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Ford Nugget Forum

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2,2l TDCi: Leerlaufdrehzahl bricht kurz ein, Motor geht u.U. aus

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10 Mär 2025 22:50 - 12 Mär 2025 23:34 #1 von Jacob
Guten Abend,

ich hab ein neues Thema und noch keinen Anhaltspunkt, wo das Problem liegen könnte. Wenn man bei kaltem Motor die Drehzahl erhöht und dann das Gaspedal wieder los lässt, bricht die Leerlaufdrehzahl kurz aber signifikant ein, siehe Video bei Sekunde 7. Meistens fängt sich die Drehzahl wieder, manchmal geht der Motor aus. Ist bisher 2x während der Fahrt (beim Schalten vom 1. in den 2. Gang) passiert, Servolenkung und Bremskraftunterstützung sind unmittelbar weg, was schon blöd ist. Bei warmem Motor tritt das Problem nicht auf bzw. sieht/merkt man nur einen winzigen Dip bei der Drehzahl.

Hat jemand vielleicht einen guten Tipp? Druckregelventil an der Hochdruckpumpe?

Viele Grüße
Jacob

Leerlauf.mp4


Tourneo Custom 114kW aus 01/2015
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Letzte Änderung: 12 Mär 2025 23:34 von Jacob. Grund: Beschreibung präzisiert.

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12 Mär 2025 23:28 #2 von Jacob
Hab FORScan bemüht: es sind keine Fehlermeldungen abgelegt. Aber man sieht, dass der Ist-Raildruck (rot) teils erheblich vom Soll (schwarz) abweicht. Beim zweiten Druckabfall hat das Steuergerät den Motor abgeschaltet. Neues Druckregelventil beim FFH bestellt... Tausch werde ich erst nächste Woche schaffen. Ich berichte...


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24 Mär 2025 08:18 #3 von Jacob
Es war das Druckregelventil, Problem ist weg. Nicht nur das: der Motor spricht viel direkter an, läuft weicher und dreht sauber durch den gesamten Drehzahlbereich. Schöne Sache :)

Wär interessant zu wissen, ob das ein bekanntes Verschleißteil bei Common Rail Dieselmotoren ist. Ich kannte dieses Bauteil jedenfalls bisher nicht. Der FFH hat es extra bestellt... wahrscheinlich wird das selten identifiziert, da das PCM die Ausreißer offensichtlich nicht erkennt. Schade... denn das Ventil war sicher schon einige 10tkm nicht mehr gut, und ich hab gelitten, weil der Motor z.T. elend zugeschnürt gewirkt hat. Wer sich diesbezüglich Gedanken macht, kann ja die Druckwerte auslesen und Ist und Soll übereinander legen.

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24 Mär 2025 09:17 #4 von Keinhorst
Hallo Jacob, welches Bauteil hast du gewechselt: das Mengenregelventil( Volume Control Valve), das an der Einspritzpumpe sitzt, oder den Drucksensor( Pressure Control Valve), der an der Commonrail am Ende angeschraubt ist?

Die Bezeichnungen für diese Bauteile werden ständig verwechselt, auch bei den Autoteileanbietern.

Bei meinem 2,2l, 140 PS von 2013 sind diese Teile verbaut. Andere 2,2l Motoren haben andere Ventile/Sensoren verbaut. Mache haben am Ende der Commonrail eine Rücklaufleitung am Drucksensor verbaut, hat meiner nicht.

Wie war der Austausch, gab es irgendwelche Probleme, musste das Mengenregelventil an der Einspritzpumpe mit Forscan angelernt werden? Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Herzlichen Gruß Hans!

zuvor T3 TD Westf. Multivan m.AD, seit 4/2013 Nugget HD neu,140 PS,7,5-8,5l, Midnight Sky Grau Met., 100W Solar, Goldschmitt 2 Kreis Zusatzluftfed., Lokari Innenkotfl.,
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24 Mär 2025 10:49 #5 von Jacob
Das Druckregelventil direkt an der Hochdruckpumpe, nicht den Drucksensor. Die spezielle Teilenummer für mein Modell ist BK2Q-9358-AB, wobei sich da anscheinend die generische 1945275 dahinter verbirgt. Die Packung hatte beide Teilenummern drauf... ich hab bestimmt das Dreifache beim FFH bezahlt, aber ich hatte schon Ärger mit m.E. gefälschten / umgelabelten / nicht neuen Teilen bei einem der bekannten Online-Shops... also war das keine Alternative.

Ausbau sieht erstmal leicht aus, weil gut zugänglich, aber es war doch hakelig. Die zwei kleinen Inbus-Schrauben sitzen zu nah am Ventilkörper und waren sehr fest. Ich bin kurz in eine Selbstschrauberwerkstatt, die hatten passendes schmales Werkzeug. Es laufen nur wenige Tropfen Diesel raus. Wir haben weder in ForScan noch im großen Werkstatt-Bosch eine Funktion zum Steuern, Anlernen oder Entlüften gefunden. Also neues Ventil eingebaut, gestartet. Der Motor ging einmal aus wegen des Luftpolsters, nach Neustart lief alles.

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26 Mär 2025 10:08 #6 von Keinhorst
Hallo Jacob, hier noch ein Nachtrag zu deiner Frage:

Auf der Deso Webseite wird das SCV(Suction Control Valve), so ist die offizielle Bezeichnung von Denso, ausführlich erklärt u. als Verschleißteil wie der Zahnriemen bezeichnet, das wegen Verschleiß regelmäßig ausgetauscht werden sollte.

