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Ford Transit MK3 mit Motorschaden? Vertrau keiner Werkstatt
- holden
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02 Feb 2023 12:42 #1
von holden
Ford Transit MK3 mit Motorschaden? Vertrau keiner Werkstatt wurde erstellt von holden
Hallo liebes Forum,
ich stelle mich und mein Gefährt mal kurz vor: Meine Freundin und ich haben vor drei Jahren unser Erspartes zusammengekratzt, um uns einen Transit von 1987 2,5L Diesel (68PS) mit Westfalia Nugget Ausbau zu kaufen, damit wir zusammen mit unserem geliebten Hund Urlaub machen können. Das war knapp vor Corona und sicherlich nicht die schlechteste Idee
Vor 3 Wochen mussten wir mal wieder zum TÜV, und der sagte dass das Auto insgesamt technisch einwandfrei ist, nur bei der AU ist er weit über Normwert. Ich bin dann zu einer Werkstatt gefahren, die mir vor 1,5 Jahren die Dieselpumpe neu abgedichtet und eingebaut haben, da ich mir dachte dass die Pumpe vielleicht falsch eingestellt ist.
Gestern kam dann die Hiobsbotschaft: Die Kompression am Motor sei nicht mehr gegeben, das hätte der KFZetti schon gemerkt als er die Ölmessnadel herauszog und ihm etwas Öl entgegenkam. Außerdem würde man an der bläulichen Rauchentwicklung und daran wie er ruckelt schon merken dass er nciht mehr auf allen Zylindern läuft --> Motor muss ausgetauscht oder generalüberholt werden, Kosten zwischen 2000-3000€, was für meine Freundin und mich (beide Studenten) ein wirtschaftlicher Totalschaden ist.
Ein Freund von mir, der sich sehr gut mit Motoren auskennt, aber leider nicht in Reichweite (Spanien) lebt, meinte dass es unwahrscheinlcih ist dass der Motor bei einer Laufleistung von 182.000KM aufgibt. "2,5L Hubraum und nur 68PS... das Ding überlebt wahrscheinlich sogar dich!" waren seine Worte.
Ich kann sagen dass wohl wirklich mehr Rauch aus dem Auspuff kommt als gewöhnlich. ABER: Das Auto ruckelt wie eh und je, ist also nicht schlimmere geworden, und auch der Motor springt problemlos an sobald ich den Zündschlüssel umlege, sogar bei den Minusgraden die gerade sind. Außerdem musste ich seit bestimmt 2000km kein Öl mehr nachfüllen, er verliert nur minimal und ist immer noch im Sollbereich. Müsste er da nicht viel verlieren, weil er Öl verbrennt? (blauer Rauch). Mein Freund sagte mir, es könnte auch an den Einspritzdüsen und ihren Dichtungen liegen, da diese vielleicht porös oder nicht mehr fest sind und vom Motoröl umspült werden. Könne man tseten indem ich den Stöpsel wo ich Öl ausfülle mal abziehe, das Auto anlasse und schau ob dor Rauch herauskommt oder noch Kompression ist. Das habe ich gemacht, Rauch kann ich keinen erkennen, aber wenn ich die Einfüllöffnung mit der Hand zuhalte, merke ich wie nach ein paar Sekunden etwas Druck aufgebaut wird und Luft rausgedrückt werden will. Das ist doch in Zichen dafür dass die Kompression noch da ist?
Die Werkstatt hat auf Nachfrage die Düsen-Dichtungen beim Austausch der Dieselpumpe NICHT neu gemacht. Die sagten mir heute am Telefon aber dass es das nicht sein wird. Ich habe aber das starke Gefühl dass mich die Werkstatt einfach möglichst schnell vom Hof haben will. Habt ihr eine Meinung dazu? Und falls es wirklich ein Motorschaden ist, habt ihr noch eine Idee wie ich AU bekommen könnte? Eine Werkstatt hier im Münsterland, die es nicht so genau nimmt mit den Werten kenne ich leider nicht. Neuen Luftfilter habe ich schon eingebaut. Ich habe mir nun Liquimoly Dieselzusatz zum reinigen gekauft, bin vllt hilft das ja was. Dieselfilter ist auch schon älter, könnte das was sein? Wenn ich wenigstens nochmal AU und damit TÜV kriegen würde wär das schon was, wir fahren eh nur max. 200km an irgendwelche Seen und campen da mit dem Hund, das Auto muss keine Europa-Tourneen mehr durchhalten.
