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Ford Nugget Forum

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Batterie-Computer - kaufen oder selbst bauen?

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21 Mär 2017 14:35 #11 von _Kai_
Hallo Maximilian,

ja das NXP Teil hatte ich mir schon angesehen, ähnliches gibt es auch von TI:
www.ti.com/product/bq34z100-g1/description

Allerdings missfällt mir bei diesen Lösungen der fest eingebaute Algorithmus. Es gibt bereits verbesserte Algorithmen, die den SOH und die Batterieparamter besser abschätzen können.

Die Smartphone-Anbindung ermöglicht es im Gegensatz du den herkömmlichen Batterie-Computern die
Software modern zu halten und über die App auf dem laufenden zu halten. Somit sind dann auch veränderte, neuere Battrietypen damit zu unterstützen.


VG
Kai

Ex 2014er HD 155PS, Solar, Schrankbretter, BlueBattery
Über uns: www.blue-battery.com/ueber-uns

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21 Mär 2017 14:50 #12 von deadrabbit
Hallo Kai,

_Kai_ schrieb: Allerdings missfällt mir bei diesen Lösungen der fest eingebaute Algorithmus. Es gibt bereits verbesserte Algorithmen, die den SOH und die Batterieparamter besser abschätzen können.
i


Aber wie willst du das machen? Oder ist das Betriebsgeheimnis? B) ;)

Ich weiß nicht ob ich damit falsch liege, aber ich seh die Ermittlung des (korrekten) SoH als nicht trivial an. Da gibts ja komplette Dissertationen darüber.

VG Maximilian

Vantourer Cross Edition Peugot Boxer

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21 Mär 2017 15:31 #13 von BE_CH
Ich würde hier auch keinen Fertigbaustein wählen. Es gibt da einige Randbedingungen, die ein allgemeiner Batterie-Monitor berücksichtigen muss, die aber im Nugget keine Rolle spielen.

Wenn man mit Solarladung und den Standardverbrauchern arbeitet, sollte das ganze noch recht gut funktionieren. Zum einen schlägt der Herr Peukert nicht zu sehr zu und zum anderen wird der Referenzpunkt 100%- Akku-Voll recht häufig gegeben.

Wenn man jetzt aber mit hohen und wechselnden Strömen über die LiMa lädt und dann noch zur Nespresso-Fraktion gehört dann wird es richtig problematisch. Und da würde ich nicht einen Algorithmus für alle Anwender bauen.

Und sobald man auf LiFe(Y)Po4 wechselt ändert sich eh nochmal alles - Peukert spielt keine Rolle mehr und die Ladekurve ist viel flacher.

Daher: Ein Gerät welches die Firmware per Bluetooth upgraden kann ist klar im Vorteil.

Gruss, BE_CH

Ford Custom 310 L1 / 2.2 TDCI 125PS / 6-Gang Handschalter/AD / EZ 07/2016
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21 Mär 2017 15:33 #14 von _Kai_
Hallo Maximilian,

sicher ist das alles kompliziert. Diese Chips sind allerdings dazu gedacht individuell auf eine ganze bestimmte Batterie optimiert zu werden (zb fest verbaut in einem Akkupack oder der OEM Einsatz in einem Auto), damit man an der Batterie noch etwas sparen kann ;) und sich somit der erhöhte Elektronikaufwand rechnet.

Im Camping-Bereich ist das allerdings nicht zielführend, da ein breiteres Spektrum an verschiedenen Batterien abgedeckt werden muss und die Zielbatterie zunächst unbekannt ist. Um das alles nutzen zu können, müsste die jeweilige Batterie genau charakterisiert werden... das ist so nicht zu bewerkstelligen.

Daher verwenden handelsübliche Batteriecomputer "vereinfachte" Formeln, die auf eine Vielzahl verschiedener Batterie angewendet werden können. Diese Ziel verfolge ich, indem die Batteriedaten über das Smartphone zugänglich und auswertbar gemacht werden und sich somit der Algorithmus dann besser an die bestehende Batterie angepasst werden kann.

VG
Kai

Ex 2014er HD 155PS, Solar, Schrankbretter, BlueBattery
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  • Endtopf
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24 Mär 2017 22:38 #15 von Endtopf
@Kai: nachdem ich totaler Fan von Deinem Bluesolar Modul bin hättest Du den ersten Prototypennutzer schon mal sicher B)

Grüße

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  • hans-werner
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25 Mär 2017 13:13 #16 von hans-werner
Hallo,

der Batterie-Computer ist ja eine nette und praktische Sache. Der zeigt aber nur das Symptom an. :-)

Mir schwirrt da immer häufiger die Idee einer ganzheitlichen Lösung im Kopf herum, gekoppelt mit einem Batterie-Computer.
Hat sich schon mal jemand tiefer mit dem Thema "Batteriewächter für die Aufbaubatterie" beschäftigt?

Wünschenswert wäre es ja, die Aufbaubatterie vollumfänglich vor Tiefentladung zu schützen. Das zählt dann auch den Kühlschrank, einen Boiler (hat man meist eh schon getrennt über einen Batteriewächter angebunden), die Innenbeleuchtung, USB-Adapter und Netzteile mit ein. Manche Geräte haben ja schon ab Werk einen Tiefentladeschutz eingebaut, z.B. 230V Spannungswandler oder das Original Ford-Autoradio.

