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Ford Nugget Forum

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Standheizung - Dieselleitung mit Magnetventil anzapfen

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26 Okt 2020 20:12 #1 von tobey
Hallo,

ich bin gerade dabei eine Planar 2D Standheizung einzubauen bevor es bald richtig kalt wird :huh: Der Dieselanschluss bereitet mir allerdings noch Sorgen, da ich wenig Lust, kein Können und keinen Ort habe den Tank auszubauen. An der Rückleitung geht wegen dem Leitungsdruck auch nicht. Zusätzlicher Tank fällt auch raus.

Jetzt bin ich auf ein altes 12 Volt Magnetventil bei mir im Keller gestoßen und hatte die Idee das zwischen Auto-Dieselleitung und Standheizungspumpe zu hängen. Hat das mal jemand ausprobiert? Gelesen habe ich davon noch nicht.

Das Ventil ist ohne Strom geschlossen und wäre mit an den Stromkreislauf der Standheizungspumpe angeschlossen. D.h. Standheizung an, Pumpe an, Ventil auf und umgekehrt. Natürlich darf die Standheizung dann nur betrieben werden wenn der Motor aus ist, sonst ist das Ventil auf und Druck auf der Leitung.

Dann sollte es eigentlich funktionieren das mit nem T-Stück am Rücklauf anzuschließen und wenig Aufwand sein :)
Wie weit reicht der Rücklauf eigentlich in den Tank? Wäre dann natürlich blöd wenn man immer erst Volltanken müsste.

Gruß
Tobi

Ford Transit 260, 2010, 2,2 l, 85 kW, WoMo Zulassung

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26 Okt 2020 21:20 #2 von Dolomiti
Hi, könnte funktionieren.
Es wäre unlogisch den Rücklauf höher als den Vorlauf auszuführen.
Das würde ein Aufschäumen des Kraftstoff bewirken.
Du kannst es testen indem du den Tank relativ leer fährst und dann den Rücklauf am Motor abziehst.
Wenn du nun eine durchsichtigen Schlauch an den Rücklauf anstöpselst und den Tankverschluss öffnest und dann mal kräftig ziehst sollte Kraftstoff kommen.
Den Unterdruck kannst du auf verschiedene Art und Weise erzeugen.
Handstaubsauger, Campingpumpe, Mund.......
Nur nichts verschlucken oder einatmen!

Ist aber nur Theorie, das mit dem Rücklauf.
So würde ich es aber testen.

LG, Maddin

Ford Nugget AD 2,2L bis 01/2023 Neu Pössl RoadCamp 540R Citroën 2,2L

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27 Okt 2020 06:02 #3 von Mxmartin
Achtung! Im Rücklauf herrscht bei unseren Motoren im Betrieb auch ein Druck, der die Pumpe der Heizung beschädigen kann!
Ich habe den Tank fast leer gefahren, sicherheitshalber, mit einem Wagenheber soweit abgelassen bis ich zum Tankverschluss komme. Da ist dann ein kleiner Nippel, den du nur aufschneiden musst und mit einem Bohrer etwas erweitern, damit das Tankentnahmerohr hineinpasst. Abgeklemmt habe ich sicherheitshalber nur die Stecker!

Lg
Martin
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27 Okt 2020 06:44 #4 von Dolomiti
Hallo Martin, die Pumpe ist als Dosierpumpe ausgeführt.
Da ist ein Hubkolben und eine Kugel mit Feder drinnen.
So gesehen fungiert diese sogar als Ventil damit nichts in Fließrichtung durch gehen kann wenn Druck auf der Eingangsseite anliegt.
Das vorgeschlagene Ventil vom Fragenden würde, so wie ich ihn verstanden habe, die Kraftstoffzuleitung zur Pumpe verschließen und erst bei Aktivierung der Heizung den Weg zur Pumpe freigeben.

Nachteil bei dieser Art wäre, die Heizung könnte den Tank leer ziehen.
Das wäre aus meiner Sicht ein kalkulierbares Risiko.
Die Verbindung am Umschaltventil muss sehr gewissenhaft erfolgen, dass wenn der von dir beschriebene Druck ansteht, dann darf die Leitung nicht herunter rutschen.

Klarer Vorteil von deinem Vorschlag, wenn es den Stutzen schon gibt, warum sollte man ihn nicht benutzen.

Wie hast du die Leitung am Tankgeber abgedichtet?
Ist das Entnahmerohr schon integriert oder musstest du die Leitung einschieben?

Ich hätte auch dein Vorschlag umgesetzt.

LG, Maddin

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27 Okt 2020 09:07 #5 von Batti

Dolomiti schrieb: Hallo Martin, die Pumpe ist als Dosierpumpe ausgeführt.
Da ist ein Hubkolben und eine Kugel mit Feder drinnen.
So gesehen fungiert diese sogar als Ventil damit nichts in Fließrichtung durch gehen kann wenn Druck auf der Eingangsseite anliegt.


