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- Solarpanel mit Zölzer Caravanschienen
Solarpanel mit Zölzer Caravanschienen
- nuzy
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10 Mär 2014 15:59 - 11 Mär 2014 22:17 #1
von nuzy
2012er HD, Midnight-Sky, 140 Pferde, Besatzung 2+3
100W Solar, AHK, PDC, Heckgepäckträger, Unterbodenschutz, Markise,
Dieser Beitrag enthält Bilddateien.
Solarpanel mit Zölzer Caravanschienen wurde erstellt von nuzy
Hej,
bevor die Bilder bei mir auf der Festplatte verstauben, wird es doch Zeit mal noch einen kleinen Bericht in das Forum zu stellen. Zumal jetzt die Saison für die Solarumbauten beginnt
Mit dem Kauf des Nuggets war mir klar, ich möchte Solar auf das Dach. Im Vordergrund stand immer die Erhaltung der Batterie im Winter und damit verbunden die Pflege der Batterie im Vordergrund. Ausserdem wollte ich kein Modul fest verkleben, damit ich auch bei einem defekt das Modul ohne Probleme austauschen kann. Leider mangelt es mir an allem was notwendig gewesen wäre das Modul auf das Dach zu schrauben und so bin ich bei den Zölzer Caravan Schienen hängen geblieben. Die muss man zwar ebenfalls kleben aber dafür sind sie Multifunktional durch das Zölzer System erweiterbar.
Ich habe die Schienen (2 Schienen á 2m Länge) direkt bei Zölzer bestellt. Dazu noch die großen Aluwinkel die mit reichlich schrauben auch nullkommanix bei mir angekommen sind. Den Preis habe ich nicht mehr genau im Kopf, allerdings waren es etwas über 100 €. Das ist zwar ein stolzer Preis, zumal ich auch fast drei Tuben Sika benötigt habe um die Dinger zu kleben. Die Menge Sika war allerdings nur nötig, weil das Dach alles andere als eben ist. Aber der Reihe nach.
1. Schritt: Vorbereitung des Daches
Ich habe die Schienen auf das Dach gelegt und grob ausgerichtet. Der Verschnitt einer Hausdämmung von der Baustelle neben an hat mir dabei geholfen den Abstand zum Heki auf beiden Seiten zu bestimmen. Dann habe ich die Dachfläche gereinigt und erneut die Schienen ausgerichtet, nicht weil es so Spaß gemacht hat sondern weil ich etwas unsicher war, ob es Sinnvoller ist die Schienen nach aussen zu ziehen Richtung Vorrichtung für den Dachträger oder eher weiter Richtung Heki. Mein Dach war am Heck, am heki und vorne so uneben, dass ich teilweise 7mm Luft zwischen Dach und Schiene hatte. Ich habe die Schienen sogar auf den Boden gelegt, weil ich Zweifel hatte das diese plan sind, was sie aber waren. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch gewissen Zweifel, ob es wirklich der richtige Weg ist, aber fahren wir fort:
Die Schienen habe ich dann mit Klebeband abgeklebt um die Stelle zu markieren auf denen die Schienen später liegen sollen und um das Dach beim kleben nicht zu versauen. Bis hier hin kann man das recht gut alleine machen auch wenn in der Höhe natürlich jede helfende Hand ein Gewinn ist.
2. Schritt: Aufkleben der Schienen
Beim Auftragen des Sikaflex habe ich die Stellen bei denen der Abstand zum Dach besonders groß war auch besonders großzügig mit Sikaflex behandelt. Jede Schiene wird auf kräftig an der markierten Stelle kräftig angedrückt. Nach dem beide Schienen auf dem Dach angebracht waren habe einen kleinen Holzbalken Quer über die Schienen gelegt und bin dann auf das Dach gestiegen um die Schienen noch einmal vernünftig auf das Dach andrücken zu können.
Leider war das insbesondere hinten und ganz vorne nicht so einfach. Dort standen die Schienen einige Millimeter vom Dach ab. Beim nächsten mal würde ich von innen das Dach Links und Rechts vom Heki-Fenster etwas abstützen um die Vertiefung auszugleichen. Dann würden die Schienen vermutlich vorne und hinten auch besser anliegen.