ich stelle mich und mein Gefährt mal kurz vor: Meine Freundin und ich haben vor drei Jahren unser Erspartes zusammengekratzt, um uns einen Transit von 1987 2,5L Diesel (68PS) mit Westfalia Nugget Ausbau zu kaufen, damit wir zusammen mit unserem geliebten Hund Urlaub machen können. Das war knapp vor Corona und sicherlich nicht die schlechteste Idee
Vor 3 Wochen mussten wir mal wieder zum TÜV, und der sagte dass das Auto insgesamt technisch einwandfrei ist, nur bei der AU ist er weit über Normwert. Ich bin dann zu einer Werkstatt gefahren, die mir vor 1,5 Jahren die Dieselpumpe neu abgedichtet und eingebaut haben, da ich mir dachte dass die Pumpe vielleicht falsch eingestellt ist.
Gestern kam dann die Hiobsbotschaft: Die Kompression am Motor sei nicht mehr gegeben, das hätte der KFZetti schon gemerkt als er die Ölmessnadel herauszog und ihm etwas Öl entgegenkam. Außerdem würde man an der bläulichen Rauchentwicklung und daran wie er ruckelt schon merken dass er nciht mehr auf allen Zylindern läuft --> Motor muss ausgetauscht oder generalüberholt werden, Kosten zwischen 2000-3000€, was für meine Freundin und mich (beide Studenten) ein wirtschaftlicher Totalschaden ist.
Ein Freund von mir, der sich sehr gut mit Motoren auskennt, aber leider nicht in Reichweite (Spanien) lebt, meinte dass es unwahrscheinlcih ist dass der Motor bei einer Laufleistung von 182.000KM aufgibt. "2,5L Hubraum und nur 68PS... das Ding überlebt wahrscheinlich sogar dich!" waren seine Worte.
Ich kann sagen dass wohl wirklich mehr Rauch aus dem Auspuff kommt als gewöhnlich. ABER: Das Auto ruckelt wie eh und je, ist also nicht schlimmere geworden, und auch der Motor springt problemlos an sobald ich den Zündschlüssel umlege, sogar bei den Minusgraden die gerade sind. Außerdem musste ich seit bestimmt 2000km kein Öl mehr nachfüllen, er verliert nur minimal und ist immer noch im Sollbereich. Müsste er da nicht viel verlieren, weil er Öl verbrennt? (blauer Rauch). Mein Freund sagte mir, es könnte auch an den Einspritzdüsen und ihren Dichtungen liegen, da diese vielleicht porös oder nicht mehr fest sind und vom Motoröl umspült werden. Könne man tseten indem ich den Stöpsel wo ich Öl ausfülle mal abziehe, das Auto anlasse und schau ob dor Rauch herauskommt oder noch Kompression ist. Das habe ich gemacht, Rauch kann ich keinen erkennen, aber wenn ich die Einfüllöffnung mit der Hand zuhalte, merke ich wie nach ein paar Sekunden etwas Druck aufgebaut wird und Luft rausgedrückt werden will. Das ist doch in Zichen dafür dass die Kompression noch da ist?
