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Mobile Toiletten(chemie) und Umwelt

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29 Mai 2020 15:41 - 31 Mai 2020 17:49 #1 von Blackporter
Mobile Toiletten(chemie) und Umwelt wurde erstellt von Blackporter
Da in diesem Faden zum Einbau eines SOG-Systems in "Technik ab 2014" auch durch meine Schuld die Frage "Toilettenchemie ja oder nein" aufgekommen ist und dieses Thema immer wieder mal kommt, mache ich hier mal einen eigenen Thread dazu auf, in dem ich ein paar bisher gesammelte Infos bĂŒndeln möchte.
Die meisten Diskussionen im Netz dazu sind leider deutlich mehr durch Meinungen als von Fakten geprÀgt. Daher möchte ich hier mal ein paar Erkenntnisse zusammenschreiben, die ich bis heute gefunden habe. Eure ErgÀnzungen und Erfahrungen sind sehr willkommen - aber bitte lasst das Thema möglichst nicht in eine reine "Meinungsdiskussion" pro und contra (Chemie)Toilette abdriften.

Die Ausgangssituation:
Ich bewege mich seit vielen Jahren in der Natur, sei es zum Wandern, Biken, Klettern oder Campen. Wenn man viel draussen ist und dabei die Natur und seine Mitmenschen möglichst wenig "belĂ€stigen" möchte, stellt sich frĂŒher oder spĂ€ter die Frage nach dem Umgang mit den eigenen "biologischen AbfĂ€llen".
Gefunden habe ich dazu bisher folgende grundsÀtzlichen Lösungen:

1.) Man plant so, dass eine "richtige" Toilette verfĂŒgbar ist. Beispiele: Campingplatz, Stellplatz, Restaurant, AlmhĂŒtte, Schwimmbad, öffentliche WCs, AutobahnraststĂ€tte, Freunde / Bekannte in der NĂ€he, ...
Das ist sicherlich die am wenigsten "umweltbelastende" Variante, lÀsst sich aber eben nicht immer umsetzen.

2.) Man "entsorgt" direkt in die Natur bzw. grĂ€bt sich ggf. ein Loch im Wald (und schĂŒttet es hinterher wieder zu!).
Auch das belastet die Umwelt im Einzelfall sicher nicht ĂŒber alle Maßen, ist aber auch nicht immer möglich (GelĂ€nde- bzw. Bodenbeschaffenheit) oder erwĂŒnscht. Zudem wird es an allen Orten unangenehm, wo zu viele Menschen auf die gleiche Idee kommen (AutobahnrastplĂ€tze, WanderparkplĂ€tze, ...).

3.) Man hat - wie viele Camper und wohl die meisten im Nugget - eine eigene Toilette dabei.

3. a) Trocken-Trenn-Toilette
Hierzu gibt es hier im Forum schon ausreichend Infos.
Klarer Vorteil ist die UmweltvertrÀglichkeit bei geringer GeruchsbelÀstigung.
Nachteil ist der relativ aufwĂ€ndige Selbstbau, passende Lösungen "von der Stange" fĂŒr den Nugget gibt es meines Wissens bisher nicht.

3. b) (Eimer)toilette mit Beutel
Hier gibt es die verschiedensten Versionen der verschiedensten Hersteller. Das Prinzip ist immer, dass man einen Beutel in einen dafĂŒr vorgesehenen Sitz (Eimer, Kiste, etc.) einlegt und diesen mit seinen Hinterlassenschaften nach jeder "Sitzung" im HausmĂŒll oder in einem öffentlichen MĂŒlleimer entsorgt oder das Ganze im Wald vergrĂ€bt. Die letzte Variante gilt natĂŒrlich nur bei vollstĂ€ndig biologisch abbaubaren Beuteln und Inhaltsstoffen.
Zur Bindung der flĂŒssigen Bestandteile gibt es spezielle Kristalle zu kaufen, die bei FlĂŒssigkeitskontakt gelieren. Alternativ werden auch Kokosfasern, SĂ€gemehl, Katzenstreu oder z.B. (Mais)stĂ€rke genutzt (das letzte ist ein Tipp einer Nationalparkrangerin aus den Neuseelandurlaub).
Zu diesem Thema gibt es einiges an YouTube-Videos, ich finde dieses hier sehr nett gemacht. Da wird auch das Vergraben des Beutels angesprochen, wobei ich persönlich noch nicht recht weiß, was ich davon halten soll.
Die Preise fĂŒr solche Systeme bewegen sich von unter 15 € ( BranQ Eimertoilette, in zwei GrĂ¶ĂŸen verfĂŒgbar) ĂŒber 60-70€ ( Bivvy Loo ) bis ...
Vorteile: Die Toilette ist leicht (kein SpĂŒl- bzw Abwassertank), je nach Variante platzsparend verstaubar (Bivvy, klappbare Toilettenboxen, SpaceCamper hat da auch eine schöne Version in der SchiebetĂŒr ), und man fĂ€hrt keine FĂ€kalien spazieren, was auch nicht jedermanns Sache ist...
Nachteile: Man benötigt jedes Mal einen Beutel und muss diese entsorgen. Wie schon im SOG-Thread andiskutiert kann das bei "Überbeanspruchung" einzelner MĂŒlleimer, z.B. auf WanderparkplĂ€tzen, auch wieder unangenehm ausarten.