Am nächsten Tag kam dann die böse Überraschung. Der Druck der Schienen war doch zu groß und während der Trockungsphase haben sich die Schienen besonders hinten wieder teilweise vom Dach gelöst. Das sah Werder schön aus noch hatte ich ein gutes Gefühl so mit dem Schienen durch die Gegen zu fahren. Zuerst wollte ich die Lücke mit Sika ausfüllen. Ich habe dann aber einen anderen Weg gewählt: Mit einem scharfen Messer kann man das Sika recht gut bearbeiten. Auch wenn man die Schienen oder anderweitig mit Sika verklebten Gegenstände kann man recht gut wieder vom Dach ablösen. Ich habe die getrockneten Klebereste am hinteren Ender der Schienen herausgeschnitten, erneut mit Klebeband abgeklebt und mit frischem Sikaflex unterfüttert. Zwischenzeitlich habe ich hinten die Aluwinkel handfest angeschraubt und anschl. mit Packbändern aus dem Kajaksport über die Anhängerkupplung abgespannt und somit dauerhaft den Anpressdruck der Schienen auf dem Dach während der Trockungsphase erhöht. Nach 24 Stunden habe ich die Abspannung wieder entfernt und das Ergebnis war viel besser. Allerdings haben sich die Schienen nach einigen Tagen doch wieder etwas vom Dach abgehoben. Daher habe ich die Schiene dann noch einmal komplett angeklebt und mit der dritten Tube Sikaflex die Kanten erneut abgedichtet. Das Ergebnis ist jetzt okay.
3. Schritt: Verschraubung des Moduls
Das Solarpanel habe ich dann mit den Zölzer Winkel hinter dem Heki befestigt. Ich habe die größten Winkel bestellt, diese werde ich vermutlich aber noch tauschen, da das Panel doch recht hoch sitzt. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass man das Dach unter dem Panel noch gut reinigen kann. Wenn es tiefer liegt kommt man wohl kaum noch darunter. Und es sammelt sich doch recht viel Dreck darunter an.
Das Modul selber habe ich mit Blechschrauben und einer Unterlegschraube gegen seitliches verrutschen fixiert. Evtl. muss ich mir da noch etwas anderes einfallen lassen. Eigentlich habe ich mir auch an dieser Stelle eine eigene Konstruktion überlegt bei der ich die Winkel mit M6 Gewindeschrauben am Panel befestige und dann erst auf das Dach schraube. An dieser Stelle bin ich dann aber auf Grund des Zeitdrucks vor dem Urlaub dem Pragmatismus verfallen. Die Konstruktion hält aber auch schon seit über 8000km.
5. Schritt: Elektrik
Mit den Zölzer schienen ist das Budget schon kräftig belastet worden. Bei den Kabel wollte ich dann allerdings ebenfalls nicht sparen und habe mich für die 6mm2 entschieden. Diese sind allerdings sehr schwer im Nugget zu verlegen, da der große Querschnitt die Kabel nicht gerade flexibel machen. Eigentlich wollte ich das Kabel so verlegen, dass es nicht sichtbar ist. Nachdem ich in Summe aber fast einen ganzen Tag damit verbracht habe einen Weg vom Hängeschrank in die Quertraverse erfolglos zu finden und im Forum der Hinweis kam, dass es im 2012er Nugget nicht mehr möglich sei, habe ich mich dann doch für eine Bohrung im Boden des Hängeschrankes nach unten und von dort in die Quertraverse entschieden. Später habe ich dann den Hinweis im Forum gelesen, dass man wohl durch den Ausbau des Rücklichts das Kabel auch so verlegt bekommt. Diesen Weg habe ich allerdings nicht probiert, aber vlt werde ich den Weg mal noch austesten wenn ich ganz viel Zeit habe
Aus der Quertraverse habe ich den Weg durch das Loch in der C-Säule nach unten gewählt. Auch an dieser Stelle bin ich erst verzweifelt, dank der Hilfe von Diemo und einigen anderen hier im Forum habe ich es dann aber doch geschafft. Die Verkleidung neben der Rückbank muss dazu teilweise gelöst werden und so weit wie möglich zur Seite gebogen werden. Nach mehreren Anläufen habe ich das Kabel dann unten tatsächlich in den Händen gehalten. Von Dort habe ich das Kabel in den Versorungsblock geführt.