Die Werkstatt hat auf Nachfrage die Düsen-Dichtungen beim Austausch der Dieselpumpe NICHT neu gemacht. Die sagten mir heute am Telefon aber dass es das nicht sein wird. Ich habe aber das starke Gefühl dass mich die Werkstatt einfach möglichst schnell vom Hof haben will. Habt ihr eine Meinung dazu? Und falls es wirklich ein Motorschaden ist, habt ihr noch eine Idee wie ich AU bekommen könnte? Eine Werkstatt hier im Münsterland, die es nicht so genau nimmt mit den Werten kenne ich leider nicht. Neuen Luftfilter habe ich schon eingebaut. Ich habe mir nun Liquimoly Dieselzusatz zum reinigen gekauft, bin vllt hilft das ja was. Dieselfilter ist auch schon älter, könnte das was sein? Wenn ich wenigstens nochmal AU und damit TÜV kriegen würde wär das schon was, wir fahren eh nur max. 200km an irgendwelche Seen und campen da mit dem Hund, das Auto muss keine Europa-Tourneen mehr durchhalten.
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- qwei
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02 Feb 2023 13:05 #2
von qwei
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EZ: 4/2018 AD 170PS
Lifepo4+Heizung, Victron XS Booster 50A
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Victron SmartSolar Laderegler 75/15
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qwei antwortete auf Ford Transit MK3 mit Motorschaden? Vertrau keiner Werkstatt
Das einzige was mir einfällt, wäre eine 2te oder 3te diagnose stellen von anderen Werkstätten, ob das im Endeffekt hilft kann ich auch nicht sehen.
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02 Feb 2023 13:42 #3
von Dolomiti
Ford Nugget AD 2,2L bis 01/2023 Neu Pössl RoadCamp 540R Citroën 2,2L
Dolomiti antwortete auf Ford Transit MK3 mit Motorschaden? Vertrau keiner Werkstatt
Ja, kann mich dem nur anschließen.
Zweite Meinung einholen.
Von jemanden mit Dieselkenntnissen.
LG, Maddin
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Ford Nugget AD 2,2L bis 01/2023 Neu Pössl RoadCamp 540R Citroën 2,2L
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- madmax
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02 Feb 2023 14:13 - 02 Feb 2023 14:26 #4
von madmax
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madmax antwortete auf Ford Transit MK3 mit Motorschaden? Vertrau keiner Werkstatt
Hallo Holden,
du hattest doch 2016 bereits einen schlecht startenden 87er Nugget, ist das nun derselbe oder habt ihr nochmal einen gekauft?
Zum Aktuellen, wenn sich Druck am Öldeckel bildet ist das eigentlich kein Zeichen daß die Kompression gut ist sondern das die Kompression bzw. der Druck an den Kolben vorbei im Kurbelgehäuse landet was auf Verschleiß deutet aber bis zu einem bestimmten Maß tolerabel ist. Eigentlich sollte dieser Druck im Gehäuse jedoch durch die Gehäuseentlüftung in den Ansaugtrakt entweichen. Einen Dieselmotor der so verschlissen sein soll, daß er keine AU mehr schafft aber bei Minusgraden problemlos anläuft habe ich noch nicht gesehen.
Folgende Prämissen sind gesetzt nehm ich an: Der Luftfilter, der/die Dieselfilter und das Motoröl sind die richtigen und natürlich frisch bzw. innerhalb des üblichen Wartungsintervals! Der Nugget hat Winterdiesel drin, das Ventilspiel wurde kontrolliert und ist korrekt eingestellt!
Der Nugget raucht wirklich bläulich? Wenn ja, tut er das kalt wie warm? Im Standgas ruckelt er ggf. oder läuft etwas unrund, mindestens wenn er länger als eine Ampelphase im Standgas läuft? Das Motoröl samt Abgas riecht ggf. nach frischem Diesel? Blau im Abgas bedeutet unverbrannter Diesel. Dann würde ich mich um die Einspritzdüsen kümmern. Heist ausbauen, prüfen lassen. Prüfen lassen heist, passt der Öffnungsdruck? ...Spritzbild? ...sind die Düsen dicht oder tropfen sie nach? Das kann nahezu jede Landmaschinen Werkstatt und auch versierte Kfz Werkstätten.