3. c) Man nutzt eine Chemietoilette (im "Plus" oder "Big" fest verbaut, im "normalen" Nugget die ins Fach passenden PortPotti 335 oder Dometic 976).
Hier hat man die Wahl zwischen keiner Chemie im Abwassertank ==> Siehe Themen zu SOG bzw. dieses Video von der CMT , "klassischer" Chemie wie AquaChem Blue, etc. oder "umweltschonender" Chemie wie AquaChem Green, etc.
Hierzu scheiden sich die Geister vor allem zu zwei Themen: Geruch und Belastung der KlÀranlagen durch die Chemie.
Den Geruch möchte ich hier nicht thematisieren, da er von der individuellen Situation, der Nutzung und dem eigenen Empfinden abhÀngig ist.
Zum Thema Umweltbelastung / Belastung der KlÀranlagen habe ich zwei interessante Informationen gefunden.
Zum einen hier ein Merkblatt des Bayerischen Landesamtes fĂŒr Wasserwirtschaft .
Interessant ist hier vor allem Punkt 4:

4 SanitÀrkonzentrate

SanitĂ€rkonzentrate können nach ihrem Wirkprinzip in zwei Gruppen unterteilt werden. Ziel ist in jedem Fall, die Geruchsbildung durch anaeroben Abbau zu verhindern. Das kann man erreichen durch biozide Wirkstoffe, die alle Bakterien hemmen, oder durch Stoffe die den aeroben Abbau fördern und dabei gleichzeitig die Anaerobier hemmen. Von der zweiten Gruppe geht keine Ge- fahr fĂŒr die KlĂ€ranlage aus, daher können PrĂ€parate dieser Art seit etwa einem Jahr mit dem „Blauen Engel“ als klĂ€ranlagenvertrĂ€gliches SanitĂ€rkonzentrat ausgezeichnet werden (Umwelt- zeichen nach RAL UZ 84). Es gibt auch bereits eine ganze Reihe von Produkten, die diese Aus- zeichnung erhalten haben. Die erforderliche ZulassungsprĂŒfung enthĂ€lt jedoch keinen Test auf Gebrauchstauglichkeit. Da biozide Wirkstoffe erfahrungsgemĂ€ĂŸ zuverlĂ€ssiger in ihrer Wirkung und in aller Regel auch billiger sind, muss man davon ausgehen, dass diese Art der SanitĂ€rkon- zentrate auch kĂŒnftig, gerade von den gewerblichen Toilettenverleihern, eingesetzt wird.
In der KlĂ€ranlage will man die biozide Wirkung auf alle FĂ€lle verhindern. Das erreicht man durch eine ausreichende VerdĂŒnnung mit dem ĂŒbrigen KlĂ€ranlagenzulauf. Unter BerĂŒcksichtigung der hierzu verfĂŒgbaren Daten kann eine 20-fache VerdĂŒnnung der Chemietoiletteninhalte als ausrei- chend betrachtet werden. Das ist in aller Regel gleichbedeutend mit einer etwa viertausendfachen VerdĂŒnnung des enthaltenen SanitĂ€rkonzentrates. Bei einer solchen VerdĂŒnnung ist eine SchĂ€di- gung der Abwasserorganismen nicht zu erwarten. Eine 20-fache MindestverdĂŒnnung fordert aus einem anderen Blickwinkel auch das A123 fĂŒr das Einbringen von FĂ€kalschlamm. Hier decken sich also die Anforderungen.


