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Ford Nugget Forum

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Befestigung einer Hängematte am Nugget 00-13

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05 Jun 2016 16:53 - 05 Jun 2016 16:55 #1 von ~till~
Hallo Forum!
Ein Baum / Mast / Whatever zum Festbinden einer Hängematte ist ja schnell gefunden, aber zwei?
Und bekanntlich findet sich am Nugget kein wirklich geeigneter zweiter Aufhängepunkt dafür.
Also habe ich mir einen gebaut. Voila:








Liebe Grüße,
~till~

Fortsetzung folgt

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Letzte Änderung: 05 Jun 2016 16:55 von ~till~.

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05 Jun 2016 16:59 - 05 Jun 2016 17:16 #2 von ~till~
… Fortsetzung:
Die Planung:
Eigentlich wollte ich einen kleinen Heckträger für die Sat-Schüssel selbst bauen und ans Heck kleben. Zu diesem Zweck hatte ich ein bißchen rumgerechnet, was mit Kleben so zu verrichten ist. Und ich kam zu dem Ergebnis: Erstaunlich viel.
Das Projekt Heckträger wurde mir zu aufwändig und es wurde hier im Forum grad ein gebrauchter Originalträger angeboten. Da hab ich das gestoppt. Aber das mit dem Kleben wollte ich nun wissen :woohoo: .

Mein Hängemattenösenblech ist also ausschließlich mit Sikaflex 252i geklebt, nicht ans Auto geschraubt oder geschweißt!



Die Seilkräfte einer Hängematte werden schon ordentlich. Z.B. bei einer Spannweite von 3,5m, einer Durchhängung von 0,5m und einem Menschen von 80kg sind es nach meiner Rechnung 145 kp.
Ein mindestens 6mm Edelstahlblech kann man meiner Meinung nach im Vergleich zur Klebung (und zur Autokarosserie) als starr betrachten. Eine Belastung rein auf Zug oder Scherung würde also bei 2N/mm² Zugscherfestigkeit der Klebung und 150x40=6000mm² Fläche 1,2 to halten, also weitaus genug.
(Datenblatt Sikaflex 252i)
Kritischer ist da schon das Moment, das über die Öse eingebracht wird. Am kritischsten sicher, wenn die Hängematte querab aufgehängt wird. Ehrlich gesagt geriet ich da an meine Grenzen und ich wusste nicht, wie das einigermaßen korrekt gerechnet wird. Wenn der Kraftangriffspunkt an der Öse sagen wir 40mm Abstand von der Klebefläche hat, dann würde eine Abstützung des Moments ganz an den Rändern des Bleches (links und rechts) einen Hebelarm von je 20 mm haben und somit die Hälfte durch 145 kp Zug auf der einen und die Hälfte durch 145 kp Druck auf der anderen Seite abgestützt werden. Betrachtet man die Kraft dagegen als jeweils in der Mitte der beiden Blechhälften angreifend, sind es entsprechend jeweils doppelt so viel. Das muss dann jeweils vom halben Blech bzw. dessen Klebung getragen werden – und dann wird es schon interessant. Aber wie gesagt, meine Rechnung ist sicher falsch, lässt aber Erkennen, dass das Projekt gar nicht so völlig blödsinnig ist wie es vielleicht auf den ersten Blick scheint und die Hängematte nicht bei der ersten Belastung abreißen wird.:-)
Fortsetzung folgt……

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Letzte Änderung: 05 Jun 2016 17:16 von ~till~.
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05 Jun 2016 17:05 - 05 Jun 2016 17:09 #3 von ~till~
… Fortsetzung
Die Durchführung:
Nun denn, Versuch macht kluch :cheer: : Also eine V4A-Öse („Ringmutter M10 DIN 582“, Achtung: keine billige gegossene „ähnlich DIN 582“) aus dem Baumarkt geholt (5,90 EUR) und zum örtlichen Schlosser gebracht. Der hat mir die auf ein V2A-Blech 40 mm x 150 mm, 6 mm dick, geschweißt (20 Euro – ich glaube nicht, dass das für ihn kostendeckend war... Das war evtl. ein Freundschafts- oder ein Mitleidpreis, denn dass die Klebung halten würde, glaubte er als alter Schlossermeister natürlich nicht :evil: ). Dann noch ne Kartusche Sikaflex 252i und los ging‘s.