Läuft der Nugget im Standgas offensichtlich unrund und/oder hat ein unregelmäßiges Nageln wäre die Schnelldiagnose an den Einspritzdüsen die Leitungen vorab leicht zu lockern und bei laufendem Motor jeweils ein Leitung zu lösen bis an der Verschraubung Diesel rausdrückt. Man erkennt und hört anhand des Motorlaufes ob der jeweilige Zylinder bzw. die jeweilige Einspritzdüse überhaupt ordentlich mitarbeitet.
du hattest doch 2016 bereits einen schlecht startenden 87er Nugget, ist das nun derselbe oder habt ihr nochmal einen gekauft?
Zum Aktuellen, wenn sich Druck am Öldeckel bildet ist das eigentlich kein Zeichen daß die Kompression gut ist sondern das die Kompression bzw. der Druck an den Kolben vorbei im Kurbelgehäuse landet was auf Verschleiß deutet aber bis zu einem bestimmten Maß tolerabel ist. Eigentlich sollte dieser Druck im Gehäuse jedoch durch die Gehäuseentlüftung in den Ansaugtrakt entweichen. Einen Dieselmotor der so verschlissen sein soll, daß er keine AU mehr schafft aber bei Minusgraden problemlos anläuft habe ich noch nicht gesehen.
Folgende Prämissen sind gesetzt nehm ich an: Der Luftfilter, der/die Dieselfilter und das Motoröl sind die richtigen und natürlich frisch bzw. innerhalb des üblichen Wartungsintervals! Der Nugget hat Winterdiesel drin, das Ventilspiel wurde kontrolliert und ist korrekt eingestellt!
Der Nugget raucht wirklich bläulich? Wenn ja, tut er das kalt wie warm? Im Standgas ruckelt er ggf. oder läuft etwas unrund, mindestens wenn er länger als eine Ampelphase im Standgas läuft? Das Motoröl samt Abgas riecht ggf. nach frischem Diesel? Blau im Abgas bedeutet unverbrannter Diesel. Dann würde ich mich um die Einspritzdüsen kümmern. Heist ausbauen, prüfen lassen. Prüfen lassen heist, passt der Öffnungsdruck? ...Spritzbild? ...sind die Düsen dicht oder tropfen sie nach? Das kann nahezu jede Landmaschinen Werkstatt und auch versierte Kfz Werkstätten.
Läuft der Nugget im Standgas offensichtlich unrund und/oder hat ein unregelmäßiges Nageln wäre die Schnelldiagnose an den Einspritzdüsen die Leitungen vorab leicht zu lockern und bei laufendem Motor jeweils ein Leitung zu lösen bis an der Verschraubung Diesel rausdrückt. Man erkennt und hört anhand des Motorlaufes ob der jeweilige Zylinder bzw. die jeweilige Einspritzdüse überhaupt ordentlich mitarbeitet.
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02 Feb 2023 14:15 - 02 Feb 2023 14:16 #5
von kastala
Gruß
Axel
Nugget+AD 185PS/Schalter/Pyrit-Silber/EZ 04/2022
kastala antwortete auf Ford Transit MK3 mit Motorschaden? Vertrau keiner Werkstatt
Hallo,
das mit der fehlenden Kompression deutet mir auf Verschleiß der Kolbenringe hin. Auch der nicht vorhandene Oelverbrauch (trotz bläuen im Abgas) könnte auf eine Ölverdünnung durch Dieselkraftstoff hindeuten, was dann auch wieder auf die Kolbenringe schließen ließe.
Natürlich all das nur, wenn hier bei der Diagnose in der Werkstatt niemand "geschwindelt" hat.
das mit der fehlenden Kompression deutet mir auf Verschleiß der Kolbenringe hin. Auch der nicht vorhandene Oelverbrauch (trotz bläuen im Abgas) könnte auf eine Ölverdünnung durch Dieselkraftstoff hindeuten, was dann auch wieder auf die Kolbenringe schließen ließe.
Natürlich all das nur, wenn hier bei der Diagnose in der Werkstatt niemand "geschwindelt" hat.
Gruß
Axel
Nugget+AD 185PS/Schalter/Pyrit-Silber/EZ 04/2022
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02 Feb 2023 19:22 #6
von holden
holden antwortete auf Ford Transit MK3 mit Motorschaden? Vertrau keiner Werkstatt
Vielen Dank für die vielen Antworten!