Auf dieses Dokument bin ich ĂŒber einen Thread im Wohnmobilforum gekommen.

Demnach kann man Produkte wie Thretford AquaChem Green bedenkenlos verwenden und ĂŒber KlĂ€ranlagen entsorgen (das Produkt hat den "Blauen Engel"). Bei AquaChem Blue sieht das ggf. anders aus - vor allem wenn die Entsorgungsstation in einem dĂŒnn besiedelten Gebiet liegt, die AbwĂ€sser vom CP also nicht durch die vieler Anwohner "verdĂŒnnt" werden.

Zum anderen wird als noch "grĂŒnere" Alternative bei CampingFamily die Kombination aus Ammovit und Solbio empfohlen. Hat das hier schonmal jemand versucht?

FĂŒr mich bleibt als Fazit:

1.) Ich nutze "richtige" Toiletten, wo immer möglich.
2.) Im Nugget werde ich es mit zunÀchst AquaChem Green versuchen. Die Alternative Ammovit und Solbio werde ich auf jeden Fall ausprobieren.
3.) Unterwegs in der Wildnis (ohne Auto) habe ich eine kleine Schaufel und einen biologisch abbaubaren Beutel mit einem Geliermittel (Ă€hnlich wie Bivvy Loo dabei und bin damit fĂŒr eventuelle NotfĂ€lle ausgerĂŒstet.

Vielleicht helfen meine gesammelten Erkenntnisse dem einen oder anderen Camping-AnfÀnger bei der KlÀrung dieser Frage, die uns ja irgendwie alle betrifft.
Und wie gesagt: Wenn hier jemand andere / bessere / umweltvertrÀglichere Ideen hat oder einsetzt, nur her damit!

"Take nothing but pictures, leave nothing but footprints."


Edit: Zur ErgÀnzung / Klarstellung zum unter 3.c) erwÀhnten SOG-System:

Das SOG-System ist nur fĂŒr fest eingebaute Chemietoiletten vorgesehen, betrifft im Falle von Nuggets also, wenn ĂŒberhaupt, nur die Modelle "Plus" oder "Big". Siehe entsprechende Threads. FĂŒr Mobiltoiletten (Porta Potti, Dometic), wie sie bei den kurzen Nuggets eingesetzt werden, gibt es sowas meines Wissens bisher nicht.
Wobei: das wĂ€re doch mal ein Bastelprojekt.. Es gibt hier im Forum die / den eine(n) oder andere(n), der / dem ich sowas durchaus zutrauen wĂŒrde... Wie wĂ€r's? ;)

Nugget HD Chroma-blau, 07/2020, 130 PS, Schaltgetriebe, AHK, viele Elektronik-Spielereien
Letzte Änderung: 31 Mai 2020 17:49 von Blackporter. Grund: ErgĂ€nzung zum SOG-System, Link zum SOG Thread eingefĂŒgt, Links zu BranQ und Bivvy Loo hinzugefĂŒgt
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29 Mai 2020 18:18 #2 von Pascal
Pascal antwortete auf Mobile Toiletten(chemie) und Umwelt
Ich oute mich mal als Chemietoiletten-Neuling. Bei meiner Recherche nach dem richtigen Zusatz fĂŒr die Toilette unseres bald ankommenden Nuggets bin ich auf dieses Mittel gestoßen, was beim blauen Engel das beste Testergebnis hatte:

www.blauer-engel.de/de/produktwelt/allta...uer-campingtoiletten

Ich hab mir mal zwei Flaschen bestellt, aber leider habe ich den Nugget noch nicht. Nach ersten Erfahrungen kann ich ja mal berichten.

- T3 California von 1990 mit 69 PS
- Microcamper im Dacia Dokker 04/2017 mit 115 PS
Nugget Plus mit 130 PS, Magnetic-Grau
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29 Mai 2020 19:22 - 29 Mai 2020 19:23 #3 von brooke schielt
brooke schielt antwortete auf Mobile Toiletten(chemie) und Umwelt
Hallo,
nutze seit einem dreiviertel Jahr im Nugget Plus den Zusatz von Awiwa auf Enzymbasis.
Vorteil: sehr umweltfreundlich - kann bedenkenlos der Kanalisation/ KlĂ€ranlage zugefĂŒhrt werden. Kein beißender Geruch wie bei den blauen StandardzusĂ€tzen.