Ich habe mir schon neue Injektoren u. ein neues SCV- Kit von Denso auf Vorrat gelegt. Diese werde ich vor unsere nächsten großen Reise bei zur Zeit schon über 230 tkm vorsichtshalber einbauen. Zur Zeit läuft der Motor noch einwandfrei. Auch der Düsenstock der Injektoren ist ein Verschleißteil, das man bei hohen Laufleistungen austauschen sollte! Da man aber neue Injektoren von Denso oder VDO für 180-230 Euro pro Stück bekommt, lohnt sich die Reparatur nicht.

Der Ausbau der Injektoren ist übrigens kein großes Hexenwerk. Ich habe beim Austausch der Glühkerzen auch die Injektoren bei ca. 200tkm ausgebaut u. gesehen, dass die Injektoren u. Kupferdichtringe noch neuwertig aussahen, nur die Ventildeckeldichtringe von 2 Injektoren waren etwas undicht. Deshalb habe ich nur neue Kupfer- u. Ventildeckeldichtungen eingebaut, wobei die neuen Ventildeckeldichtringe von Elring nicht fest genug im Ventildeckel saßen u. ich deshalb zu Ford gegangen bin u. originale Ventildeckeldichtungen gekauft habe.

Gruß Hans!

zuvor T3 TD Westf. Multivan m.AD, seit 4/2013 Nugget HD neu,140 PS,7,5-8,5l, Midnight Sky Grau Met., 100W Solar, Goldschmitt 2 Kreis Zusatzluftfed., Lokari Innenkotfl.,

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27 Mär 2025 00:48 #7 von Jacob
Hallo Hans,

danke für die Infos und den guten Hinweis... vier neue Injektoren scheint man tatsächlich für um die 1.000€ zu bekommen. Vielleicht sollte ich auch nochmal nach neuen Videos schauen. Ich erinnere mich nur an eines, bei dem der Wechsel der Injektoren und Glühkerzen ein ganz ordentlicher Zirkus war. Selbstmachen auf dem privaten Parkplatz vor dem Haus würde ich mir jedenfalls eher nicht zutrauen. Wahrscheinlich sollte man auch an die Steuerkette und Ölpumpe denken. Wenn man sich für ordentliche Arbeit Zeit nehmen will und inkl. weiterer sinnvollerweise zu tauschender (Klein-)Teile, kommt man kaum unter 2 Tagen und vielleicht etwa 3.500€ in der Selbstschrauberwerkstatt weg. Dann ist der Rest des Wagens immer noch am Ende seines Designlebens... Turbolader, Partikelfilter, Getriebe, das ausgesetzt verbaute Motorsteuergerät etc. pp. Der Verschleiß (ansteigende Geräuschkulisse) hat m.E. schon deutlich zugenommen, obwohl wir ausschließlich und defensiv Langstrecke fahren. Hm... jetzt sind erstmal die Querlenker dran, die Gummibuchsen sind hinüber. Ölservice und HU, dann weiter überlegen ;-)

Viele Grüße
Jacob

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24 Apr 2025 13:36 #8 von Jacob
Nach 3.000km: der Tausch des Druckregelventils hat sich wirklich gelohnt. Der Verbrauch ist runter gegangen, der Partikelfilter schafft seitdem sein volles Intervall (um die 300km), und der Motor trampelt beim Ausschalten nicht mehr nach. Rückblickend meine ich, dass das Ventil wahrscheinlich bereits bei etwa 90tkm hinüber war, als mir aufgefallen war, dass der Motor bei bestimmten Drehzahlen (im Stand langsam Gas geben) aufschwingt, was jetzt auch weg ist.

Viele Grüße
Jacob

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24 Apr 2025 23:08 #9 von RudiRadlos

Dann ist der Rest des Wagens immer noch am Ende seines Designlebens... Turbolader, Partikelfilter, Getriebe, das ausgesetzt verbaute Motorsteuergerät

Hallo,

ich erinnere mich an eine Pressemitteilung um 2010, wo geschrieben stand, daß der damals neu herausgekommene Transit MK7 mit dem 2.2 Puma Diesel und 6-Ganggetriebe auf eine Laufleistung von 250.000 km ausgelegt sei. Solange sollten die Hauptkomponenten des Fahrzeugs bei durchschnittlicher Beanspruchung halten.
- Bei den Kolben hat's ja anfangs nicht so recht geklappt :( .

Gruß,

Rüdiger

erst Pfadfinder, dann Camper, seit August 2010: unterwegs im 140 PS Nugget mit AD in Colorado-Rot
Seit Dezember 2019: unterwegs mit Westfalia Columbus mit AD, genannt 'Eisbär'

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25 Apr 2025 01:18 #10 von Jacob
Das klingt doch erstmal vielversprechend, auch wenn es nur eine Pressemeldung war. Warten wir es ab. Ich bin jedenfalls grundsätzlich nicht so unglücklich. Evtl. ist der Puma tatsächlich robuster als so manche Nachfolge(spar-)entwicklung, wo ich gleich an die Riemen-im-Ölnebel-Geschichten u.a. beim 2.0 Ecoblue denken muss, die zumindest ich persönlich als traurigste "Design to fail" Entwicklung betrachte...

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