Die üblichen Batteriewächter sind ja nur bis zu einer Dauerbelastung von 15-20A ausgelegt und benötigen auch teilweise eine zuverlässige Kühlung (z.B. der KEMO M148A).

Einen Batteriewächter mit einem ordentlichen Relais (200A) direkt an die Batterie zu hängen und bei zu niedriger Spannung die komplette Batterie zu trennen, wäre ja eine Lösung. Nur: gibt es zuverlässige Relais, die das jahrelang aushalten? Außerdem hätte das auch diverse Nachteile, z.B. müsste man dann jedes Mal den Code bei Autoradio eingeben usw.

Oder wäre eine dezentrale Lösung sinnvoller, also Verbraucher einzeln oder in Gruppen zu überwachen und von der Batterie zu trennen? So könnte man die Geräte nach Priorität abschalten und ggf. sogar "Bösewichte" vorzeitig/vorausschauend (proaktiv) entlarven und trennen. Z.B. die vergessene Innenbeleuchtung nach 10h Dauerbetrieb ausschalten, oder den Kühlschrank nach 10h Dauerbetrieb (dann ist auch ein Defekt des Sensors zu vermuten). Oder die Wasserpumpe nach 1-2min Dauerbetrieb.

Das würde dann schon in einem kleinen Bordcomputer enden. :-)
Eigentlich die ideale Aufgabe für die zentrale Steuereinheit von Westfalia, aber die ist ja leider nicht perfekt. Man will aber auch nicht zu viel verlangen vom günstigsten Campingbus. Deshalb heißt es mal wieder: Selbst bauen und optimieren. :-)


Viele Grüße
Hans-Werner

Ford Nugget HD, 140PS, BJ nach VIN: 04/2013 (etis: 10/2013), 6l-Boiler (230V/12V), Scheibentönung 95%, Solar: 1x 100W + 1x 130W mono geschraubt auf Alu-Schienen + Votronic MPP 250 Duo Digital an EXIDE ES1600 (seit 10/2019), BlueBattery.

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  • Endtopf
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25 Mär 2017 13:48 #17 von Endtopf
Wow!
Schreit nach Homematic im Nugget! Läuft auch auf einem Raspi und es gibt ne Menge batteriebene Aktoren und Sensoren...
Vernetzung erfolgt auf Funkbasis.
Die von Dir beschriebenen Szenarien sind keine Herausforderung für das System! Nur bei der Spannungsüberwachung müsste man etwas zaubern... aber das sollte machbar sein!
Grüße

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25 Mär 2017 13:49 #18 von _Kai_
Hallo Hans-Werner,

es gibt ja im Hausbereich mit Smart-Home bereits viele Untersuchungen bezüglich intelligenter Stromzähler. Dabei hat sich gezeigt, dass man an den laufenden Verbrauchsdaten die einzelnen Verbraucher identifizieren kann - das wäre also die Möglichkeit eine zentrale Diagnose durchzuführen. Dies liess sich prinzipiell in den Batteriecomputer einbauen.

Jetzt fehlt es noch an einer passenden Abschaltmöglichkeit. Das wiederum wäre ja nun für jeden überwachten Verbraucher separat nützlich, also Heizung, Kühlschrank, Licht 1/2/3, Boiler, Steckdose 1/2/3. Das ist allerdings aufwendig zu installieren. Alternativ wäre es einfacher eine Zentrale Abschaltung zu bewerkstelligen, diesen Punkt gibt es ja zB mit dem Westfalia Hauptschalter.

Nur ist eben ein Relais beim Hauptschalter etwas kontraproduktiv, denn ein Relais braucht einen dauernden Haltestrom. KFZ-Stromstossschalter (ähnlich wie im Haushalt) habe ich im Bereich 100A - 200A noch nicht gefunden. Eine elektronische Lastabschaltung am Zentralschalter ist leider nicht optimal, da es hier einen sogenannten P-Channel FET braucht.

Idee: ein Batteriecomputer benutzt meist einen zentralen Stromsensor (Shunt) am Minuspol der Batterie. Hier liesse sich eine elektronische Abschaltung mittels N-Channel FET einfügen. Der Vorteil dieser elektronischen Abschaltung ist, dass es nicht zu mechanischen Kontaktausfällen kommt, kein Ruhestrom benötigt wird und die Verlustleistung bei N-Channel FETs sehr klein sind.... das ist also eine Überlegung Wert in den neuen Solarcomputer zu integrieren :)

Die Abschaltung könnte dann via Smartphone konfiguriert werden, zB bei Fehlerdiagnose Kühlschrank, Heizung, etc. zusätzlich zu einer Abschaltung bei Unterspannung, Kapazität. Wobei Unterspannung sich dann konfigurieren lassen müsste nach Spannung and Zeit (da zB ein starker Wechselrichter durchaus die Batterie zur Unterspannung bringt, aber eben nur für kurze Zeit).

Viele Grüße
Kai

Ex 2014er HD 155PS, Solar, Schrankbretter, BlueBattery
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