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Ford Nugget Forum

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Einbau Batterie-Computer MT 4000 iQ

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29 Jul 2015 20:01 - 29 Jul 2015 20:27 #1 von nugget-4711
Einbau Batterie-Computer MT 4000 iQ wurde erstellt von nugget-4711
Hallo zusammen,

wie schon vor einiger Zeit angekündigt folgt hier jetzt die Einbaugeschichte für den Batteriecomputer. Die Beschreibung lässt sich auch auf andere Modelle übertragen. Der zentrale Punkt ist die Montage aller Komponenten unter dem Beifahrersitz.



Ich habe mich für das Gerät von Büttner entschieden, da es ich problemlos in einem eigenen Gehäuse auf dem Armaturenbrett montieren lässt. Sämtliche Funktionen zur vollständigen Überwachung der Akkuladung sowie die Möglichkeit zur Überwachung der Staeerterbatterie sind hier ebenfalls an Bord. Das bieten zwar auch andere Mess-Computer mit Mess-Shunt, doch die Montage im Cockpit war für mich entscheidend: Ich möchte keine großen Löcher ins Armaturenbrett sägen und ich will den Nugget vielleicht einmal auch ohne den Mess-Computer verkaufen. Deshalb war für mich die Möglichkeit einer Klebemontage wichtig.


Der Einbau beginnt mit der Demontage des Beifahrersitzes. Außerdem muss man noch den Fahrersitz abbauen, um die Messleitung zur Überwachung der Starterbatterie anschließen zu können. Das sieht jetzt alles etwas wild aus, aber in der Praxis ist das problemlos zu machen. Man kann die Sitze (sehr schwer) während derr Arbeit auf der Rücksitzbank ablegen. Außerdem habe ich noch zur Verlegung der Kabel zwischen beiden Sitzen die Abdeckung am Übergang vom Fahrerhaus zum Wohnbereich demontiert.

Im Bild sieht man, wie die Verkleidung auf der Rückseite der Sitzkonsole abgenommen wird. Die ist nur gesteckt. Dahinter erkennt man die Schlitze, durch die die Montageplatte dann verschraubt wird.




Unter der Abdeckung lassen sich die Kabel ganz gut verlegen.


Unter dem SItz sind die beiden Bord-Akkus und das Trennrelais samt Sicherungen untergebracht. Dahinter ist noch ausreichend Platz um hier die Bauteile für den Batteriecomputer zu platzieren.


Ich habe hier nicht nur den Mess-Shunt des Batteriecomputers sondern auch noch noch die Teile für einen Lade-Booster und einen Solarregler untergebracht. Alles zu montieren erfordert aber eine gewissenhafte Planung und sorgfältiges Arbeiten.

Deshalb habe ich in mehreren Schritten eine Montageplatte entworfen, auf der alles Platz hat. Hier die Maßzeichnung der Montageplatte:


Die Montageplatte ist ein Stück Alu-Blech. Es kann mit Hilfe von selbst angefertigten Vierkantmuttern an der Rückwand der Sitzkonsole montiert werdden. Dazu müssen KEINE Löcher in die Sitzkonsole gebohrt werden.


Die Vierkantmuttern haben je ein M5-Gewinde. Die Schrauben gehen dann an vorhandenen Schliltzen in der Sitzkonsole durch.

Das Funktionsprinzip eines Mess-Shunts:
Alle "Strombewegungen" laufen über die Messstrecke. Diese wertet alles aus und berechnet mit Hilfe der Anzeige die tatsächliche Ladung in den Akkus.



Das Kabel zur Anzeige lässt sich dann recht einfach hinter dem Verkleidungen verlegen.



Um die Anzeige mit dem flachen Gehäuse auf der gewölbten Oberfläche zu verkleben, nutzte ich 2-Komponenten-Knet von Uhu.
Dieser Knet härtet aus und ermöglicht so den Übergang von rund auf flach. Damit der Knet nur auf dem Gehäuse und nicht auf dem Armaturenbrett haftet, habe ich das Teil mit PVC-Abdeck-Bändern aus dem Malerbedarf abgeklebt


Dann die Knetmasse darauf verteilt und das Gehäuse aufgedrückt. Das hält bombig.