Um das Budget vor dem Sommerurlaub nicht weiter zu sprengen habe ich mich aus Kostengründen für den Solsum 6.6f von Stecka entschieden. Dieser ist an der Seitenwand von Innen im Küchenblock zwischen die Verstrebung verklemmt. Evtl. kommt dieses Jahr noch ein zweites Panel vor das Heki auf das Dach, dann wird dieser durch ein besseren und größeren Laderegler ausgetauscht. Den Anschluss des Ladereglers habe ich mit dem restlichen Solarkabel bewerkstelligt. Es fehlt aber noch eine 20A Absicherung, die werde ich jetzt im Frühjahr noch nachholen.
Zur Dachdürchführung kann ich nichts neues beitragen, dazu wurde hier im Forum schon viel geschrieben. Auch ich habe ganz schön geschwitzt, tausendmal nach gemessen… aber es hat gepasst. Auch die Dose für die Dachdurchführung habe ich mit Klebeband angeklebt um eine saubere Klebestelle zu bekommen.
Im Schrank habe ich zwischen Stoff und Wand des Hochschrankes das Kabel nach oben geführt. Eine gesonderte Kabelfixierung wollte ich eigentlich immer noch nach dem Urlaub mal machen. Bisher hat mich das Kabel im Schrank aber nicht weiter gestört, daher wird es auch in Zukunft wohl so bleiben.
Die Entscheidungsfindung bei dem Solarpanel war ein längerer Prozess. Letztendlich hat hier auch der Pragmatismus gesiegt und das wohl zu recht. Anstatt ein monokristallines Panel in schwarz ist es ein silbernes polykristallines Panel geworden. Die Polykristallinen Panels waren zumindest letztes Jahr etwas kompakter in der Bauweise, zumindest was die Breite anbelangt. Die monokristallinen Panels hätten alle bis zur Seite des Daches geragt, die Breite des Daches wollte ich aber ungern komplett ausnutzen.
Einkaufsliste:
2 Caravan Schienen von Zölzer á 2m (76€)
4 Aluwinkel und Schrauben von Zölzer (56€ - das geht auch günstiger)
6 m 6mm2 Solarkabel von Ölfelx (24€)
1 Dachdürchführung für ein Kabel (13€)
1 Solsum 6.6f von Steca (25€)
2 Photovoltaikstecker (9€)
1 Solarpanel von LUX.Pro 100Watt (Polykristalin) (99€)
3 Tuben Sikaflex (45 € - das geht auch günstiger)
Summe: 347€
Fazit:
Ich habe zwar vor Jahren (fast Jahrzehnte) eine technische Berufsausbildung absolviert, bin aber schon seit Jahren ein klassischer Schreibtischtäter und meine handwerkliche Fähigkeiten verkümmern zunehmend. Ganz abgesehen von der ganzen Ausstattung an Werkzeugen. Es ist aber wirklich relativ einfach den Nugget mit Solar auszurüsten, ohne sonderlich viel Aufwand und Werkzeuge.
Mit der von mir verfolgten Lösung bin ich ganz zufrieden. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich diesen finanziellen und materiellen Aufwand erneut betreiben würde. Meine Erfahrung mit dem Sikaflex haben gezeigt, dass man es auch ganz gut wieder entfernen kann. Ob ich die Schienen jemals für etwas anderes nutzen werde, bzw. ein Panel jemals austauschen werde steht in den Sternen. Dafür sind meine original Punkte für die Dachträger noch verfügbar, ein Kajakhalterung z.b. also kein Problem.
Mit dem eher 100W Panel und dem sehr günstigen Laderegler habe bereits den ganzen Winter 2013 / 2014 kein Landstrom benötigt und die Anzeige am Bordcomputer war nie unter 12,4 Volt gesunken. Mit den ersten Sonnentagen ist der Stromertrag dramatisch gestiegen. Auch wenn ich keine Anzeige am Laderegler habe und daher nicht sagen kann, wieviel Ampere tatsächlich an der Batterie ankommen.