Dies war bei der bisherigen Nutzung im Wohnwagen schon sehr stark wahrzunehmen - da hatten wir aber ein separates Bad/WC.
Das Klo im Nugget wird nur fĂŒr das kleine GeschĂ€ft genutzt und dafĂŒr ist der Zusatz gut geeignet. Man sollte aber nicht zu lange mit der Leerung warten. Irgendwann kippt die Geruchslage. Wir eruieren noch die Faktoren...

FĂŒr uns ist der Zusatz durchaus zufriedenstellend und ökologisch gesehen auch vertretbar.

Gruß brookeschielt

Nugget plus, frostweiß, teilfoliert, 130 PS, AHK, Solar 2x80 W BĂŒttner-Modul., *29.3.19, EZ 08/19, Hohlraumversiegelung & UBS, Police DARK Mode, Skotti
Letzte Änderung: 29 Mai 2020 19:23 von brooke schielt. Grund: Rechtschreibung

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29 Mai 2020 21:55 #4 von wonkothesane
wonkothesane antwortete auf Mobile Toiletten(chemie) und Umwelt

brooke schielt schrieb: Irgendwann kippt die Geruchslage. Wir eruieren noch die Faktoren...



WĂ€rme ist ein Faktor !!!!!!!!

LG Holger

05er 13er 19er Nugget, nach neuestem Modellwechsel geplant: Pössl Vario 545
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30 Mai 2020 18:51 - 30 Mai 2020 18:53 #5 von galli
Eine klasse Zusammenstellung!

Zum letzten Punkt (3c, Toiletten, die ins Fach passen) möchte ich noch eine Variante ergÀnzen....

Die Verwendung ohne jeden Zusatz!
Wir machen das seit gut 3 Jahren so, haben einfach mal ausprobiert die Chemie wegzulassen und fĂŒr uns festgestellt, dass unsere Nasen keinen Nachteil dadurch wahrnehmen, im Gegenteil.

Zwei Voraussetzungen benötigt diese Variante fĂŒr den nahezu geruchlosen Einsatz jedoch....

1. Das Teil steht bei Nichtgebrauch im Schrank mit verschlossener TĂŒr.
2. Als StartbefĂŒllung kommen erstmal 1 bis 1.5L klares Wasser rein.

Wir nutzen es ĂŒbrigens komplett, also nicht nur fĂŒr kleines G.
Die Reichweite im 2-3 Personenbetrieb ist aber auf eine Woche begrenzt, bei Hitze entsteht danach zunehmend Geruch (so unsere Erfahrung) . Das planen wir entsprechend so ein.......

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aktuell VW T6.1 Kombi DSG , Camperprojekt 2 ....., davor 2 AD-Nuggets, BJ13 125PS und BJ10 140PS
Letzte Änderung: 30 Mai 2020 18:53 von galli.
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31 Mai 2020 09:15 #6 von Blackporter
Blackporter antwortete auf Mobile Toiletten(chemie) und Umwelt
@Pascal: Danke fĂŒr den Hinweis auf das SanitĂ€rmittel! Ich bin sehr gespannt, wie gut das funktioniert - vielleicht kannst du deine Erfahrungen bei Gelegenheit hier posten, wenn dein Nugget endlich mal da ist.