Tatsächlich ein anderen, den damaligen musst ich aus finanziellen Gründen verkaufen. Der sprang damals aus mehreren Gründen nicht gut an, das Starten ist bei dem neuen ja nicht das Problem, den ich mir zusammen mit meiner Freundin gekauft hab.
Ok das macht mir erstmal Mut. Dieselfilter wurde meines Wissens zumindest in den letzten 2 Jahren nicht ausgetauscht, angeblich aber 2018 sehe ich hier auf einer Rechnung. Habe gelesen dass nach ca 30.000 km gewechselt werden soll. Wäre eine Möglichkeit, jedoch schon sehr sehr fahrlässig von der Werkstatt das nicht in Betracht zu ziehen. Und was genau heißt Winterdiesel? Als Öl hab ich 15W30 drauf, das habe ich im Internet gelesen dass das passt, hatte auch der Vorbesitzer benutzt. Da ich ja Laie bin muss ich auch noch fragen was du mit Ventilspiel meinst, damit ich die Frage an die Werkstatt weitergeben kann.
Ja, läuft meiner Meinung nach nicht rund im Standgas, dreht manchmal von den Umdrehungen runter, geht fast aus und schaukelt sich dann wieder hoch, das alles aber nur wenn der Motor kalt ist und es auch draussen friert. Er qualmt vor allem beim anlassen sehr stark und wird dann weniger. Was "normal" ist kann ich ehrlich gesagt nicht genau sagen. Werde morgen mal meine Nase hinten dranhalten und schauen ob ich richen kann ob es nach Diesel stinkt oder nach verbranntem Motoröl
Hallo Holden,
du hattest doch 2016 bereits einen schlecht startenden 87er Nugget, ist das nun derselbe oder habt ihr nochmal einen gekauft?
Tatsächlich ein anderen, den damaligen musst ich aus finanziellen Gründen verkaufen. Der sprang damals aus mehreren Gründen nicht gut an, das Starten ist bei dem neuen ja nicht das Problem, den ich mir zusammen mit meiner Freundin gekauft hab.
Zum Aktuellen, wenn sich Druck am Öldeckel bildet ist das eigentlich kein Zeichen daß die Kompression gut ist sondern das die Kompression bzw. der Druck an den Kolben vorbei im Kurbelgehäuse landet was auf Verschleiß deutet aber bis zu einem bestimmten Maß tolerabel ist. Eigentlich sollte dieser Druck im Gehäuse jedoch durch die Gehäuseentlüftung in den Ansaugtrakt entweichen. Einen Dieselmotor der so verschlissen sein soll, daß er keine AU mehr schafft aber bei Minusgraden problemlos anläuft habe ich noch nicht gesehen.
Folgende Prämissen sind gesetzt nehm ich an: Der Luftfilter, der/die Dieselfilter und das Motoröl sind die richtigen und natürlich frisch bzw. innerhalb des üblichen Wartungsintervals! Der Nugget hat Winterdiesel drin, das Ventilspiel wurde kontrolliert und ist korrekt eingestellt!
Ok das macht mir erstmal Mut. Dieselfilter wurde meines Wissens zumindest in den letzten 2 Jahren nicht ausgetauscht, angeblich aber 2018 sehe ich hier auf einer Rechnung. Habe gelesen dass nach ca 30.000 km gewechselt werden soll. Wäre eine Möglichkeit, jedoch schon sehr sehr fahrlässig von der Werkstatt das nicht in Betracht zu ziehen. Und was genau heißt Winterdiesel? Als Öl hab ich 15W30 drauf, das habe ich im Internet gelesen dass das passt, hatte auch der Vorbesitzer benutzt. Da ich ja Laie bin muss ich auch noch fragen was du mit Ventilspiel meinst, damit ich die Frage an die Werkstatt weitergeben kann.