Die Klebeflächen habe ich mit Bremsenreiniger entfettet. Nach dem Kleben ist der Kleber ja erstmal ne ganze Weile pastös, die Konstruktion muss also fixiert werden. Dabei muss man darauf achten, dass das Blech nicht zu stark gegen das Auto gedrückt wird, so dass eine genügend dicke Klebeschicht erhalten bleibt. (Das ist mir wie man auf den Fotos vielleicht erkennen kann nicht so ganz perfekt gelungen…). Nach zwei Tagen habe ich die Fixierungen entfernt und konnte zumindest mit dem Auto wieder fahren.
Der Plan war übrigens, mittels Haushaltshandschuhen und Abklebungen die Sauerei in Grenzen zu halten. Ein guter Plan. Ist aber auch nicht so ganz gelungen…
Von der Kleberkartusche braucht man natürlich höchstens ein Viertel. Den Rest im Gefrierschrank o.ä. aufzubewahren, wollte ich mir nicht antun. Ich habe einfach die „Krümelrinne“ im Fußboden des Küchenbereichs damit verfüllt.
Dann kam der schwierigste Teil: Auf der zweiten Seite des Datenblattes des Klebers kann man erkennen, dass es nicht verkehrt ist, dem Kleber ordentlich viel Zeit zum Aushärten („Vernetzen“) zu geben. Also habe ich erst heute, zwei Wochen nach der Anbringung, den vollen Belastungstest gemacht. Taraaah: Es hält prima!
Bei Belastung diagonal oder querab (siehe Fotos im ersten Beitrag) sind durchaus einige Zehntelmillimeter elastische Bewegung in der Klebung *und im Blech des Holms* spürbar. Aber meines Erachtens alles im grünen Bereich.
Also von nun an kann ich je nach Wunsch die Hängematte in verschiedenen Positionen anbringen: Diagonal hinten, als Schattenspender auch unter der geöffneten Heckklappe (die Öse ist so tief angebracht, dass das nicht mit dem Heckklappenaufsteller kollidiert und bei geschlossener Heckklappe auch nicht mit dem Fahrradträger).
Oder nach hinten weg (dann kann man ohne die Hängematte anzufassen auch die Heckklappe öffnen und schließen)
Oder auch querab, ggfs. auch unter der Markise. Die Seitentür ist natürlich jederzeit ohne Kollision öffenbar.
…. Ab in den Urlaub!! (schön wär’s…)
Liebe Grüße,
~till~

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Letzte Änderung: 05 Jun 2016 17:09 von ~till~.
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05 Jun 2016 17:06 #4 von galli
Super
der Baum ist fest, mit dem Auto stellst du die Sielkrümmung der Hängematte ein!

Ja das Zeug hält bombig, auf geeignetem Material.

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05 Jun 2016 17:58 #5 von ~till~
Hallo Galli,
ui, Du bist aber schnell :laugh:
Ich war noch gar nicht fertig mit dem Geschreibsel.

Nachtrag:
"Das Konzept besticht durch Eleganz trotz seines Scheiterns." :P
Auf dem 2. und 3. Bild zeichnet es sich bereits ab: Ich kann gar nicht in der Hängematte liegen :S .
Jedenfalls nicht, wenn meine Frau dabei ist :evil: .
Da bräuchte ich schon noch eine zweite Öse und eine zweite Hängematte... :sick:

Aber ich bin natürlich schon glücklich, wenn sie glücklich lächelnd in der Hängematte liegt.
Oder war es ein eher belustigtes Lächeln, wie man so einen Aufriss um eine schlichte Öse an einem Auto machen kann, dass man daraus sogar einen Forumsbeitrag im Internet macht?
Egal :lol: , ich habe meinen Spaß :lol:
Liebe Grüße,
~till~

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05 Jun 2016 21:20 #6 von galli
Der Symetrie halber brauchts schon noch eine Öse auf der anderen Seite..... :whistle:

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05 Jun 2016 21:51 #7 von wonkothesane
wonkothesane antwortete auf Befestigung einer Hängematte am Nugget 00-13
Aber sagt mal, wenn ich das recht verstehe, dann hängt doch alles auch letztlich an der Haftungskraft zwischen Lack und Metall !! Wahnsinn...

LG Holger

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05 Jun 2016 22:05 #8 von nullvier
ich habe einfach vorne und hinten (je nachdem wo der baum steht..) je 2 ösen mit schraubgewinde in die originalen aufnahmen für den seitenträger geschraubt. durch die 2 ösen stecke ich einen ca 10cm langen bolzen welcher über 2 kerben verfügt, so dass er seitlich nicht verrutscht unter belastung. dann kommt der karabinerhaken der hängematte dran.

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05 Jun 2016 22:28 #9 von Hausmeister09
Hausmeister09 antwortete auf Befestigung einer Hängematte am Nugget 00-13
Servus
Ans Hochdach? Soviel Belastung hängen?

Gruss Rudi

Aus Gesundheitlichen Jetzt mehr Power Ford Kuga mit 186 PS Automatik und Weinsberg Cara Two 390 QD Damit es schneller zum Kastlhof geht.
Wir werden aber den Forum trotzdem treu bleiben!
Und wenn wir dürfen und können sind wir auch Mal auf einen Nugget Treffen dabei!
ST-Info 93 über PN

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05 Jun 2016 23:03 #10 von ~till~

wonkothesane schrieb: Aber sagt mal, wenn ich das recht verstehe, dann hängt doch alles auch letztlich an der Haftungskraft zwischen Lack und Metall !! Wahnsinn...

LG Holger


Hallo Holger,
ja genau. Wird meines Wissens z.B. bei Windschutzscheiben genauso gemacht.
Aber Zahlen über die Haftkraft des Lackes kenne ich nicht...

Liebe Grüße,
~till~

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