Im drei wöchigen Skandinavienurlaub habe ich ebenfalls kein Strom auf dem Campingplatz bezogen und immer alle Geräte im Bus geladen. Allerdings sind wir auch selten länger als einen Tag am gleichen Ort geblieben und somit wurde die Batterie zusätzlich von der Lichtmaschine geladen. An Pfingsten werden wir das erste mal länger an einem Ort verbleiben, ich bin gespannt wie sich die Anlage dann schlägt.
Neben einem schwarzen Modul wollte ich eigentlich auch die restlichen Aufbau schwarz eloxieren. Jetzt bin ich aber auch nicht weiter traurig es nicht getan zu haben
Vielen Dank an die großartige moralische und inhaltliche Unterstützung im Forum. Ich habe viele Nachrichten geschickt und immer hilfreiche Antworten erhalten.
Beste Grüße,
Moritz
bevor die Bilder bei mir auf der Festplatte verstauben, wird es doch Zeit mal noch einen kleinen Bericht in das Forum zu stellen. Zumal jetzt die Saison für die Solarumbauten beginnt
Mit dem Kauf des Nuggets war mir klar, ich möchte Solar auf das Dach. Im Vordergrund stand immer die Erhaltung der Batterie im Winter und damit verbunden die Pflege der Batterie im Vordergrund. Ausserdem wollte ich kein Modul fest verkleben, damit ich auch bei einem defekt das Modul ohne Probleme austauschen kann. Leider mangelt es mir an allem was notwendig gewesen wäre das Modul auf das Dach zu schrauben und so bin ich bei den Zölzer Caravan Schienen hängen geblieben. Die muss man zwar ebenfalls kleben aber dafür sind sie Multifunktional durch das Zölzer System erweiterbar.
Ich habe die Schienen (2 Schienen á 2m Länge) direkt bei Zölzer bestellt. Dazu noch die großen Aluwinkel die mit reichlich schrauben auch nullkommanix bei mir angekommen sind. Den Preis habe ich nicht mehr genau im Kopf, allerdings waren es etwas über 100 €. Das ist zwar ein stolzer Preis, zumal ich auch fast drei Tuben Sika benötigt habe um die Dinger zu kleben. Die Menge Sika war allerdings nur nötig, weil das Dach alles andere als eben ist. Aber der Reihe nach.
1. Schritt: Vorbereitung des Daches
Ich habe die Schienen auf das Dach gelegt und grob ausgerichtet. Der Verschnitt einer Hausdämmung von der Baustelle neben an hat mir dabei geholfen den Abstand zum Heki auf beiden Seiten zu bestimmen. Dann habe ich die Dachfläche gereinigt und erneut die Schienen ausgerichtet, nicht weil es so Spaß gemacht hat sondern weil ich etwas unsicher war, ob es Sinnvoller ist die Schienen nach aussen zu ziehen Richtung Vorrichtung für den Dachträger oder eher weiter Richtung Heki. Mein Dach war am Heck, am heki und vorne so uneben, dass ich teilweise 7mm Luft zwischen Dach und Schiene hatte. Ich habe die Schienen sogar auf den Boden gelegt, weil ich Zweifel hatte das diese plan sind, was sie aber waren. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch gewissen Zweifel, ob es wirklich der richtige Weg ist, aber fahren wir fort:
Die Schienen habe ich dann mit Klebeband abgeklebt um die Stelle zu markieren auf denen die Schienen später liegen sollen und um das Dach beim kleben nicht zu versauen. Bis hier hin kann man das recht gut alleine machen auch wenn in der Höhe natürlich jede helfende Hand ein Gewinn ist.
2. Schritt: Aufkleben der Schienen
Beim Auftragen des Sikaflex habe ich die Stellen bei denen der Abstand zum Dach besonders groß war auch besonders großzügig mit Sikaflex behandelt. Jede Schiene wird auf kräftig an der markierten Stelle kräftig angedrückt. Nach dem beide Schienen auf dem Dach angebracht waren habe einen kleinen Holzbalken Quer über die Schienen gelegt und bin dann auf das Dach gestiegen um die Schienen noch einmal vernünftig auf das Dach andrücken zu können.