Der Nugget raucht wirklich bläulich? Wenn ja, tut er das kalt wie warm? Im Standgas ruckelt er ggf. oder läuft etwas unrund, mindestens wenn er länger als eine Ampelphase im Standgas läuft? Das Motoröl samt Abgas riecht ggf. nach frischem Diesel? Blau im Abgas bedeutet unverbrannter Diesel. Dann würde ich mich um die Einspritzdüsen kümmern. Heist ausbauen, prüfen lassen. Prüfen lassen heist, passt der Öffnungsdruck? ...Spritzbild? ...sind die Düsen dicht oder tropfen sie nach? Das kann nahezu jede Landmaschinen Werkstatt und auch versierte Kfz Werkstätten.
Läuft der Nugget im Standgas offensichtlich unrund und/oder hat ein unregelmäßiges Nageln wäre die Schnelldiagnose an den Einspritzdüsen die Leitungen vorab leicht zu lockern und bei laufendem Motor jeweils ein Leitung zu lösen bis an der Verschraubung Diesel rausdrückt. Man erkennt und hört anhand des Motorlaufes ob der jeweilige Zylinder bzw. die jeweilige Einspritzdüse überhaupt ordentlich mitarbeitet.
Ja, läuft meiner Meinung nach nicht rund im Standgas, dreht manchmal von den Umdrehungen runter, geht fast aus und schaukelt sich dann wieder hoch, das alles aber nur wenn der Motor kalt ist und es auch draussen friert. Er qualmt vor allem beim anlassen sehr stark und wird dann weniger. Was "normal" ist kann ich ehrlich gesagt nicht genau sagen. Werde morgen mal meine Nase hinten dranhalten und schauen ob ich richen kann ob es nach Diesel stinkt oder nach verbranntem Motoröl
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02 Feb 2023 19:53 - 02 Feb 2023 21:50 #7
von madmax
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madmax antwortete auf Ford Transit MK3 mit Motorschaden? Vertrau keiner Werkstatt
Hallo Holden,
Ventilspiel bedeutet das Spiel in der Betätigung der Ein- und Auslassventile zwischen Ventile und Nocken der Nockenwelle. Das korrekte Ventilspiel ist bei den alten Transit Dieseln wichtig für einen ordentlichen Motorlauf. Eine Werkstatt sollte wissen was damit gemeint ist. Im folgenden verlinkten Thread im Beitrag #6 findest du ein Bild mit Blick auf einen Zylinderkopf ohne Ventildeckel. Dort sind schön die Kipphebel und Einstellschrauben für das Ventilspiel zu erkennen. Links davon sind auch die Enspritzventile samt Leitungen zu erkennen. Die Prüfung und das Einstellen des Ventilspieles gehört bei deinem Modell noch dazu wie den Reifendruck zu prüfen. Das haben leider viele Werkstätten nicht mehr auf dem Schirm weil in den 80ern bereits das Zeitalter der Hydrostösel (=automat. Ventilspielausgleich) angebrochen ist.
Ventile einstellen Bj 1989
Das die Kiste bei Kälte nach dem Anlassen vor sich hin qualmt ist weniger spektakulär, was macht er wenn er auf Temperatur kommt nach 20-30 Minuten Fahrt? Kommt er überhaupt auf Betriebstemperatur, wenn ja, wie läuft er dann im Standgas, mit pendelnder Drehzahl, mit unregelmäßigem Nageln, kommen dann auch blaue Wölkchen? Wie qualmt er warm im Fahrbetrieb, gar nicht, hell oder schwarz? Ohne Betriebstemperatur wird es auch schwierig mit der AU.
Den Dieselfilter mit über 2 Jahren würde nicht so tragisch sehen wie einen verdreckten Luftfilter. Öl bekommen die alten 2,5l m.E. 15W40 aber das ist im Winter jetzt nicht so wichtig. Das Öl bzw. der Ölfilter sollte zur AU auch nicht uralt sein.