Nach dem Aushärten kann man das Gehäuse mit samt der ausgehärteten Uhu-Masse abziehen. Und dann mit einem dauerelastichen Klebefilm (3M VHB-Klebeband) befestigen.



Das Kebel zur Anzeige verlegen und fertig.



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26 Okt 2015 17:57 - 30 Dez 2015 00:09 #2 von _Kai_
Prima Dokumentation zu dem Einbau des Batteriecomputer von Büttner :)

Das hat mich motiviert auch mal in dieser Angelegenheit aktiv zu werden, jedoch habe ich zu einer etwas günstigeren Variante von Votronic gegriffen, sollte aber prinzipiell das gleiche Anzeigen. Ich habe mich für die 200A Variante entschieden und habe folgende Probleme beim Einbau des Mess-Shunts überwinden müssen.

Votronik liefert einen Mess-Shunt mit 2 x M8 Anschluss für Batterie und Chassis. Auch ist ein fettes Massekabel mit 8er Bohrung beigelegt. Leider passt das nicht so ganz an die M6 Verschraubung im Nugget, daher habe ich folgende Lösung gefunden:

Das Massekabel direkt in die Batterieklemmung gefügt und die M6 Schraube dann für den Shunt mit einer M6 Mutter zum anklemmen der Nugget-Seite verwendet.





Den Shunt selbst habe ich nicht fest verbaut, sondern in einer PE-Rohrisolation eingebettet. Solange noch keine Solaranlage auf dem Dach ist, ist noch genug Platz im Batteriefach dafür. Das ursprünglich blanke Masse-Band habe ich mit einem schwarzem Gewebeband ummantelt, nicht notwendig aber hilft vielleicht gegen Kurzschlüsse.

Einen finales Platz für die Anzeige habe ich noch nicht gefunden. Ich überlege dies unter der Handbremshebel zu legen, da ich mir das Armaturenbrett nicht zubauen möchte.

Noch etwas zu Thema Sitz abschrauben: Die vorderen 2 TX40 Schrauben saßen bei mir derart fest, dass ich diese nur mit sehr viel Mühe aufbekommen habe. Den schweren Sitz selbst habe ich dann nicht von der Konsole aus dem Auto gehoben, sondern einfach den Sitz nach vorne gekippt und eine kleine Rohrzange als Aufsteller eingeklemmt. So kam ich wunderbar an die gesamt Batterie Elektrik und konnte den Shunt montieren.

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30 Dez 2015 00:08 #3 von _Kai_
Jetzt habe ich auch einen Platz am Amaturenbrett für den Batterie Computer gefunden:





Als Basishalterung habe ich die passende Telefonkonsole von Brodit verwendet. Dazu eine Eigenkonstruktion für mein Handy mit angeflanschtem Gehäuse für den Batterie Computer. Die Halterung mit Gehäuse ist mittels meinem 3D Drucker entstanden. Bei Interesse bitte PM an mich.

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28 Feb 2016 09:35 #4 von BarneyG
BarneyG antwortete auf Einbau Batterie-Computer MT 4000 iQ
Super Einbauberichte, danke!
Welche Batterierestlaufzeiten zeigen die Messgeräte denn an, wenn die Batterien voll geladen sind und nur die Kühlbox läuft?
Gleiches würde mich auch brennend für Kühlbox und Standheizung interessieren.
Gruß
Barney

HD Bj. 2014 155PS

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28 Feb 2016 09:53 #5 von G4´s
Tolle Anleitung!
Kurze Frage noch zum Nutzen. Warum habt ihr euch für diese zusätzliche Anzeige entschieden? Weil die vorhandene nicht zuverlässig ist?