@galli: Ich hab fĂŒr dieses "leidige" Thema ĂŒber die Jahre ziemlich viel recherchiert, diesen Zeitaufwand wollte ich anderen ersparen. Mir macht sowas Spaß / fĂŒr mich ist es Teil des Hobbys, andere denken sich in der Zeit vielleicht lieber kreative Umbauten aus, von denen auch ich dann wieder profitiere ;). Der Nugget ist zwar leider noch nicht da (gehört zu den fehlgeleiteten Basisfahrzeugen :(), aber mein Keller ist schon voll mit Zubehör und der Kopf voller Ideen, viele hier aus dem Forum ;). Freut mich, wenn hier auch mal was zurĂŒckgeben kann.
Die Version "ohne Chemie" hatte ich erwĂ€hnt, aber das jemand das "ganz ohne" macht, also auch ohne SOG (was ja nur bei fest installierten Toiletten funktioniert - das hab ich oben nicht erwĂ€hnt und werd es mal ergĂ€nzen) etc. war mir bisher nicht untergekommen. Vielen Dank fĂŒr das Teilen deiner Erfahrungen. Kann mir schon vorstellen, dass der "Dixieklo"-Geruch der Toilettenchemie ggf. nur ein Problem durch ein anderes ersetzt.
Funktioniert das bei euch auch bei "richtiger" WĂ€rme, also z. B. im Hochsommer im SĂŒden? Und wie ist es dann bei der Entleerung des Tanks? Ist es auszuhalten oder kippt man da aus den Latschen?

Nugget HD Chroma-blau, 07/2020, 130 PS, Schaltgetriebe, AHK, viele Elektronik-Spielereien
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31 Mai 2020 17:19 #7 von galli
Keine Frage, ich finds klasse, wenn man sich ins Hobby vertieft und Ergebnisse dann teilt 👍

Im Mittelmeerraum waren wir seitdem nicht, nur im Oktober bei gemĂ€ssigten Temperaturen, aber 2x in Frankreich je wĂ€hrend der Hitzewellen `18 und `19. bei Tageshöchstwerten um die 38° ĂŒber mehrere Tage...

Das erste Mal waren wir zu 2. Und nach einer Woche war die "Geruchsgrenze" erreicht. Im Folgejahr waren wir zu 4. und entsorgten entsprechend frĂŒher (weil voll) ohne jeden Geruchanflug.

Ich denke dass die FahrzeugentlĂŒftung im Pottifach ein grosser Vorteil ist und fast wie ein SOG wirkt.... WĂ€hrend der Fahrt
Und im Stand ist extremngut gelĂŒftet, bei Hitze ist das Auto offen, unser AD immerhin auf 3 Seiten (Seite, Heck und Dach)....

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31 Mai 2020 18:24 #8 von Sirius999
Sirius999 antwortete auf Mobile Toiletten(chemie) und Umwelt
Nach diversen Erfahrungen machen wir es so:
Möglichst tÀgliche Entsorgung, dann verzichten wir auf die Chemie. Bei tÀglicher Entsorgung hÀlt sich auch das Gewicht in Grenzen.
Wenn keine tÀgliche Entsorgung möglich ist, kommt die blaue Chemie zum Einsatz. Die vor 3 Jahren gekaufte Flasche wird wohl noch dieses Jahr reichen.
Bei jeder Entsorgung möglichst mit Wasser ausspĂŒlen.
Wenn man nur alle 3 bis 4 Tage oder seltener entsorgt und keine Chemie einsetzt kristallisiert irgendwas aus, dass mit Wasser kaum rauszubekommen ist.
Unser Potti ist wasserdicht, habe es mit Wasser randvoll gefĂŒllt und hin- und hergedreht und es ist nichts rausgelaufen. Also ist es auch geruchsdicht.

R.I.P. BigNugget, 185 PS, Automatik :-)
„Das deutsche Schicksal: vor einem Schalter zu stehen. Das deutsche Ideal: hinter einem Schalter zu sitzen“ (Kurt Tucholsky)

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31 Mai 2020 18:33 #9 von bakasana
bakasana antwortete auf Mobile Toiletten(chemie) und Umwelt

Blackporter schrieb: 3. a) Trocken-Trenn-Toilette [...]passende Lösungen "von der Stange" fĂŒr den Nugget gibt es meines Wissens bisher nicht.


Vielleicht ja doch:

www.meinetrenntoilette.de/produkt/trennt...e-van-trenntoilette/
Maße in cm: (Breite/Tiefe/Höhe): 34,5 / 40,0 / 30,0

Das bewegt sich zumindest in den Dimensionen des Potti 335. Maße in cm: (Breite/Tiefe/Höhe) 34,2 / 38,2 / 31,3


Ich möchte an dieser Stelle trotzdem nochmal Werbung dafĂŒr machen, sich das Teil selber zu bauen (Anleitung hier im Forum!) und damit die maximal möglichen Maße auszuschöpfen, die das Toilettenfach hergibt. Wenn die TTT zu klein ist, hat man wahrscheinlich mehr Stress damit.