Leider war das insbesondere hinten und ganz vorne nicht so einfach. Dort standen die Schienen einige Millimeter vom Dach ab. Beim nächsten mal würde ich von innen das Dach Links und Rechts vom Heki-Fenster etwas abstützen um die Vertiefung auszugleichen. Dann würden die Schienen vermutlich vorne und hinten auch besser anliegen.
Am nächsten Tag kam dann die böse Überraschung. Der Druck der Schienen war doch zu groß und während der Trockungsphase haben sich die Schienen besonders hinten wieder teilweise vom Dach gelöst. Das sah Werder schön aus noch hatte ich ein gutes Gefühl so mit dem Schienen durch die Gegen zu fahren. Zuerst wollte ich die Lücke mit Sika ausfüllen. Ich habe dann aber einen anderen Weg gewählt: Mit einem scharfen Messer kann man das Sika recht gut bearbeiten. Auch wenn man die Schienen oder anderweitig mit Sika verklebten Gegenstände kann man recht gut wieder vom Dach ablösen. Ich habe die getrockneten Klebereste am hinteren Ender der Schienen herausgeschnitten, erneut mit Klebeband abgeklebt und mit frischem Sikaflex unterfüttert. Zwischenzeitlich habe ich hinten die Aluwinkel handfest angeschraubt und anschl. mit Packbändern aus dem Kajaksport über die Anhängerkupplung abgespannt und somit dauerhaft den Anpressdruck der Schienen auf dem Dach während der Trockungsphase erhöht. Nach 24 Stunden habe ich die Abspannung wieder entfernt und das Ergebnis war viel besser. Allerdings haben sich die Schienen nach einigen Tagen doch wieder etwas vom Dach abgehoben. Daher habe ich die Schiene dann noch einmal komplett angeklebt und mit der dritten Tube Sikaflex die Kanten erneut abgedichtet. Das Ergebnis ist jetzt okay.
3. Schritt: Verschraubung des Moduls
Das Solarpanel habe ich dann mit den Zölzer Winkel hinter dem Heki befestigt. Ich habe die größten Winkel bestellt, diese werde ich vermutlich aber noch tauschen, da das Panel doch recht hoch sitzt. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass man das Dach unter dem Panel noch gut reinigen kann. Wenn es tiefer liegt kommt man wohl kaum noch darunter. Und es sammelt sich doch recht viel Dreck darunter an.
Das Modul selber habe ich mit Blechschrauben und einer Unterlegschraube gegen seitliches verrutschen fixiert. Evtl. muss ich mir da noch etwas anderes einfallen lassen. Eigentlich habe ich mir auch an dieser Stelle eine eigene Konstruktion überlegt bei der ich die Winkel mit M6 Gewindeschrauben am Panel befestige und dann erst auf das Dach schraube. An dieser Stelle bin ich dann aber auf Grund des Zeitdrucks vor dem Urlaub dem Pragmatismus verfallen. Die Konstruktion hält aber auch schon seit über 8000km.
5. Schritt: Elektrik
Mit den Zölzer schienen ist das Budget schon kräftig belastet worden. Bei den Kabel wollte ich dann allerdings ebenfalls nicht sparen und habe mich für die 6mm2 entschieden. Diese sind allerdings sehr schwer im Nugget zu verlegen, da der große Querschnitt die Kabel nicht gerade flexibel machen. Eigentlich wollte ich das Kabel so verlegen, dass es nicht sichtbar ist. Nachdem ich in Summe aber fast einen ganzen Tag damit verbracht habe einen Weg vom Hängeschrank in die Quertraverse erfolglos zu finden und im Forum der Hinweis kam, dass es im 2012er Nugget nicht mehr möglich sei, habe ich mich dann doch für eine Bohrung im Boden des Hängeschrankes nach unten und von dort in die Quertraverse entschieden. Später habe ich dann den Hinweis im Forum gelesen, dass man wohl durch den Ausbau des Rücklichts das Kabel auch so verlegt bekommt. Diesen Weg habe ich allerdings nicht probiert, aber vlt werde ich den Weg mal noch austesten wenn ich ganz viel Zeit habe
Aus der Quertraverse habe ich den Weg durch das Loch in der C-Säule nach unten gewählt. Auch an dieser Stelle bin ich erst verzweifelt, dank der Hilfe von Diemo und einigen anderen hier im Forum habe ich es dann aber doch geschafft. Die Verkleidung neben der Rückbank muss dazu teilweise gelöst werden und so weit wie möglich zur Seite gebogen werden. Nach mehreren Anläufen habe ich das Kabel dann unten tatsächlich in den Händen gehalten. Von Dort habe ich das Kabel in den Versorungsblock geführt.
