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Kohlenmonoxidausgasung aus GFK-Hochdach
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28 Apr 2020 08:52 #21
von Blackporter
Nugget HD Chroma-blau, 07/2020, 130 PS, Schaltgetriebe, AHK, viele Elektronik-Spielereien
Blackporter antwortete auf Kohlenmonoxidausgasung aus GFK-Hochdach
@kk56k: Guten Morgen Herr Kollege (oder Frau Kollegin?)!
Das wird ja immer interessanter hier - wenn wir so weitermachen, bekommen wir am Ende noch eine anständige Versuchsplanung zusammen 
Das Thema mit der Temperatur hat mich dann doch interessiert. Ich hab mal kurz hier nachgelesen, wie so ein CO Melder eigentlich genau funktioniert.
Da klingeln bei mir im wesentlichen zwei Begriffe:
"elektrochemische" ==> In der Chemie geht man bei einer Temperaturerhöhung von 10 Grad von einer Verdoppelung bis Vervierfachung der Reaktionsgeschwindigkeit aus (vgl. Arrhenius ).
"Leitfähigkeit" ==> die ist auch je nach Stoff mehr oder weniger stark von der Temperatur abhängig.
Bei den minimalen CO Konzentrationen, die hier gemessen werden, kann der Einfluss der Temperatur auf das Ergebnis schon wesentlich sein.
Wenn ich es richtig sehe, hat @Dolomiti den Fehler meist bei warmen Bedingungen.
Der CO Melder zeigt doch auch die Temperatur an - macht er das auch noch bei Alarm? Dann würde ich diese Werte mal mitschreiben (und mit dem Grenzwert von 40 °C vergleichen).
Das Thema mit der Temperatur hat mich dann doch interessiert. Ich hab mal kurz hier nachgelesen, wie so ein CO Melder eigentlich genau funktioniert.
...Ein Kohlenmonoxid-Melder für private Haushalte nutzt hochgradig empfindliche elektrochemische Sensoren.
Jeder CO-Melder ist mit Sensor-Zellen aus Zinndioxid bestückt. Strömt an diesen Kohlenmonoxid vorbei, oxidiert es zu dem ungefährlichen Kohlendioxid. Dieser Vorgang nimmt Einfluss auf die Leitfähigkeit der Sensor-Zelle. Diese wertet die Widerstandsänderung aus. Je nach erreichter Konzentration des Kohlenmonoxids meldet die Zelle die Veränderung an den Raumnutzer. Dabei arbeitet sie bei niedrigen Gefahrenpotenzialen mit einer Zeitverzögerung.
Da klingeln bei mir im wesentlichen zwei Begriffe:
"elektrochemische" ==> In der Chemie geht man bei einer Temperaturerhöhung von 10 Grad von einer Verdoppelung bis Vervierfachung der Reaktionsgeschwindigkeit aus (vgl. Arrhenius ).
"Leitfähigkeit" ==> die ist auch je nach Stoff mehr oder weniger stark von der Temperatur abhängig.
Bei den minimalen CO Konzentrationen, die hier gemessen werden, kann der Einfluss der Temperatur auf das Ergebnis schon wesentlich sein.
Wenn ich es richtig sehe, hat @Dolomiti den Fehler meist bei warmen Bedingungen.
Der CO Melder zeigt doch auch die Temperatur an - macht er das auch noch bei Alarm? Dann würde ich diese Werte mal mitschreiben (und mit dem Grenzwert von 40 °C vergleichen).
Nugget HD Chroma-blau, 07/2020, 130 PS, Schaltgetriebe, AHK, viele Elektronik-Spielereien
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28 Apr 2020 12:10 - 28 Apr 2020 15:58 #22
von Sirius999
R.I.P. BigNugget, 185 PS, Automatik
„Das deutsche Schicksal: vor einem Schalter zu stehen. Das deutsche Ideal: hinter einem Schalter zu sitzen“ (Kurt Tucholsky)
Sirius999 antwortete auf Kohlenmonoxidausgasung aus GFK-Hochdach
@grünling
Zu dem Sensor.
Die heterogene chemische Reaktion - Oxidation von CO zu CO2 - am Sensor (CO + O2 sind Gase, der an der Reaktion beteiligte Sensor ein katalytisch wirkender Feststoff) wird nicht nur von der Temperatur bestimmt, sondern auch von der Frage des Stofftransports. Die Reaktion am Sensor verbraucht ja lokal das vorhandene CO durch Oxidation in CO2. Es muss also durch Diffusion und/oder Strömung "nachgeliefert" werden. Die Diffusion hängt von der Temperatur ab, diese Einflussgröße wird der Sensor bzw. das Gerät wahrscheinlich berücksichtigen.
Durch Strömung kann man das Messergebnis, vermute ich mal, auch beeinflussen. Gibt es an der Stelle wo er hängt ab und zu stärkere Luftströmungen, z. B. thermisch durch von der Sonne aufgeheizte Flächen? Gibt es dazu Vorgaben in der Gerätebeschreibung?
Aber ohne genaue Angaben zum Sensor, zur Auswerteelektronik (berücksichtigt die die Arrhenius-Formel?), ohne den Zugriff auf labormäßige Messmöglichkeiten ist das alles nur ein Stochern im Nebel.
Entweder reklamiert man das Teil, oder kauft sich ein neues (vielleicht zur gegenseitigen Kontrolle mehrere verschiedene Fabrikate
) oder verzichtet ganz einfach darauf.
LG Sirius
Der Dichteunterschied ist so gering, dass er locker von der Diffusion überspielt wird. Er wirkt sich also praktisch definitiv nicht aus. Kohlenstoffmonoxid CO hat die gleiche Dichte wie Stickstoff N2, aus dem unsere Luft zu etwa 4/5 besteht. Und zu etwa 1/5 aus Sauerstoff und der ist für sich genommen schwerer als Luft. Wie wir alle wissen, entmischt sich unsere Luft nicht in Sauerstoff am Boden und Stickstoff in den Bergen, also auch nicht das woher auch immer in den Nugget geratene CO. Siehe auch #5.grünling schrieb: ...Da Kohlenmonoxid ... leichter als Luft ist...
Zu dem Sensor.
Die heterogene chemische Reaktion - Oxidation von CO zu CO2 - am Sensor (CO + O2 sind Gase, der an der Reaktion beteiligte Sensor ein katalytisch wirkender Feststoff) wird nicht nur von der Temperatur bestimmt, sondern auch von der Frage des Stofftransports. Die Reaktion am Sensor verbraucht ja lokal das vorhandene CO durch Oxidation in CO2. Es muss also durch Diffusion und/oder Strömung "nachgeliefert" werden. Die Diffusion hängt von der Temperatur ab, diese Einflussgröße wird der Sensor bzw. das Gerät wahrscheinlich berücksichtigen.
Durch Strömung kann man das Messergebnis, vermute ich mal, auch beeinflussen. Gibt es an der Stelle wo er hängt ab und zu stärkere Luftströmungen, z. B. thermisch durch von der Sonne aufgeheizte Flächen? Gibt es dazu Vorgaben in der Gerätebeschreibung?
Aber ohne genaue Angaben zum Sensor, zur Auswerteelektronik (berücksichtigt die die Arrhenius-Formel?), ohne den Zugriff auf labormäßige Messmöglichkeiten ist das alles nur ein Stochern im Nebel.
Entweder reklamiert man das Teil, oder kauft sich ein neues (vielleicht zur gegenseitigen Kontrolle mehrere verschiedene Fabrikate
LG Sirius
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Letzte Änderung: 28 Apr 2020 15:58 von Sirius999.
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