PS: ruinieren kann man auch solche "Motorensaurier" indem man sie kalt mit Vollgas und/oder hohen Drehzahlen oder Kurzstrecken quält, mit mangelnder Pflege wie sparen an Luftfiltern und Ölwechseln... Also 200k km sind in manchen Händen auch schon viel für so einen Motor, da ist dein Kumpel arger Optimist
Ventilspiel bedeutet das Spiel in der Betätigung der Ein- und Auslassventile zwischen Ventile und Nocken der Nockenwelle. Das korrekte Ventilspiel ist bei den alten Transit Dieseln wichtig für einen ordentlichen Motorlauf. Eine Werkstatt sollte wissen was damit gemeint ist. Im folgenden verlinkten Thread im Beitrag #6 findest du ein Bild mit Blick auf einen Zylinderkopf ohne Ventildeckel. Dort sind schön die Kipphebel und Einstellschrauben für das Ventilspiel zu erkennen. Links davon sind auch die Enspritzventile samt Leitungen zu erkennen. Die Prüfung und das Einstellen des Ventilspieles gehört bei deinem Modell noch dazu wie den Reifendruck zu prüfen. Das haben leider viele Werkstätten nicht mehr auf dem Schirm weil in den 80ern bereits das Zeitalter der Hydrostösel (=automat. Ventilspielausgleich) angebrochen ist.
Ventile einstellen Bj 1989
Das die Kiste bei Kälte nach dem Anlassen vor sich hin qualmt ist weniger spektakulär, was macht er wenn er auf Temperatur kommt nach 20-30 Minuten Fahrt? Kommt er überhaupt auf Betriebstemperatur, wenn ja, wie läuft er dann im Standgas, mit pendelnder Drehzahl, mit unregelmäßigem Nageln, kommen dann auch blaue Wölkchen? Wie qualmt er warm im Fahrbetrieb, gar nicht, hell oder schwarz? Ohne Betriebstemperatur wird es auch schwierig mit der AU.
Den Dieselfilter mit über 2 Jahren würde nicht so tragisch sehen wie einen verdreckten Luftfilter. Öl bekommen die alten 2,5l m.E. 15W40 aber das ist im Winter jetzt nicht so wichtig. Das Öl bzw. der Ölfilter sollte zur AU auch nicht uralt sein.
PS: ruinieren kann man auch solche "Motorensaurier" indem man sie kalt mit Vollgas und/oder hohen Drehzahlen oder Kurzstrecken quält, mit mangelnder Pflege wie sparen an Luftfiltern und Ölwechseln... Also 200k km sind in manchen Händen auch schon viel für so einen Motor, da ist dein Kumpel arger Optimist
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03 Feb 2023 09:54 - 03 Feb 2023 09:56 #8
von RudiRadlos
Hallo,
ganz grundsätzlich: für 2.000 - 3.000 Euro wirst Du keine gute Motorüberholung bekommen, - das ist teurer.
Zur Einkreisung der Ursache für die o.g. Mängel würde ich (der Reihe nach) Folgendes tun:
Sicherstellen, dass Luft - und Dieselfilter OK sind.
Motorentlüftungsleitung auf Durchgängigkeit prüfen
Ventilspiel prüfen und ggf. einstellen (lassen).
Alle Einspritzdüsen ausbauen und Kompression prüfen (lassen). Wenn die Kompression einigermaßen OK ist, dann den Öffnungsdruck und das Spritzbild der Einspritzdüsen prüfen und einstellen (lassen). Möglicherweise müssen die Düsenköpfe selbst erneuert werden.
Einspritzdüsen mit neuen Dichtungen einbauen.
Diese Arbeiten würde ich nicht bei einer modernen Ford-Werkstatt machen lassen, sondern, wie auch madmax schreibt, bei einer Landmaschinenwerkstatt. Der Motor hat durchaus Nähe zu einem Traktormotor.
Da der Motor (nach deiner Aussage) auch bei Kälte gut anspringt, sollte die Kompression nicht schlecht sein, aber es wäre möglich, dass ein einzelner Zylinder schlechte Werte liefert. In diesem Fall würde ich auf weitere Arbeiten vor Ort verzichten und überlegen, ob eine Komplettrevision z.B. in Polen in Frage kommt. Dort kennt man sich mit Motoren älterer Bauart besser aus, und die Arbeitslöhne sind etwas günstiger als in Deutschland. Aber auch dann musst Du mit 2.000 Euro (oder mehr) rechnen.