Hi Maddin,
da muss ich Dir leider widersprechen:

Genau genommen ist in dem Pumpengehäuse ein Ventil, welches durch einen Elektromagneten in "Schwingung" versetzt wird.
Es öffnet wenn der Hubkolben in Richtung Saugseite (Tankanschluss) schwingt und schließt dann um den Kraftstoff per Federdruck in Richtung Heizung zu fördern. Daraus folgt, dass bei Überdruck auf der Saugseite, Diesel in die Heizung gepumpt wird, ohne das diese eingeschaltet ist - sie somit "absäuft".

Das würde dann auch passieren, wenn das vorgeschaltete Magnetventil nicht 100% dicht ist.
Aus diesem Grund rate ich dringend davon ab, die Standheizung an der Rücklaufleitung anzuschließen.


LG
Andreas

2007 - HD - 96kW - Fiamma Markise 250cm - Dachträger - Anhängerkupplung - Westfalia Heckzelt

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27 Okt 2020 10:46 #6 von Dolomiti
Hallo Andreas, nein, kann ich nicht gelten lassen.
Soviel von den Pumpen die ich schon zerlegt habe hast du noch nie in deinem Leben gesehen.
Ich hab im Bosch-Dienst gelernt und immer zur Herbst/Wintersaison sind sie gekommen.
Alle.
Weil sie nie den Sommer über die Heizung etwas laufen ließen.
Dieselkraftstoff ist leicht hygroskopisch und kann bis zu 8% Wasser aufnehmen!!!
Dieses Wasser zerstört die Oberfläche der Sperrkugel wenn sie nicht hin und wieder bewegt wird.
Manchmal habe ich die Kugel wieder sauber bekommen, manchmal nicht.
Da schwingt auch nichts.

Die Spule wird durch das Steuergerät bestromt, es baut sich ein Magnetfeld auf.
Die Feldlinien haben das Bestreben sich zu verkürzen.
Der Weicheisenhubkolben sitze etwas außerhalb des Magnetfelds und durch das Bestreben der Feldlinien sich zu verkürzen wird der Kolben in Richtung Heizung gezogen.
Dieser Hub ist die Fördermenge.
Das Medium, bei uns Diesel, öffnet gegen den Federdruck das Kugelventil und der Kraftstoff wird durch die Leitung in die Heizung gedrückt.
Das Steuergerät unterbricht dann die Bestromung der Spule und durch eine zweite Feder wird der Hubkolben wieder in seine Ausgangslage zurück befördert. Dabei schließt das Kugelventil und durch den entstehenden Freiraum (Unterdruck, unschön aber beschreibt es am besten) wird Diesel am Hubkolben vorbei gezogen.
Dann beginnt es von vorne.
Erhöhe ich den Takt, die Frequenz, dann kann ich mehr Menge fördern.

Es gab sogar einen Anlasser der dieses Prinzip verwendet hatte.
Der Schubankerstarter (den musste ich in meiner Prüfung zusammenbauen)
Beim Startvorgen hat die Einzugswicklung ihn in eine leichte Rotation versetzt und dabei wurde er in das Hauptmagnetfeld eingezogen, eine Sperrklinke gab dann den zweiten Kontakt frei und der Hauptstrom ist geflossen. Er hat dann sein volles Drehmoment aufgebaut und den Motor gestartet.
Auch hier war es eine reine Feldlinien-Geschichte.

LG, Maddin

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27 Okt 2020 15:53 #7 von Batti
Hi Maddin,

danke für die ausführliche Erklärung! Ich hatte das ganze etwas zu simpel beschrieben. Trotzdem würde aber ein Überdruck auf der Saugseite das Kugelventil öffnen können, oder?

Gruß
Andreas

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27 Okt 2020 16:05 #8 von tobey

Dolomiti schrieb: Ist aber nur Theorie, das mit dem Rücklauf.
So würde ich es aber testen.


Danke dir für die Tipps, ich teste das am Wochenende mal.

Falls es nichts wird muss ich die Variante von Mxmartin nehmen. Die Bilder in deinem Ausbaubericht hatte ich schon angeschaut. Nur habe ich leider keine Werkstatt/Garage in der ich das mal eben machen könnte :(

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27 Okt 2020 18:13 #9 von RudiRadlos

tobey schrieb: Jetzt bin ich auf ein altes 12 Volt Magnetventil bei mir im Keller gestoßen


Hallo,

kannst Du sicher sein, dass das Magnetventil dieselresistent ist?

Gruß,

Rüdiger

erst Pfadfinder, dann Camper, seit August 2010: unterwegs im 140 PS Nugget mit AD in Colorado-Rot
Seit Dezember 2019: unterwegs mit Westfalia Columbus mit AD, genannt 'Eisbär'
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27 Okt 2020 18:16 #10 von galli
Hallo tobey
Ich würde da keine halben Sachen machen!
Ein seperates Ansaugrohr, so wie es Mxmartin gemacht hat entspricht auch der Lösung ab Werk (Westfalia) und hat den entscheidenden Vorteil, dass du die Ansaughöhe der neuen Leitung oberhalb der vorhandenen zum Motor führenden Leitung festlegen kannst. Nur so gewinnst du absolute Sicherheit, dir niemals nicht durch die SH den letzten Tropfen Diesel verheizen zu lassen!!

DAS ist ungemein beruhigend und m. E. den Aufwand einer einmaligen Tankabsenkung absolut wert.

Gruß galli

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