Um das Budget vor dem Sommerurlaub nicht weiter zu sprengen habe ich mich aus Kostengründen für den Solsum 6.6f von Stecka entschieden. Dieser ist an der Seitenwand von Innen im Küchenblock zwischen die Verstrebung verklemmt. Evtl. kommt dieses Jahr noch ein zweites Panel vor das Heki auf das Dach, dann wird dieser durch ein besseren und größeren Laderegler ausgetauscht. Den Anschluss des Ladereglers habe ich mit dem restlichen Solarkabel bewerkstelligt. Es fehlt aber noch eine 20A Absicherung, die werde ich jetzt im Frühjahr noch nachholen.
Zur Dachdürchführung kann ich nichts neues beitragen, dazu wurde hier im Forum schon viel geschrieben. Auch ich habe ganz schön geschwitzt, tausendmal nach gemessen… aber es hat gepasst. Auch die Dose für die Dachdurchführung habe ich mit Klebeband angeklebt um eine saubere Klebestelle zu bekommen.
Im Schrank habe ich zwischen Stoff und Wand des Hochschrankes das Kabel nach oben geführt. Eine gesonderte Kabelfixierung wollte ich eigentlich immer noch nach dem Urlaub mal machen. Bisher hat mich das Kabel im Schrank aber nicht weiter gestört, daher wird es auch in Zukunft wohl so bleiben.
Die Entscheidungsfindung bei dem Solarpanel war ein längerer Prozess. Letztendlich hat hier auch der Pragmatismus gesiegt und das wohl zu recht. Anstatt ein monokristallines Panel in schwarz ist es ein silbernes polykristallines Panel geworden. Die Polykristallinen Panels waren zumindest letztes Jahr etwas kompakter in der Bauweise, zumindest was die Breite anbelangt. Die monokristallinen Panels hätten alle bis zur Seite des Daches geragt, die Breite des Daches wollte ich aber ungern komplett ausnutzen.
Einkaufsliste:
2 Caravan Schienen von Zölzer á 2m (76€)
4 Aluwinkel und Schrauben von Zölzer (56€ - das geht auch günstiger)
6 m 6mm2 Solarkabel von Ölfelx (24€)
1 Dachdürchführung für ein Kabel (13€)
1 Solsum 6.6f von Steca (25€)
2 Photovoltaikstecker (9€)
1 Solarpanel von LUX.Pro 100Watt (Polykristalin) (99€)
3 Tuben Sikaflex (45 € - das geht auch günstiger)
Summe: 347€
Fazit:
Ich habe zwar vor Jahren (fast Jahrzehnte) eine technische Berufsausbildung absolviert, bin aber schon seit Jahren ein klassischer Schreibtischtäter und meine handwerkliche Fähigkeiten verkümmern zunehmend. Ganz abgesehen von der ganzen Ausstattung an Werkzeugen. Es ist aber wirklich relativ einfach den Nugget mit Solar auszurüsten, ohne sonderlich viel Aufwand und Werkzeuge.
Mit der von mir verfolgten Lösung bin ich ganz zufrieden. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich diesen finanziellen und materiellen Aufwand erneut betreiben würde. Meine Erfahrung mit dem Sikaflex haben gezeigt, dass man es auch ganz gut wieder entfernen kann. Ob ich die Schienen jemals für etwas anderes nutzen werde, bzw. ein Panel jemals austauschen werde steht in den Sternen. Dafür sind meine original Punkte für die Dachträger noch verfügbar, ein Kajakhalterung z.b. also kein Problem.