Bürstner auf Peugeot J5 BJ 92, Wilk 450TD BJ 92, Nugget HD "Horst Lütkemeier" 155 PS Titan-grau EZ 2015 mit allem Pipapo :-)

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28 Feb 2016 11:23 - 28 Feb 2016 11:25 #6 von _Kai_
@BarneyG: meiner (Votronic) hat keine Restlaufanzeige. Meiner Meinung nach wird das auch sehr ungenau sein, so ist zB auch beim Handy eine solche Vorhersage nicht vorhanden. Durch beobachten des Füllstandes und des Momentanverbrauchs bekommt man selbst eine Einschätzung. Dies überträgt sich auch auf das Verbrauchsverhalten.

@G4's: Aus Interesse, um den Verbrauch und das Ladungsverhalten im Auge zu haben. Die Spannungsanzeige alleine mit den "unsinnigen" Balken des Boardcomputers war mir zu dürftig.

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28 Feb 2016 13:24 #7 von BarneyG
BarneyG antwortete auf Einbau Batterie-Computer MT 4000 iQ
Danke für die Rückmeldung.
Wie lange kann man denn Pi mal Daumen ohne Landstrom mit laufender Kühlbox und 10h Heizung pro Tag campen?
Sind die Bordbatterien für vier Tage ausreichend?
Gruß Barney

HD Bj. 2014 155PS

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28 Feb 2016 13:37 #8 von _Kai_
Also ich habe schon 3 Nächte im Winter ohne Probleme autark mit Heizung, Licht, Radio gestanden. Dann zeigte der Füllstand noch 65% an. Das hängt aber alles davon ab, wieviel der Kühlschrank benutzt wird, Frischluft heizen etc.

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28 Feb 2016 15:15 #9 von BarneyG
BarneyG antwortete auf Einbau Batterie-Computer MT 4000 iQ
Danke für die Info!
Somit wird es ausreichen im Urlaub nur an jedem zweiten Campingplatz Strom zu nehmen.
Gruß Barney

HD Bj. 2014 155PS

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01 Mär 2016 05:59 #10 von nugget-4711
nugget-4711 antwortete auf Einbau Batterie-Computer MT 4000 iQ
Hallo Barney,
wie lange die Batterie durchhält ist fast ausschließlich vom Nutzerverhalten abhängig UND der Fahrt zwischen den Anschlüssen an Landstrom.
Zum Beispiel die Kühlbox: Die läuft ja nicht durch, sondern taktet. Ohne Messreihe würde ich schätzen, dass die nur etwa 1/3 der Zeit, die sie eingeschaltet ist, auch mit ihrem Kompressor arbeitet. Wenn man jetzt die Box schön zu lässt, läufft sie weniger, wenn man dauernd neues, warmes Bier reinstellt und die kühlen Flaschen herausnimmt, läuft sie eben öfter an, um ihre Kühlleistung zu bringen.
AUch mit der Standheizung verhält es sich so. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Pflegezustand und das Alter der Bordakkus. Die bleiben je nicht wie sie ausgeliefert wurden, sondern nutzen sich allmählich ab. Vor allem wenn sie im teilgeladenen Zustand längere Zeit herumstehen.
Da ich, wie geschrieben, ein Auto mit zwei völlig defekten Bordakkus übernommen habe, war ich für das Thema natürlich sensibilisiert. Nach dem Einbau der Anzeige folgte der Einbau eines Ladeboosters mit integriertem 230-V-Ladegerät (ersetzt das Westfalia-Billigteil) und der Einbau einer Solaranlage. Mein Ziel war es, die Akkus möglichst zügig wieder auf 100% Ladung zu bekommmen. Wie gesagt nicht nur zur Verlängerung der Standzeit sondern auch zur Lebenserhaltung der teuren Akkus. Ein Satz kostet so um die 650-700 Euro. Aus eigener Erfahrung weiß ich auch, dass ich einen zum guten Teil verbrauchten Akku nicht so schnell austausche und mit statt dessen über längere Zeit (Monate) mit einem "halblebigen" Akku herumärgere. Von daher wollte ich mir diese nervige Phase selbst ersparen.

Gruß,
Alexander

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