Ford Nugget HD 2018, 170 PS, Automatik
Blue Battery X200, Regalbretter, Schubladeneinleger, Biotoi, 80l Frischwasser, 28l Abwasser Unterflurtank, Offgridtec 200W Solar-Faltpanel, Votronic Ladebooster 30A, Victron WR 500W
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31 Mai 2020 19:19 #10 von Blackporter
Blackporter antwortete auf Mobile Toiletten(chemie) und Umwelt
@bakasana: Danke fĂŒr die ErgĂ€nzung!

Aber 399 € sind auch echt ein Wort... :blink:

Vermutlich hast du auch Recht bzgl. der "kritischen" GrĂ¶ĂŸe.
Ich hab keine Ahnung, wie lange der "feste Inhalt" normalerweise zum Kompostieren braucht - aber umso kleiner der Tank, desto öfter muss man entleeren.
Der Hersteller schreibt zur Entsorgung:

Deinen Feststoff kannst du entweder auf deinem Kompost entsorgen* (falls du einen hast) oder einfach dem normalen HausmĂŒll zufĂŒhren.
Den Urin kannst du verdĂŒnnt ebenfalls als DĂŒnger* in deinem Garten verwenden. Alternativ kann dieser auch in jede Toilette geschĂŒttet werden.


Ob man das ggf. mit 1-3 Tage altem "Feststoff" schon machen bzw. den "Abfall" in dem dann vorliegenden Zustand in die Landschaft, den eigenen Garten oder den HausmĂŒll entsorgen möchte?

Der Hersteller schreibt dazu:

Mit den 3,5 L kannst du bis zu 5 mal in die Toilette urinieren bevor du den BehÀlter leeren solltest oder diesen durch einen 2. BehÀlter austauschen solltest.

Das gleiche gilt fĂŒr den FeststoffbehĂ€lter.

Die Toilette verfĂŒgt bewusst ĂŒber keinen LĂŒfter, sodass du möglichst zeitnah nach deinem großen GeschĂ€ft den BehĂ€lter (bzw. die TĂŒte) entsorgen solltest. Durch Nutzung eines entsprechenden Streu kannst du diese Zeit verlĂ€ngern.


Ich fasse mal etwas ĂŒberspitzt zusammen: Ich soll den "Feststoff" auf dem Kompost entsorgen und "möglichst zeitnah" nach dem großen GeschĂ€ft den BehĂ€lter entleeren. Dann kann ich auch direkt in den Garten bzw. den Wald.. *ihr wisst schon was*.;)

So, wie es beschrieben ist, sehe ich auch keinen großen Unterschied zur "einfachen" Eimertoilette mit Beutel und FlĂŒssigkeitsbinder.
Der einzige Vorteil wĂ€re aus meiner Sicht, den Beutel vielleicht nicht jedes Mal direkt entsorgen zu mĂŒssen (wobei: was heißt hier: "möglichst zeitnah"?). Wenn ich allerdings den Preisunterschied von ca. 12-15 € fĂŒr die BranQ + ca. 1,50 € - 2,00 € pro Beutel (Bivvy, bei selbst erstellten Beuteln deutlich weniger) vs. 399 € fĂŒr die TTT sehe, fĂŒr die ich bei hĂ€ufigerer Benutzung / Entleerung wie vom Hersteller geschrieben ggf. auch Beutel und Streu benötige, finde ich das unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig.
Bei Selbstbau sieht das natĂŒrlich anders aus, sowohl was die Kosten als auch die GrĂ¶ĂŸe der Tanks angeht. "VernĂŒnftig" dimensioniert passt die TTT wohl aber wahrscheinlich nicht mehr in den Schrank (das zeigen ja auch die Threads zu dem Thema hier im Forum).
Wie oben schon erwĂ€hnt: Es gibt viele Alternativen, die TTT ist sicher eine davon. Nur fĂŒr meine Anwendung seh ich mehr Nach- als Vorteile.

GrundsĂ€tzlich möchte ich mal sagen: Ich finde es toll, wie ihr alle hier die Diskussion mit Euren Erfahrungen / Ideen bereichert! Danke dafĂŒr!

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