Mit dem eher 100W Panel und dem sehr günstigen Laderegler habe bereits den ganzen Winter 2013 / 2014 kein Landstrom benötigt und die Anzeige am Bordcomputer war nie unter 12,4 Volt gesunken. Mit den ersten Sonnentagen ist der Stromertrag dramatisch gestiegen. Auch wenn ich keine Anzeige am Laderegler habe und daher nicht sagen kann, wieviel Ampere tatsächlich an der Batterie ankommen.
Im drei wöchigen Skandinavienurlaub habe ich ebenfalls kein Strom auf dem Campingplatz bezogen und immer alle Geräte im Bus geladen. Allerdings sind wir auch selten länger als einen Tag am gleichen Ort geblieben und somit wurde die Batterie zusätzlich von der Lichtmaschine geladen. An Pfingsten werden wir das erste mal länger an einem Ort verbleiben, ich bin gespannt wie sich die Anlage dann schlägt.
Neben einem schwarzen Modul wollte ich eigentlich auch die restlichen Aufbau schwarz eloxieren. Jetzt bin ich aber auch nicht weiter traurig es nicht getan zu haben
Vielen Dank an die großartige moralische und inhaltliche Unterstützung im Forum. Ich habe viele Nachrichten geschickt und immer hilfreiche Antworten erhalten.
Beste Grüße,
Moritz
2012er HD, Midnight-Sky, 140 Pferde, Besatzung 2+3
100W Solar, AHK, PDC, Heckgepäckträger, Unterbodenschutz, Markise,
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Letzte Änderung: 11 Mär 2014 22:17 von nuzy.
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- xxl_tom
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11 Mär 2014 08:07 #2
von xxl_tom
Gruß, Tom
seit Januar 2017 - 2011er - Laika X610R auf Ducato - 130 Pferde
davor - 2008er - HD - 130 Pferde
xxl_tom antwortete auf Solarpanel mit Zölzer Caravanschienen
Servus,
saubere Arbeit, trotz Klebe-Problemen - Respekt
saubere Arbeit, trotz Klebe-Problemen - Respekt
Gruß, Tom
seit Januar 2017 - 2011er - Laika X610R auf Ducato - 130 Pferde
davor - 2008er - HD - 130 Pferde
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- Holgi
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11 Mär 2014 11:59 #3
von Holgi
Dedicated to Purpose beyond Reason
Z.n. T2b, Toyota HiAce, T4, Transit Kasten und 10er Nugget HD. Jetzt Cleverly 540, 140 PS.
Holgi antwortete auf Solarpanel mit Zölzer Caravanschienen
Hi Moritz,
TOLL! Absoluten Respekt für die Ausführung. Und genauso mache ich das das nächste Mal auch.
Nur noch eine klitzekleine Anmerkung: Das SIKA lebt ("klebt") davon, etwas dicker aufgetragen zu werden. D.h. man soll ruhig ein paar mm mehr Kleber unter dem Werkstück lassen, das SIKA gleicht dann auch Unebenheiten ganz gut aus.
Trotzdem: Wirklich saugut. Und Du kannst jederzeit das Modul wechseln, das kann ich nicht bei meiner Lösung.
Grüße
Holgi
TOLL! Absoluten Respekt für die Ausführung. Und genauso mache ich das das nächste Mal auch.
Nur noch eine klitzekleine Anmerkung: Das SIKA lebt ("klebt") davon, etwas dicker aufgetragen zu werden. D.h. man soll ruhig ein paar mm mehr Kleber unter dem Werkstück lassen, das SIKA gleicht dann auch Unebenheiten ganz gut aus.
Trotzdem: Wirklich saugut. Und Du kannst jederzeit das Modul wechseln, das kann ich nicht bei meiner Lösung.
Grüße
Holgi
Dedicated to Purpose beyond Reason
Z.n. T2b, Toyota HiAce, T4, Transit Kasten und 10er Nugget HD. Jetzt Cleverly 540, 140 PS.
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