufwändig und oft mit Radlagern zu erneuern. Daher die hier schon berichteten sehr hohen Kosten. Nach meiner regelmässigen Erfahrungen (nicht nur beim Nugget) braucht man beim ersten Wechsel die Scheiben nicht wechseln (s.o., ausser die Scheiben haben andere Schäden, wie tiefe Rillen oder richtig rostige Bremsflächen, die nicht mehr komplett freigebremst werden können). Ein einfaches Nachmessen der Scheibendicke reicht aus, um es mit Sicherheit sagen zu können. Das kann man von der Werkstatt durchaus verlangen, auch wenn die hier natürlich wieder lamentieren können. Selbst kann man am fühlbaren Grat grob abschätzen, wie die Lage ist. Ein halber Millimeter Grat ist schon sehr deutlich zu fühlen, ist aber noch harmlos. Dagegen wären 1,5 mm Grat (also verschlissen) sind schon sehr tief und massiv zu sehen und fühlen. 4 Bremsscheiben kosten im Aftermarkt ca. 200 bis 250 Euro. Radlager nochmal das Gleiche.
2022 HD+ mit 415Nm Handschaltung. Nachgerechnete ø 8,3 Liter/100km (99% Langstrecke, 95% mit HVO)
Letzte Änderung: 23 Feb 2026 18:15 von Mikado.
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