Gruß & viel Glück,
Rüdiger
erst Pfadfinder, dann Camper, seit August 2010: unterwegs im 140 PS Nugget mit AD in Colorado-Rot
Seit Dezember 2019: unterwegs mit Westfalia Columbus mit AD, genannt 'Eisbär'
RudiRadlos antwortete auf Ford Transit MK3 mit Motorschaden? Vertrau keiner Werkstatt
... bei der AU ist er weit über Normwert ... die Hiobsbotschaft: Die Kompression am Motor sei nicht mehr gegeben ... Mein Freund sagte mir, es könnte auch an den Einspritzdüsen und ihren Dichtungen liegen
Hallo,
ganz grundsätzlich: für 2.000 - 3.000 Euro wirst Du keine gute Motorüberholung bekommen, - das ist teurer.
Zur Einkreisung der Ursache für die o.g. Mängel würde ich (der Reihe nach) Folgendes tun:
Sicherstellen, dass Luft - und Dieselfilter OK sind.
Motorentlüftungsleitung auf Durchgängigkeit prüfen
Ventilspiel prüfen und ggf. einstellen (lassen).
Alle Einspritzdüsen ausbauen und Kompression prüfen (lassen). Wenn die Kompression einigermaßen OK ist, dann den Öffnungsdruck und das Spritzbild der Einspritzdüsen prüfen und einstellen (lassen). Möglicherweise müssen die Düsenköpfe selbst erneuert werden.
Einspritzdüsen mit neuen Dichtungen einbauen.
Diese Arbeiten würde ich nicht bei einer modernen Ford-Werkstatt machen lassen, sondern, wie auch madmax schreibt, bei einer Landmaschinenwerkstatt. Der Motor hat durchaus Nähe zu einem Traktormotor.
Da der Motor (nach deiner Aussage) auch bei Kälte gut anspringt, sollte die Kompression nicht schlecht sein, aber es wäre möglich, dass ein einzelner Zylinder schlechte Werte liefert. In diesem Fall würde ich auf weitere Arbeiten vor Ort verzichten und überlegen, ob eine Komplettrevision z.B. in Polen in Frage kommt. Dort kennt man sich mit Motoren älterer Bauart besser aus, und die Arbeitslöhne sind etwas günstiger als in Deutschland. Aber auch dann musst Du mit 2.000 Euro (oder mehr) rechnen.
Gruß & viel Glück,
Rüdiger
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Letzte Änderung: 03 Feb 2023 09:56 von RudiRadlos.
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03 Feb 2023 11:21 - 05 Feb 2023 12:51 #9
von Homo Transitus
Grüße vom Homo Transitus
Nugget 2013, Race-Rot, 125PS, AD
Homo Transitus antwortete auf Ford Transit MK3 mit Motorschaden? Vertrau keiner Werkstatt
An den 2.5D ist wegen seiner "sportlichen" Leistung gerne gebastelt worden. Du bist sicher das alles originale Teile sind und du nicht eine abgebrochene Bastelbude vor dir hast? Wie sah die letzte AU aus?
Grüße vom Homo Transitus
Nugget 2013, Race-Rot, 125PS, AD
Letzte Änderung: 05 Feb 2023 12:51 von Homo Transitus.
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03 Feb 2023 22:55 #10
von holden
holden antwortete auf Ford Transit MK3 mit Motorschaden? Vertrau keiner Werkstatt
Vielen Dank für die ganzen Tipps und Ideen. Ich hab das Auto heute zu einer LKW-Werkstatt gebracht, wo ich einen älteren Schrauber fand der sehr kompetent wirkte. Er meinte dass er die Punkte abklappert di hier genannt wurden, erstmal schaut ob die Dieselpumpe richtig eingestellt ist, und sich danach die Einspritzdüsen anschaut. Ich werde berichten
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